
Nach dem intensiven Derby-Remis wartet auf den TSV Essingen direkt die nächste anspruchsvolle Aufgabe: Mit Türkspor Neckarsulm kommt am Samstag (14.30 Uhr) ein formstarker Aufsteiger in die Carento-Arena, der vor allem bei schnellen Umschaltmomenten brandgefährlich ist.
Auch der zweite Kilic im Essinger Kader – Erman – zeigte im Derby eine gute Leistung. An seinem Geburtstag erzielte er seinen fünften Saisontreffer und war auch darüber hinaus ein Aktivposten, der bei seiner Gelben Karte wegen einer angeblichen Schwalbe im Gmünder Strafraum vielleicht auch etwas Pech hatte.
Gefährliche Standards
Vor allem mit der Anfangsphase war Köpf sehr zufrieden: „Die ersten 30 Minuten waren richtig gut. Wir hatten genügend Spielanteile und Standards, um das Spiel schon zu entscheiden.“ Einer der zahlreichen Eckbälle führte zwar nicht zum Torerfolg, dennoch war Köpf mit der Ausführung der ruhenden Bälle einverstanden: „Die Varianten waren alle brandgefährlich und haben gut geklappt, es hat dann einfach ein Tick zum Treffer gefehlt.“
Die Normannia wurde mit zunehmender Spieldauer etwas besser, während der TSV etwas nachließ. „Vielleicht haben wir uns etwas zu sehr darauf verlassen, dass wir es gut verteidigen“, so Köpf, der für manchen Zuschauer etwas überraschend als ersten Einwechselspieler auf Youngster Dominik Gebel setzte. Der 18-Jährige durfte rund eine halbe Stunde auf der rechten Seite wirbeln und hatte dabei einige vielversprechende Aktionen. „Ich hätte mir gewünscht, dass er in manchen Situationen noch etwas zielstrebiger in Richtung Tor zieht, aber grundsätzlich gibt er uns extremes Tempo und eine Unbekümmertheit, die uns sehr guttut“, so Köpf.
Türkspor gefährlich bei Kontern
Verzichten müssen die Essinger am Samstag auf Janik Wiedmann (Gelb-Rot-Sperre), Alex Paul, Julian Biebl, Yusuf Coban sowie Daniel Schelhorn. Fraglich ist zudem der Einsatz von Blend Etemi. Gegner Türkspor Neckarsulm ist nach schwierigem Saisonstart sehr gut in der Oberliga angekommen und rangiert momentan mit 25 Punkten sieben Zähler hinter dem TSV. Köpf sagt über den Aufsteiger: „Sie ändern gern auch mal ihre Ausrichtung. Wir müssen gut mit dem Ball umgehen. Ballverluste in unseren ersten zwei Dritteln sollten wir möglichst vermeiden, weil sie dann sehr gut umschalten können.“