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TSV Grafenau über Relegation: "Für betroffenen Teams oft Nervenspiel"

FuPa-Teamcheck: TSV Grafenau setzt nach 13 Abgängen auf Neuaufbau und Zusammenhalt

von Nicolas Bläse · 17.07.2025, 08:00 Uhr · 0 Leser
– Foto: Robert Geisler

Nach einem Jahr voller Rückschläge und Veränderungen will der TSV Grafenau in der Kreisliga B zurück in die Spur finden. Trainer Denis Buntic blickt mit neuem Kader, klarer Haltung und Teamgeist nach vorn.

Schwieriger Start nach dem Abstieg

Die Saison 2024/2025 war für den TSV Grafenau eine mit vielen Herausforderungen. Nach dem Abstieg in die Kreisliga B waren die Erwartungen hoch – doch zunächst blieb der erhoffte Aufschwung aus. „Zu Beginn der Saison konnten diese Erwartungen nicht erfüllt werden, was für eine schwierige Ausgangslage sorgte“, blickt Denis Buntic, Trainer und sportlicher Leiter, zurück.

Doch es folgte eine bemerkenswerte Entwicklung: „Im Verlauf der Saison kam es zu einigen vereinstechnischen Veränderungen, die sich positiv auf das Mannschaftsgefüge auswirkten.“ Schritt für Schritt trat das Team geschlossener auf. Buntic: „Durch gezielte Standardisierungen im Spielaufbau und in der taktischen Ausrichtung wurde unser Spiel strukturierter, ansehnlicher und spannender.“

Blitzturnier und Trainingslager als neue Impulse

In der Vorbereitung auf die kommende Spielzeit stehen beim TSV mehrere Highlights auf dem Programm. Besonders das eigene Blitzturnier soll nicht nur Spielpraxis bringen, sondern auch den Vergleich mit anderen Teams ermöglichen. Darüber hinaus ist ein Trainingslager geplant.

„Dabei wird nicht nur an der Fitness und Taktik gefeilt, sondern auch der Teamgeist gestärkt“, erklärt Buntic. Weitere Teambuilding-Maßnahmen sollen helfen, das positive Miteinander aus der Vorsaison fortzuführen. „Gemeinsam gehen wir motiviert und geschlossen in die neue Spielzeit“, betont der Trainer.

Der Teamgedanke steht über allem

Trotz des Umbruchs lobt Denis Buntic die geschlossene Leistung seiner Mannschaft. Einen einzelnen Spieler hervorzuheben, sei ihm nicht möglich – und nicht angemessen. „Beim TSV einen einzelnen Spieler herauszuheben, würde der Leistung der gesamten Mannschaft nicht gerecht werden. Jeder einzelne Spieler hat Einsatz gezeigt, Verantwortung übernommen und sich in den Dienst der Mannschaft gestellt.“ Dieser Teamgeist soll auch in der kommenden Saison das Fundament für sportlichen Erfolg sein.

Neubeginn mit vielen frischen Gesichtern

Die Kaderveränderungen beim TSV Grafenau sind massiv: Insgesamt 13 Spieler haben den Verein im Sommer verlassen. Dazu zählen unter anderem Alexander Widmaier, Denis Pompeo, Mathias Kienle, Marco Katz und Marius Hitzler.

Gleichzeitig konnten neue Spieler gewonnen werden – darunter Max-Ömür Albayrak, Philipp Dilz, Emrehan Aybar und Simon Dilz. Zudem rückt Igor Buntic als neuer Co-Trainer ins Funktionsteam auf. Denis Buntic sieht in den personellen Veränderungen eine klare Aufgabe: „Es gilt, neue Spieler zu integrieren, Abläufe einzuüben und eine funktionierende, eingeschworene Einheit zu formen.“

Ziel: oberes Mittelfeld und sichtbare Entwicklung

Trotz des personellen Umbruchs geht der Blick nach vorn – und das nicht ohne Ambitionen. „Unser zweites Ziel ist es, am Ende der Saison einen Platz im oberen Mittelfeld der Tabelle zu erreichen“, so Buntic. Stabilität, Punkte und eine sichtbare Weiterentwicklung sollen dabei im Fokus stehen: „Wir wollen stabil auftreten, kontinuierlich punkten und unsere Weiterentwicklung auf dem Platz sichtbar machen.“

Die Kreisliga B ist für viele Mannschaften ein unberechenbares Pflaster. Denis Buntic sieht gerade darin den Reiz der Liga: „In der Kreisliga B ist alles möglich – Woche für Woche sorgen Überraschungen für Spannung, und jedes Team kann jedem Punkte abnehmen.“ Ein klarer Favorit lasse sich aktuell nicht benennen. Die Ausgeglichenheit sei eine Stärke dieser Spielklasse.

Relegation als emotionale Gratwanderung

Die Frage nach dem Reiz und der Gerechtigkeit der Relegationsspiele bewegt auch den Trainer des TSV Grafenau. Buntic erkennt die Spannung an, sieht aber auch die Schattenseite: „Für Zuschauer, Fans und neutrale Beobachter sind sie ein echtes Highlight – für die betroffenen Teams oft ein Nervenspiel mit offenem Ausgang.“

Dass Mannschaften nach einer starken Saison ohne Lohn dastehen, ist aus seiner Sicht eine große Härte: „Gerade für die Mannschaft, die am Ende den Kürzeren zieht, ist es besonders bitter, eine erfolgreiche Saison ohne den verdienten Lohn zu beenden.“ Für die Verbände sei es eine schwierige Aufgabe, faire und nachvollziehbare Rahmenbedingungen zu schaffen: „Es bleibt abzuwarten, wie sich das künftig entwickeln wird.“