2026-04-29T13:32:52.058Z

Allgemeines

TSV Eller sendet Meisterschafts-Signal mit Torfestival

Die TSV Eller 04 hat im Titelkampf der Bezirksliga ein eindrucksvolles Ausrufezeichen gesetzt. Mit einem souveränen 7:1-Erfolg beim SV Uedesheim demonstrierte das Team von Kerim Kara seine offensive Qualität. Eller bleibt voll im Rennen.

von Marcus Giesenfeld · Gestern, 23:00 Uhr · 0 Leser
Eller behauptete sich gegen den SV Uedesheim.
Eller behauptete sich gegen den SV Uedesheim. – Foto: Christian Haas

Wenn sie ihre Pferdestärken auf die Straße bekommt, dann ist die TSV Eller 04 in Gruppe 1 der Bezirksliga vermutlich die Mannschaft mit dem größten Potenzial. Das stellte die Elf von Kerim Kara auch am Sonntag unter Beweis. Beim SV Uedesheim ließ der Tabellenzweite überhaupt nichts anbrennen, gewann standesgemäß mit 7:1 und sitzt dem Tabellenführer MSV Düsseldorf damit im Aufstiegsrennen weiter dicht im Nacken.

Eller zog die richtigen Schlüsse

Dass sich der benachbarte Ligaprimus parallel bei Schlusslicht TSV Meerbusch II „nur“ zu einem 3:1-Erfolg mühte, dürfte man an der Vennhauser Allee nüchtern zur Kenntnis genommen haben. Schließlich weiß man bei der TSV nur zu genau, welche Tücken gerade diese vermeintlichen Pflichtaufgaben haben können. Gerade gegen Teams aus der unteren Tabellenhälfte hatte sich Eller in dieser Saison so manchen Ausrutscher erlaubt, darunter vor wenigen Wochen ein 5:5 nach 5:1-Führung gegen den TV Kalkum-Wittlaer.

Die Partie gegen Wittlaers Tabellennachbarn Uedesheim hatte somit Stolperpotenzial. Doch diesmal gaben sich die Mannen um Kapitän Adnan Hotic keine Blöße. „Die Jungs haben ihre Lektion, glaube ich, gelernt. Sie haben gesehen, dass sie in solchen Partien die Meisterschaft verspielen können. Deshalb sind sie jetzt mit einer ganz anderen Spannung und Konzentration in das Spiel gegangen“, meinte Ellers Trainer nach der Partie.

Neben der richtigen Einstellung kam den Gästen allerdings auch noch die Entscheidung des Gegners zugute, die Begegnung auf dem eigenen Naturrasen auszutragen. „Das hat uns auf jeden Fall in die Karten gespielt“, meinte Kara. Auf diesem Untergrund konnte Eller die fußballerische Überlegenheit noch besser zur Geltung bringen.

Insbesondere die Offensiv-Asse der TSV fühlten sich auf echtem Grün pudelwohl. Dennis Ordelheide (6.) und Anas El-Rifai (9.) machten mit den Platzherren früh kurzen Prozess. Und anders als beispielsweise gegen Wittlaer nahm Eller auch mit der komfortablen Führung im Rücken nicht den Fuß vom Gas.

„Wir haben das Spiel von Anfang bis Ende dominiert und auch in dieser Höhe verdient gewonnen“, resümierte Kara. Sein Team zeigte sich in Uedesheim nicht nur eiskalt im Abschluss, sondern auch überaus variabel. Egal ob aus dem Spiel heraus oder nach ruhenden Bällen – Brian Oldenburg traf nach Ecke per Kopf, „Edeljoker“ Nico Stracke per Freistoß – Eller strahlte in jeder Hinsicht Torgefahr aus.

Topspiel mit MSV Düsseldorf steht noch an

Fakt ist: In dieser Verfassung ist Eller Topkandidat auf die Meisterschaft. Mit Meerbusch II (18. Platz), Bayer Dormagen (7.) und SV Hösel (12.) warten im Saisonschlussspurt noch drei Konkurrenten, die der Kara-Elf im Normalfall nicht das Wasser reichen können, sofern sie die Konsequenz an den Tag legt wie am Sonntag. Und dann wäre da ja noch der Showdown am vorletzten Spieltag gegen den Ortsrivalen MSV Düsseldorf.

Der MSV wird momentan zwar noch mit drei Punkten vor Eller auf Rang eins geführt. Mit eingerechnet sind da aber noch die MSV-Siege über 1.FC Grevenbroich-Süd und VdS Nievenheim, die jedoch noch aus der Wertung genommen werden sollen. Während sich Grevenbroich-Süd mit dem Vorschlag des Bezirkssportgerichts, die Partie neu anzusetzen, offenbar einverstanden zeigte, geht Nievenheim nach Informationen unserer Redaktion in die Berufung. In diesem Fall muss sich nun ein Verbandssportgericht mit der Angelegenheit befassen. In Eller verfolgt man den Sachverhalt zwar mit Interesse, will sich davon aber nicht beeinflussen lassen.

„Unser Ziel ist es, die verbleibenden vier Saisonspiele alle zu gewinnen“, betont Kerim Kara.