
Der große Coup im Ostalb-Derby hallt noch nach. Doch der TSV Essingen hat in der Oberliga mit dem SV Oberachern bereits das nächste Topspiel vor der Brust. Der Tabellenfünfte gibt am Sonntag ab 14 Uhr seine Visitenkarte in der Carento-Arena ab.
Es war ein großer Sieg für alle Beteiligten am vergangenen Samstag in der Aalener Centus-Arena: Mit 3:2 behielt der TSV Essingen gegen den großen Nachbarn die Oberhand. Ein Erfolg, der in den Tagen danach noch an vielen Orten Gesprächsthema war: „Man wurde überall darauf angesprochen. Das hat viele Leute beschäftigt. Wir sind stolz, es endlich mal geschafft zu haben, Aalen in einem Ligaspiel zu besiegen“, so Essingens Trainer Simon Köpf, der unter anderem mit seiner Startaufstellung ein goldenes Händchen bewies.
Etwas überraschend agierte etwa Besnik Koci im zentralen Mittelfeld, um laut Köpf unter anderem für Torgefahr aus der zweiten Reihe zu sorgen. Dass Koci bereits nach 18 Sekunden den Ball aus knapp 20 Metern herrlich zum Führungstreffer in den Winkel setzte, hatte aber auch der Trainer nicht auf der Rechnung: „Dass es dann so kommt, war natürlich Zufall.“
Pfänder überzeugt nach Einwechslung
Mit Jannik Pfänder musste ein normalerweise gesetzter Spieler für die taktische Maßnahme zunächst auf der Bank Platz nehmen. Nach 28 Minuten war Pfänder dann aber bereits wieder gefordert, nachdem Kapitän Janik Wiedmann mit einer Muskelverletzung ausgewechselt werden musste. „Pfanne hat ein richtig gutes Spiel gemacht, uns in allen Richtungen enorm geholfen. Er hat viele wichtige Zweikämpfe gewonnen und zudem den Elfmeter eingeleitet durch sein Solo.“
Ob Pfänder am Sonntag gegen Oberachern auflaufen kann, ist aufgrund einer Zehenverletzung fraglich. Neben Wiedmann wird auch Daniel Schelhorn noch nicht wieder mitwirken können. Der zentrale Mittelfeldspieler hat zwar leicht mittrainiert, aber ein Comeback lässt noch auf sich warten. Zudem ist Leon Leuze nach seiner Gelb-Roten Karte aus dem Derby gesperrt.
Oberachern mit einer starken Saison
Das Spiel gegen den SV Oberachern ist das Duell Dritter gegen Fünfter. Die Gäste spielen eine ähnlich starke Saison wie der TSV Essingen und haben einen Punkt weniger eingefahren. Die bisherigen direkten Duelle waren allesamt enge Spiele. Beide Teams konnten jeweils einmal gewinnen, dreimal gab es ein Unentschieden. So auch beim 2:2 in der Hinrunde in Oberachern, als Daniel Bux und Blend Etemi mit zwei späten Treffern noch einen Punkt klarmachten.
Wobei Köpf beim Blick auf diese Partie das Remis eher als enttäuschend in Erinnerung hat: „Wir hatten brutal viele Chancen und hätten eigentlich gewinnen müssen.“
Oberachern spielt bereits die elfte Saison in Folge in der Oberliga. Im fünften Jahr als Cheftrainer agiert Fabian Himmel, dem Köpf einen „Riesenjob“ attestiert. „Sie schaffen es jedes Jahr aufs Neue, eine Top-Mannschaft zusammenzustellen. Das ist eine homogene Mannschaft, die richtig guten Fußball spielt. Zudem haben sie mit Marin Stefotic einen Ausnahmestürmer in ihren Reihen.“
Köpf wünscht sich einen disziplinierten Auftritt seiner Mannschaft und warnt unter anderem vor dem Tempo auf den Außenbahnen. „Im Hinspiel haben wir gezeigt, dass wir das Spiel auch machen können. Das möchten wir wieder unter Beweis stellen“, so der Essinger Coach, der mit seiner Mannschaft mit einem Sieg Platz drei erst einmal behaupten könnte.