2026-04-23T13:43:33.969Z

Spielbericht

TSV Feldafing gewinnt das Derby gegen Pöcking – Last-Minute-Sieg für Höhenrain

Kreisklasse Weilheim-Schongau 1

von Kilian Drexl · Heute, 13:38 Uhr · 0 Leser
Platzverweis wegen vermeintlicher Notbremse: Schiedsrichter Uwe Melzer zeigt dem Pöckinger Carl Schilling kurz vor Schluss die Rote Karte.
Platzverweis wegen vermeintlicher Notbremse: Schiedsrichter Uwe Melzer zeigt dem Pöckinger Carl Schilling kurz vor Schluss die Rote Karte. – Foto: Photographer: Andrea Jaksch

Die „Macht vom Starzenbach" entscheidet beide Duelle der Saison für sich. In der Schlussphase sieht Pöcking noch die Rote Karte.

SC Pöcking-P. – TSV Feldafing 0:2 (0:2) Tore: 0:1 Hofmann (47.), 0:2 Jakob (57.) – Rote Karte: Schilling/SCPP (89., Notbremse) – Zeitstrafe: Hofbauer/TSV (89., Meckern)

Der TSV Feldafing ist in dieser Saison die Nummer eins im Nachbarschaftsduell mit dem SC Pöcking-Possenhofen. Nach dem 2:1-Sieg im Hinspiel entschied die „Macht vom Starzenbach“ am Samstag auch das Rückspiel in Pöcking mit 2:0 für sich. „Wir freuen uns, dass wir damit auch den direkten Vergleich für uns entschieden haben“, sagte TSV-Trainer Jürgen Mergner, für den der Sieg unter dem Strich nicht unverdient war.

Vor der stimmungsvollen Kulisse von offiziell 260 Zuschauern kamen die Gastgeber zunächst besser ins Spiel. „Wir waren in der ersten Halbzeit eindeutig spielbestimmend“, stellte SCPP-Trainer Daniel Flath fest. Auch Gäste-Coach Mergner räumte ein: „Wir hatten uns vorgenommen, das Spiel mehr zu kontrollieren. Das ist uns vor allem in der ersten Halbzeit nicht so gut gelungen.“ Die ohne ihren Top-Torjäger Clemens Link und mit gut einem halben Dutzend A-Jugendlichen im Aufgebot angetretenen Gastgeber schlugen aus ihrer spielerischen Qualität jedoch zu wenig Kapital. „Wir haben uns zu wenige Chancen erarbeitet, Feldafing war dagegen einfach abgezockter“, stellte Flath fest.

Kurz nach Wiederanpfiff setzte sich Feldafings Kapitän Jakob Dreesen über außen durch, legte den Ball von der Grundlinie zurück, und ausgerechnet der Ex-Pöckinger Mathis Hofmann traf zum 0:1. Wenige Minuten später erhöhte Leonard Jakob mit einem nicht harten, aber präzisen Abschluss, der vom Innenpfosten im Tor landete, auf 0:2. Feldafing gewann dadurch Sicherheit, Pöcking kam nicht mehr heran und verlor in der Schlussphase auch noch A-Jugend-Aushilfe Carl Schilling nach einer vermeintlichen Notbremse – aus Flaths Sicht eine zu harte Entscheidung.

Feldafing steht nun im Kreisklassen-Abstiegskampf etwas besser da, der SCPP rutschte wieder auf einen Relegationsplatz ab und hat nun das schwere Spiel bei Spitzenreiter SG Starnberg/Söcking vor der Brust.

SG Oberau/Farchant – FSV Höhenrain 2:3 (0:1) Tore: 0:1 Götzinger (45.+2), 0:2 Huber (54.), 1:2 Baer (89.), 2:2 Bäuerle (90.+1/FE), 2:3 A. Lech (90.+6/FE) – Zeitstrafe: D. Korthals/Oberau (90.+5, Meckern)

Auf hochdramatische Art und Weise haben Höhenrains Fußballer am Sonntag den dritten Dreier in Folge eingefahren. Durch Treffer von Hubert Götzinger und Benedikt Huber führten die Gäste im richtungsweisenden Kellerduell in Oberau bis in die Schlussphase hinein mit 2:0, ehe sich die Ereignisse überschlugen. „Oberau war spielerisch die deutlich bessere Mannschaft“, musste FSV-Trainer Christian Sedlmeier zugeben. Deshalb sei schon die Führung „etwas glücklich“ gewesen. In der zweiten Halbzeit rannten die Hausherren dann unermüdlich an und erzielten in der 89. Spielminute per Freistoß den 1:2-Anschlusstreffer, der noch einmal neue Kräfte entfachte. Zu Beginn der sechsminütigen Nachspielzeit entschied der Schiedsrichter nach einem vermeintlichen Foulspiel von Andreas Mühr auf Strafstoß, den Oberau zum Ausgleich verwandelte. „Andi sagt, dass er den Ball gespielt hat“, berichtete Sedlmeier. Ebenso umstritten war dann die Elfmeterentscheidung für Höhenrain im allerletzten Atemzug der Partie. Adrian Lech ließ sich jedoch nicht verunsichern und verwandelte zum späten 3:2-Auswärtsieg. Sedlmeier: „Die Punkte nehmen wir gerne mit.“

SG Antdorf/Iffeldorf – TSV Erling-Andechs 5:1 (1:1) Tore: 1:0 Tsigouriotis (20.), 1:1 Pfänder (24.), 2:1 Baufeld (63.), 3:1 Krämer (76./FE), 4:1 Ludewig (78.), 5:1 Krämer (90.)

Die Verschleißerscheinungen der letzten Wochen machten sich bei Erlings 1:5-Pleite in Antdorf am Sonntag deutlich bemerkbar. „Wir haben einfach zu viele Verletzte, dadurch fehlt im Moment die Breite. Wir sind schon auf dem Zahnfleisch dahergekommen“, erklärte Erlings Spielertrainer Kevin Enzi. Im ersten Durchgang hielten die Gäste beim Tabellenzweiten noch ordentlich dagegen. Marius Pfänder, der diesmal als einzige Spitze aufgeboten wurde, antwortete auf den Führungstreffer der Spielgemeinschaft und sorgte so für den 1:1-Pausenstand. Nach dem Seitenwechsel bauten die gebeutelten Erlinger jedoch immer mehr ab – auch die kräftezehrenden 90 Minuten aus dem Duell gegen Penzberg am Donnerstagabend steckten ihnen noch merklich in den Knochen. „Wir haben alles gegeben, aber es war nicht mehr drin. Das wären Bonuspunkte gewesen, die haben wir leider nicht geholt“, sagte Enzi vor dem spannenden Saisonendspurt.