
Die Landesliga-Fußballer des TSV Eintracht Karlsfeld haben gegen den Aufstiegsanwärter Hallbergmoos 3:1 gewonnen und damit drei nicht unbedingt erwartete Punkte eingefahren.
Sich nur nicht zu sicher fühlen, bis zum Schlusspfiff konzentriert bleiben – das beherzigten die Landesliga-Fußballer von Eintracht Karlsfeld dieses Mal. Erst, als Jakov Miskic gegen den VfB Hallbergmoos in der Nachspielzeit den 3:1-Endstand erzielte, jubelten die abstiegsbedrohten Karlsfelder ausgelassen. Freude und Erleichterung waren groß am Samstag – auch, weil der Sieg gegen das Spitzenteam aus Hallbergmoos so nicht unbedingt zu erwarten gewesen war.
Karlsfeld ging nicht nur als Außenseiter, sondern auch geschwächt ins Duell: Mit Thomas Ettenberger, Fabian Schäffer, Peter Wuthe und Deniz Yilmaz fehlten vier wichtige Spieler. „Die Vorzeichen standen nicht gut”, gab Trainer Florian Beutlhauser zu.
Der späte 1:1-Ausgleich vor einer Woche gegen Dornach hatte die Eintracht außerdem unter Druck gesetzt. Doch nach dem Anstoß zeigte die Mannschaft des Trainerduos Beutlhauser/Florian Hönisch schnell, dass sie dem Aufstiegskandidaten mindestens ebenbürtig sein kann.
Die Karlsfelder überließen dem Gegner den Ball und verteidigten konsequent. Hallbergmoos hatte wenig Raum für sein Spiel. „Die Jungs haben unseren Plan sehr gut umgesetzt”, lobte Beutlhauser.
Die Belohnung war das 1:0 in der 16. Minute: Nach einer sehenswerten Seitenverlagerung von Lorent Ismajli traf Florian Schrattenecker. Kurz darauf zeigten die Gäste jedoch, weshalb sie in der Tabelle weit oben stehen. Florian Schmuckermeier erzielte mit einem Traumtor von der Strafraumgrenze den 1:1-Ausgleich (18.).
Anstatt in Schockstarre zu verfallen, berappelten sich die Karlsfelder allerdings schnell. In der Folge ließen sie wenig zu – und wenn Hallbergmoos zum Abschluss kam, war spätestens bei Torhüter Fabio Di Salvo Endstation. Auch nach dem Seitenwechsel fand Hallbergmoos kaum ein Mittel gegen die auf Konter lauernden Karlsfelder.
„Wir haben in der Pause viel über Konter gesprochen”, so Beutlhauser. Und fügte an: „Vor allem Jonas Kuhn haben wir ermutigt, einfach abzuziehen.”
Der schnelle Offensivmann beherzigte dies: Nachdem ihm Schrattenecker den Ball schön in den Lauf gespielt hatte, traf Kuhn wuchtig unter die Latte (67.). Mit der Führung im Rücken hielten die Karlsfelder an ihrem Plan fest. Nach einer Standardsituation der Gäste wurde es einmal gefährlich, sonst hielten sich die Hallbergmooser Chancen in Grenzen.
Dann brach die Nachspielzeit an. Gegen Dornach fiel in dieser Phase der Ausgleich – und die Eintracht war der große Verlierer im Tabellenkeller gewesen. Dieses Mal sollte es anders kommen: Miskic traf per Kopf zum 3:1 und sorgte für großen Jubel.