
Der TSV Essingen ist weiter in Topform und könnte mit einem Heimsieg gegen die TSG Backnang ein internes Saisonziel in der Oberliga erreichen – doch personell gibt es einige Fragezeichen.
Mal wieder schlug der TSV Essingen kurz vor Schluss zu: Der 2:2-Ausgleich in Mannheim in der 94. Minute war ein erneuter Beweis dafür, dass der TSV in dieser Saison immer wieder zurückkommen kann. Bis dahin begegneten sich die beiden Teams über weite Strecken auf Augenhöhe. „Wir haben erneut bewiesen, dass wir mit den besten Mannschaften der Liga mithalten können“, so Essingens Trainer Simon Köpf.
Ein Sieg noch
Mit einem Sieg am Samstag gegen die TSG Backnang könnte der TSV Essingen sein Punktekonto auf 49 erhöhen und damit die Ausbeute aus dem Vorjahr (48) übertreffen. „Das ist für uns ein Ziel und es ist schön, dass wir das jetzt schon erreichen könnten“, so Köpf, der allerdings mit einigen personellen Fragezeichen im Vorfeld der Partie zu kämpfen hat.
Ausfallen werden Blend Etemi, Daniel Schelhorn und Janik Wiedmann. Fraglich sind die Einsätze von Lennart Ruther und Niklas Groiß. Patrick Funk ist dagegen wieder mit an Bord. Gegen Mannheim ersetzte Julian Biebl den fehlenden Funk und machte seine Sache gut. „Jule ist gut drauf und immer eine Option. Es ist natürlich nicht leicht, in die Mannschaft zu kommen, wenn es gut läuft“, so Köpf über den dienstältesten Spieler im Essinger Kader.
Ähnliches gilt für Alessandro Abruscia, der nach einer hartnäckigen Verletzung inzwischen wieder fit ist, bislang aber nur zu Kurzeinsätzen kommt.
Viele lange Bälle
Der kommende Gegner aus Backnang befindet sich mitten im Abstiegskampf. In der Vorwoche landete die Mannschaft von Trainer Mario Marinic einen wichtigen 3:2-Heimsieg gegen Oberachern. Seit drei Oberligaspielen ist Backnang ungeschlagen und verlor nur eines der vergangenen sechs Ligaspiele.
Köpf sagt über die TSG: „Sie haben ihre Spielweise etwas umgestellt. Sie stehen tiefer, spielen häufiger lange Bälle und setzen auf ihr Tempo über die Außenbahnen.“ Für seine Mannschaft gilt es, bereit zu sein für den Kampf um die zweiten Bälle und zudem der Partie wieder selbst den fußballerischen Stempel aufzudrücken. „Wir haben zuletzt auch spielerisch gute Leistungen gezeigt. Daran wollen wir anknüpfen“, so Köpf.
Durch die Nöttinger Niederlage im Nachholspiel gegen Aalen ist der TSV Essingen nun auch in der bereinigten Tabelle auf Platz drei und könnte diesen mit einem Heimsieg weiter festigen.