Ausgetanzt: Der TSV Geiselbullach (gelbe Trikots) – hier Top-Torjäger Lukas Bründl – stellte die gegnerischen Abwehrreihen in der Kreisklasse regelmäßig vor schier unlösbare Aufgaben.
Ausgetanzt: Der TSV Geiselbullach (gelbe Trikots) – hier Top-Torjäger Lukas Bründl – stellte die gegnerischen Abwehrreihen in der Kreisklasse regelmäßig vor schier unlösbare Aufgaben. – Foto: Peter Weber

Angriffslustiger Aufsteiger: TSV Geiselbullach will auch in der Kreisliga oben mitmischen

Nach Aufstieg aus der Kreisklasse

Die meisten Aufsteiger formulieren für die höhere Liga erst einmal bescheidene Ziele wie den Klassenerhalt. Nicht so der TSV Geiselbullach.

Geiselbullach – Von einem Durchmarsch in die Bezirksliga wie ihn Landkreis-Konkurrent Günzlhofen hinlegte, will Spielertrainer Stefan Held zwar nicht sprechen. „Aber die Aufstiegsrunde haben wir uns schon vorgenommen.“ Damit führt der Verein konsequent jene Linie fort, die man schon vor einem Jahr ausgegeben hatte: Das vierte Jahr in der Kreisklasse sollte das letzte sein. „Wir haben das ganz offen erklärt, dass wir aufsteigen wollen“, so Held im Rückblick auf den Sommer 2021.

Ein Spaziergang oder Selbstgänger war das aber nicht, auch wenn zum Saisonstart acht Siege in Folge gelangen. Der TSV Oberalting und insbesondere der SC Weßling – am Ende Mitaufsteiger – erwiesen sich als hartnäckige Konkurrenten. Entscheidend für den erfolgreichen Saisonabschluss waren laut Held die ersten Punktspiele nach der Winterpause. Sieben Coronaausfälle musste der TSV da kompensieren, sogar Spieler von den Alten Herren halfen in der ersten Mannschaft aus. Trotzdem gab es vier Siege. „Deswegen ist der Aufstieg ein Aufstieg des ganzen Vereins“, sagt Held. Ein weiterer Grund: die regelmäßig gute Trainingsbeteiligung. Weniger als zwölf Spieler seien es nie gewesen. „Eine tolle Motivation“, sagt Held.

TSV Geiselbullach: Team werde weitgehend zusammen bleiben - Landesliga-Erfahrung

Dazu konnte sich der Trainer auf eine Reihe von Führungsspielern verlassen, die der Mannschaft in den entscheidenden Momenten Halt gegeben haben: Jannik Schröder als umsichtige Defensivkraft, Christopher Reitz im Mittelfeld und Lukas Bründl, der bei 18 Treffern landete, der zweitbeste Torjäger der Kreisklasse. Auf das Gespann wird Held auch weiter bauen können. Das Team werde weitgehend zusammenbleiben, sagt Geiselbullachs Spielertrainer.

Und das Team wird zwei weitere Führungsspieler mit Landesliga-Erfahrung hinzubekommen. Mit der Verpflichtung von Martin Held und Maximilian Lutter als Co-Spielertrainer vom Lokalrivalen SC Olching ist dem TSV ein echter Coup gelungen. Der 29-jährige Lutter zeigt sich zuversichtlich, dass ihm seine Landesliga-Zeit auch zwei Klassen tiefer hilft. „Dort hat man schon auch gegen ehemalige Regionalliga- oder Bayernligakicker gespielt.“ Das sei eine sehr wertvolle Erfahrung gewesen. „Da habe ich viel für mich gelernt, das möchte ich gern weitergeben.“ In Geiselbullach könne er das auf gutem sportlichen Niveau tun.

Neuer Modus liegt Stefan Held ncht

Doch Lutter und Martin Held sollen nicht nur auf dem Spielfeld die Riege der Führungsspieler ergänzen. Es ist vorgesehen, dass sie auch Spielertrainer Stefan Held entlasten. „Als Torwart ist der Weg für taktische Anweisungen nach vorne manchmal etwas zu weit“, erklärt der. Da könnten dann Feldspieler mitunter besser eingreifen. Mit Lutter und Bruder Martin habe er zwei Routiniers an der Hand. „Und wir ticken alle gleich, das ergänzt sich super.“ Das lasse auf eine gute Saison hoffen, so Stefan Held.

Dem neuen Modus mit Auf- und Abstiegsrunde steht der Coach abwartend gegenüber. „Vier- oder vielleicht sechsmal in einer Saison gegen den gleichen Gegner – das muss nicht zwingend spannend sein.“ Und mal ein Feld von hinten her aufrollen, das gehe dann auch nicht mehr. (Hans Kürzl)

Aufrufe: 023.6.2022, 07:10 Uhr
Hans KürzlAutor