
Die Jagd auf den Tabellenzweiten SV Planegg-Krailling geht weiter. Die Bezirksliga-Fußballer des TSV Gilching-Argelsried wollen mit einem Heimsieg am heutigen Freitag gegen den SV Raisting den Druck hochhalten.
Wenn der Schiedsrichter heute Abend gegen 21.30 Uhr die Partie gegen den SV Raisting (Spielbeginn 19.30 Uhr) beendet, soll die Tabelle der Bezirksliga Süd folgendes Bild ergeben: Rang zwei für die Fußballer des TSV Gilching-Argelsried. Es wäre auch die einzige Möglichkeit, weiter von der Aufstiegsrelegation zur Landesliga zu träumen. Denn noch scheint der SV Planegg-Krailling unanfechtbar zu sein. Zwar haben die auf Platz zwei liegenden Würmtaler derzeit nur zwei Zähler Vorsprung auf den TSV, doch sie haben auch noch eine Nachholpartie in der Hinterhand. „Wenn wir nicht gewinnen, wird es sehr unwahrscheinlich, dass wir sie noch einholen“, konstatiert TSV-Coach Christian Rodenwald.
Sein Team hat nach der Winterpause nicht viel falsch gemacht. „Dass wir 20 der 24 möglichen Punkte holen, hätten uns bestimmt nicht viele zugetraut“, sagt Rodenwald. Die Planegger zeigten sich jedoch bis dato wenig beeindruckt und sind selbst seit Wiederaufnahme des Spielbetriebs Anfang März ungeschlagen. Noch ist das Duell aber nicht entschieden, denn auf den SVP warten einige knifflige Aufgaben. Unter anderem treffen sie auf den Fast-Meister aus Olching und den starken Tabellenvierten SV Waldeck-Obermenzing. „Aber auch wir müssen unsere Spiele erst mal gewinnen“, kommentiert Rodenwald.
Dass das durchaus anspruchsvoll sein kann, zeigte sich am vergangenen Sonntag, als sich seine Mannschaft mit einem 0:2-Pausenrückstand in Untermenzing konfrontiert sah. Doch der TSV Gilching drehte die Begegnung und blieb mit dem 3:2 im Aufstiegsrennen. Gegen Raisting wird es nicht einfacher, denn der SVR steckt mitten im Abstiegskampf. Durch das 1:3 zu Hause gegen Pullach rutschte das Team des zum Saisonende scheidenden Trainers Johannes Franz auf den ersten Abstiegsrelegationsplatz.
Im Hinspiel kassierte der TSV trotz großer Überlegenheit, besonders in der zweiten Halbzeit, eine äußerst bittere 0:1-Niederlage. „Die tut immer noch weh“, konstatiert Rodenwald. Für mehr Tore als im Hinspiel soll diesmal unter anderem der damals verletzungsbedingt fehlende Vinzenz Wolf sorgen. Der im vergangenen Sommer aus Raisting gekommene Angreifer verlor zwar am letzten Sonntag nach einem Ellenbogenschlag einen Zahn und kassierte eine blutige Lippe, „er kann aber spielen“, berichtet Rodenwald. Auch der zweite Ex-Raistinger, Maximilian König, sollte am heutigen Freitag einsatzbereit sein. „Beide sind natürlich besonders motiviert“, so Rodenwald.