
Trainer Denis Buntic äußert sich im FuPa-Teamcheck zur Hinrunde des TSV Grafenau in der Kreisliga B6 Stuttgart/Böblingen. Nach personellem Umbruch und einer wechselhaften Vorrunde spricht er über Entwicklung, Zusammenhalt, klare Ziele und große Bewegung im Kader.
Die Winterpause dauert in Grafenau „bis Anfang Februar“, dann beginnt die gemeinsame Vorbereitung. Neben dem sportlichen Aspekt legt der TSV bewusst Wert auf den Teamgeist. „Neben dem sportlichen Teil legen wir großen Wert auf den Teamzusammenhalt“, betont Buntic. Geplant ist unter anderem „ein gemeinsamer Besuch an Fasching“, dazu kommen „weitere gemeinsame Aktivitäten“, um „das Zusammenwachsen der Mannschaft weiter zu fördern“.
Sportlich blickt der Trainer realistisch auf die erste Saisonhälfte zurück. „Wir blicken auf eine durchwachsene Hinrunde zurück“, sagt Buntic. Trotz des personellen Umbruchs hätten Spiele und Trainingseinheiten gezeigt, „dass wir mit harter Arbeit, Einsatzwillen und der richtigen Einstellung viel leisten können“. Es gab „sehr positive Ergebnisse“, aber auch Rückschläge. „Manche davon gehören zum Entwicklungsprozess dazu, andere schmerzen und zeigen deutlich, in welchen Bereichen wir uns noch verbessern müssen.“
Mit etwas Verzögerung kam das Team besser in Fahrt. „Mit etwas Anlaufschwierigkeiten sind wir immer besser in die Saison gekommen“, erklärt Buntic. Auch wenn die Tabelle dies nicht immer widerspiegele, habe sich „intern im Team etwas zum Positiven verändert“. Entscheidend sei: „Das Team hat die Herausforderungen angenommen und wächst mit jedem Training weiter zusammen.“
Die Ursachen für Schwankungen sind klar benannt. „Nach einer holprigen Vorbereitung sind wir insgesamt deutlich stabiler in die Saison gestartet“, so der Trainer. Der große Umbruch habe „zunächst etwas Zeit benötigt, um zu greifen“, was sich besonders in „Abstimmung und Konstanz“ gezeigt habe. Intern seien diese Themen erkannt worden – „insbesondere in der Kommunikation, den Abläufen und der Rollenverteilung innerhalb der Mannschaft“. Daran werde gezielt gearbeitet, um „in der Rückrunde weiter zu verbessern und als Team noch geschlossener aufzutreten“.
Die Zielsetzung ist klar formuliert. „Vorrangig wollen wir einen einstelligen Tabellenplatz erzielen und noch für die ein oder andere Überraschung sorgen“, sagt Buntic. Darüber hinaus gehe es um „die Überarbeitung und Verbesserung unserer Spielphilosophie“ sowie um „das weitere Zusammenwachsen im Team“. Viele Ziele griffen dabei bewusst ineinander.
Personell hat sich beim TSV Grafenau viel getan. Den Verein verlassen haben Fatih Colak, Hami Aybar, Sören Lorenz, Efe Kahveci, Jonas Günther und Berat Bayazit. Gleichzeitig wird der Kader deutlich verstärkt: Younes Bellalouna wurde reaktiviert. Neu hinzu kommen Velat Seker vom KSC Sindelfingen sowie Patrick Huber, Patrick Gutknecht, Nico Hagenlocher, Nick Ackermann, Michael Schubert, Lion Schröder, Fabian Sobotta und Fabian Leiser – allesamt vom TSV Schafhausen.
Ein klares Meisterfavoritenfeld sieht Buntic dennoch nicht. „Die B6 bleibt bis zum Saisonende spannend“, sagt er. Nach seiner Einschätzung werden sich „die SG Gäufelden und die SF Kayh um die beiden vorderen Tabellenplätze und damit auch um die Meisterschaft streiten“.