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Interview

TSV Gau-Odernheims Stärke: Seit Jahren die gleiche Tugend

Lukas Knell, aktuell verletzter Spieler der Petersberger, aber auch Sportlicher Leiter, spricht im Interview über die laufende Saison, Zukunftsplanungen und seine eigene Situation

von Torben Schröder · 20.11.2025, 14:00 Uhr · 0 Leser
Lukas Knell (rechts, hier in einem Verbandsliga-Spiel gegen den SC Hauenstein) zog sich in Steinwenden einen Achillessehnenriss zu. Das hatte weitreichende Folgen.    Archivfoto: Axel Schmitz/pakalski-press
Lukas Knell (rechts, hier in einem Verbandsliga-Spiel gegen den SC Hauenstein) zog sich in Steinwenden einen Achillessehnenriss zu. Das hatte weitreichende Folgen. Archivfoto: Axel Schmitz/pakalski-press

Gau-Odernheim. Der TSV Gau-Odernheim startet am Sonntag (17 Uhr) beim SV Gonsenheim in seine erste Rückrunde in der Oberliga – und das als Neunter beim Zwölften. Trainer Florian Diel schaute sich das 0:1 des SVG gegen Auersmacher an und sah Platzherren, die sich an einem tief verteidigenden Gegner die Zähne ausgebissen haben. Wobei für die Saarländer, wie Diel sah, „auch eine gehörige Portion Glück dabei war – das Tor war wie vernagelt“.

Das darf aus TSV-Sicht natürlich gern wieder passieren. Und im Kollektiv das eigene Tor zu verteidigen, ist derzeit die herausstechende Stärke des Aufsteigers, der auswärts einen starken 1,8-Punkte-Schnitt spielt. „Zwei der ranghöchsten Mannschaften in unserer Region, die jeden Punkt brauchen, treffen aufeinander“, wirbt Diel vor dem Duell mit Trainer-Freund Luca Vanni. Auch wenn man sich im Winter beim Gau-Odernheimer Hallenturnier und im Testspiel wiedersieht: „Geschenkt wird da nichts.“

Unterdessen laufen die Planungen für die neue Saison auf Hochtouren. Lukas Knell, Teil der Sportlichen Leitung und Stürmer-Rekonvaleszent, blickt zurück und nach vorn.

Dieser Text wird euch kostenlos zur Verfügung gestellt von der Allgemeinen Zeitung und Wormser Zeitung.

Herr Knell, welche Schulnote geben Sie der Oberliga-Hinrunde – und dem ganzen Jahr der Fußballabteilung?

Da kann man eigentlich nichts anderes als die Schulnote Eins minus geben. Irgendwas geht immer ein bisschen besser, aber sportlich haben wir für diesen Verein das Nonplusultra erreicht.

Worin liegt der Schlüssel für den Erfolg, oder das Schlüsselbund?

In den Gau-Odernheimer Tugenden, die wir seit Jahren hochhalten, dem Zusammenhalt. Flo hat das Ganze noch mal auf ein anderes Niveau gebracht. Fabio Moreno Fell mit seinen 50 Toren darf man auch herausheben. Über die letzten Jahre wurde eine gute Truppe zusammengestellt.

Mit den ersten Vertragsverlängerungen Ihrer Top-Talente und von Kapitän Jakob Friedrich wurden früh Ausrufezeichen gesetzt. Wie geht es weiter?

In die anstrengenden englischen Wochen haben wir diese Gespräche nicht reingepresst. Die sportlichen Feedbackgespräche gab es, in der Winterpause geht es mit den Verlängerungen weiter. Beim Start der Restrückrunde wollen wir einen guten Teil unseres Kaders beisammen haben.

Auch Trainer Diel ist nur bis Saisonende gebunden. Sie sind Sportlicher Leiter – und verletzter Spieler. Wer verhandelt da eigentlich gerade mit wem?

(lacht) Das ist eine spannende Konstellation, ja. Flo hat niemanden, der ihm von oben vorgibt, was er zu tun hat. Die Entscheidung kommt am Ende von ihm. Jeder bei uns will ihn gern weiter bei uns sehen. Wir besprechen das im Winter und müssen mit allen Kräften schauen, was wir ihm ermöglichen können.

Wie geht es für Sie als Spieler weiter?

Ich mache Aufwärmübungen mit Ball mit und gehe viel joggen. Wenn ich in der Winterpause schmerzfrei bin, wird man mich wieder auf dem Platz sehen. Ob in der Oberliga, wird sich zeigen.