
Nach zwei deutlichen Niederlagen will der TSV Essingen in der Oberliga beim offensivstarken FC Nöttingen wieder zu seinen alten Stärken zurückfinden. Anpfiff ist bereits am morgigen Freitag um 19 Uhr.
Die dritte Oberligasaison des TSV Essingen ist und bleibt eine herausragende. Unter dem Strich wird die erfolgreichste Runde der Vereinsgeschichte zu Buche stehen. Dennoch haben die zwei klaren Niederlagen zuletzt etwas auf das Gemüt geschlagen. Dem 0:5 gegen Ravensburg folgte das 1:6 in Singen.
Vor allem der Auftritt im zweiten Durchgang störte Trainer Simon Köpf: „Die erste Halbzeit war ordentlich. Am Ende haben wir es dann über uns ergehen lassen. Wir haben nur noch Begleitschutz gegeben und es ihnen zu leicht gemacht, zu Möglichkeiten zu kommen.“
Ordentliche Trainingswoche
Die Leistung in der Trainingswoche war nach Köpfs Einschätzung gut: „Es war deutlich besser als in den vergangenen Wochen. Man hat gemerkt, dass es die Mannschaft unheimlich wurmt, zweimal so aufzutreten. Ich bin mir sicher, dass wir eine Reaktion zeigen werden.“
Das dürfte gegen den Tabellendritten aus Nöttingen auch nötig sein, um sich achtbar aus der Affäre zu ziehen. Bei Spielen mit Nöttinger Beteiligung fielen bislang in dieser Saison im Schnitt über vier Tore. 79 geschossenen Treffern stehen 57 Gegentore gegenüber.
„Spielerisch ist es mit das Beste, was die Liga zu bieten hat. Sie können wahnsinnig gut den Ball laufen lassen, versuchen schon von hinten heraus sehr viel spielerisch zu lösen und zocken über das ganze Spielfeld. Zudem haben sie mit Leonidis einen richtig starken Stürmer“, so Köpf über den FCN, der allerdings zwei Spieltage vor Schluss keine Chance mehr auf den zweiten Platz hat.
Essinger Gala im Hinspiel
Für seine Mannschaft gelte es, die Stärken, die das Team über weite Strecken der Saison ausgezeichnet haben, wieder auf den Rasen zu bringen.
„Wir wollen wieder aggressiver und zweikampfstärker sein. Es muss schwer sein, uns zu bespielen. Unabhängig vom Ergebnis will ich einfach einen guten Auftritt meiner Jungs sehen.“ In der Hinserie entzauberte der TSV Essingen die Nöttinger auf dem heimischen Kunstrasen und gewann nach 0:2-Rückstand mit sechs Treffern in der zweiten Halbzeit noch mit 6:2.
Als Blaupause taugt das Hinspiel laut Köpf allerdings nicht, weil Nöttingen die Spielweise inzwischen etwas angepasst habe. „Wir sind auf verschiedene Eventualitäten vorbereitet. Wenn sie im Spiel doch wieder umstellen, haben wir den Plan vom Hinspiel noch parat“, so Köpf.
Dreifacher Torschütze im Hinspiel war Erman Kilic, der auch in Nöttingen wieder am Start sein wird. Im Gegensatz zu Julian Biebl, Yusuf Coban, Max Neunhoeffer und Alessandro Abruscia, die nicht zur Verfügung stehen. Fraglich sind zudem die Einsätze von Patrick Auracher und Lennart Ruther.