
Gau-Odernheim. Mit dem Schwung des späten 2:2 beim bisherigen Oberliga-Spitzenreiter 1. FC Kaiserslautern II geht der TSV Gau-Odernheim ins Heimspiel gegen Cosmos Koblenz. Mittwoch, 19.30 Uhr, Sechs-Punkte-Spiel – kein schlechter Zeitpunkt für den ersten Dreier im neuen Fußballjahr.
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TSV-Trainer Florian Diel wird an der Seitenlinie auf den langjährigen Mainz-05-Profi Peter Neustädter treffen, der beim Mitaufsteiger seit Mitte März als Cotrainer aushilft. Sport-Geschäftsführer Admir Softic ist schon der dritte Chefcoach diese Saison, was zeigt, wie weit die finanziell und individuell stark aufgestellten „Cosmonauten“ ihren Erwartungen hinterher hecheln.
Hannes Zundel spricht von einem „Spiel, das wir gewinnen wollen“. Flutlicht, eigener Rasen, da sieht der 19-Jährige gute Chancen. „Und dann sieht es tabellarisch auch gar nicht so schlecht aus.“ Voriges Jahr spielte Zundel noch in der A-Jugend. In den Aufstiegsspielen trat der Dauerläufer erstmals in Erscheinung, in der Oberliga sammelte kein Gau-Odernheimer mehr Minuten.
Auf eine doppelte Premiere wartet Zundel noch. Seine Einwürfe bis weit vor das Tor führten schon zu einigen Chancen, aber noch nicht zu einem Tor. Beim späten Ausgleich in Kaiserslautern flog ein solcher Einwurf zurück, Zundel flankte, Emre Gümüs und Leart Rexhepi warfen sich rein, Meslem staubte ab – drei Joker, was Diel besonders hervorhebt. Direkt danach enteilten Zundel und Meslem sogar noch einmal allen Gegenspielern Richtung FCK-Tor, doch die Abseitsfahne war oben. Auch der erste Treffer im Aktivenfußball steht für den Schienenspieler also noch aus.
„In der A-Jugend hat das mit den Einwürfen ganz gut funktioniert“, erzählt Zundel, „aber jetzt sind die Gegenspieler physisch viel stärker.“ Einmal, samt Kopfballverlängerung, klappte die Variante, im Pokal in Kandel. Der TSV wird es weiter probieren, beflügelt vom Teilerfolg am Betzenberg. „Das war ein sehr gutes Gefühl“, erzählt Zundel, „vor allem nach den Wochen davor.“ In der Winterpause verblüffte der 19-Jährige seinen Trainer damit, dass er quasi aus dem Stand einen 56-Kilometer-Lauf abgerissen hat, samt Hunger-Stopp beim Bäcker. „Der Junge ist unverwüstlich“, sagt Diel, „und eine der Entdeckungen dieser Saison.“