
In der Bezirksliga liefert sich die TSV Eller 04 noch ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem Ortsrivalen MSV Düsseldorf um den vierten Tabellenplatz. Für die Elf von Kerim Kara wäre Rang vier in der Endabrechnung sicher kein schlechtes Ergebnis, zumal mit Marcel Ewertz und Anas El-Rifai vor der Saison zwei Schlüsselspieler ersetzt werden mussten. Aber wer die Verantwortlichen an der Vennhauser Allee kennt, weiß, dass diese nach noch Höherem streben. Und deshalb wird es in Eller auch in diesem Jahr wieder eine etwas höhere Fluktuation im Kader geben.
Von insgesamt zehn Kickern wird sich Kerim Kara nach dem letzten Saisonspiel verabschieden. Im Gegenzug zogen er und der neue sportliche Leiter Vedat Atalay bereits vier Neuzugänge an Land. Mindestens weitere vier Verstärkungen werden in den kommenden Tagen folgen. Das Gute aus Sicht der TSV ist, dass alle Leistungsträger gehalten werden konnten.
Mit Torhüter Burak Köktürk (SSV Erkrath), Kazumu Tashiro, Yuto Matsuda, Sahin Irevül, Minseo Cho, Clinton Owusu und dem erst in der Winterpause vom BV 04 geholten Oumar Bah (alle Ziel unbekannt) gehen Spieler von Bord, die in dieser Saison nicht zum unumstrittenen Stammpersonal zählten. Auch um Gaku Adachihara war es zuletzt still geworden, denn der Japaner verabschiedete sich schon zu Jahresbeginn wieder in die Heimat. Bleiben noch Yavuz Erdogan und Osei Appiah (FC Bosporus), die zumindest regelmäßiger Startelf-Mandate von Kerim Kara erteilt bekamen.
Von den Neuen erwartet sich Ellers Trainer im Gegenzug mehr Druck auf die arrivierten Kräfte, um den Kader insgesamt noch schlagkräftiger zu machen. Insbesondere Yoshiki Urata sollte diese Anforderung erfüllen können. Der japanische Abwehrspieler kommt von Atalays Ex-Verein DV Solingen und bringt von dort reichlich Landesliga-Erfahrung mit. Ebenfalls für die Defensive vorgesehen ist Jan-Eric Heydn. Der 23-Jährige sucht nach dem Abstieg mit dem TuS Gerresheim eine neue Herausforderung in der Liga. In Gerresheim zählte der Abwehrspieler zu den Stützen, wenn er fit war.
Eine Etage höher geht es ab Sommer für Flügelflitzer Idriss Amadou Peki, der den Sprung zurück in die Bezirksliga wagt. Beim A-Kreisligisten VfL Benrath zählte der 26-Jährige in den letzten Spielzeiten zu den Unterschiedsspielern. Dass der Offensivmann in der Lage ist, auch über die Kreisliga hinaus Akzente zu setzen, bewies er in der vorletzten Saison im Niederrheinpokal. Sowohl beim Erstrundenerfolg über den damals gerade aus der Oberliga abgestiegenen SC West als auch beim Zweitrunden-Aus gegen den Regionalligisten Wuppertaler SV zählte Peki auf Seiten des VfL Benrath jeweils zu den Aktivposten.
Eine größere Rolle möchte künftig auch Ioannis Latrovalis in Eller einnehmen. Der im vergangenen Sommer vollzogene Wechsel vom Bezirksliga-Konkurrenten DSC 99 zum Landesligisten Turu Düsseldorf zahlte sich für den Torhüter nicht aus. Denn an der Feuerbachstraße stand der 22-Jährige bislang klar im Schatten der etatmäßigen Nummer eins Marius Delker und von dessen Stellvertreter Daniel Schäfer. Nachdem er zuvor auch schon beim DSC ins Hintertreffen geraten war, hofft Latrovalis nun wieder auf mehr Einsätze.
Abgeschlossen sind die Transferaktivitäten in Eller damit aber noch nicht. „Wir haben noch jeweils zwei Spieler für Abwehr und Angriff verpflichtet. Da es für die Jungs mit ihren aktuellen Klubs aber noch um etwas geht, werden wir die Namen erst später bekannt geben“, so Kerim Kara.