
Der Gäubote-Cup in Herrenberg hat am heutigen Montag einen Abschlusstag erlebt, der dem traditionsreichen Hallenturnier gerecht wurde. Nach intensiven Vorrunden und einer hochklassigen Zwischenrunde verdichtete sich das Geschehen in den K.-o.-Spielen zu reiner Zuspitzung. Zwölf Minuten Spielzeit, Seitenbande und kaum Pausen ließen keinen Raum für taktisches Abtasten. Am Ende setzte sich der TSV Ehningen im Finale mit 2:1 gegen die SGM Altingen/Entringen durch und sicherte sich den Turniersieg. Der Weg dorthin war geprägt von engen Gruppen, dramatischen Viertelfinals und klaren Zeichen in den Halbfinals.
Ein Abschlusstag ohne Sicherheitsnetz
Der letzte Turniertag begann mit den Zwischenrundengruppen E bis H. Jeweils drei Teams kämpften um den Einzug ins Viertelfinale. Der Modus war brutal einfach: Zwei Spiele, kein Spielraum für Ausrutscher. Wer nicht sofort präsent war, musste das Turnier früh verlassen. Diese Konstellation verlieh bereits der Gruppenphase Endspielcharakter.
Gruppe E: Altingen/Entringen setzt früh ein Ausrufezeichen
In Gruppe E ließ die SGM Altingen/Entringen keinen Zweifel aufkommen. Nach dem 3:0 gegen den SV Deckenpfronn folgte ein weiteres klares 3:1 gegen die Spvgg Aidlingen. Sechs Punkte und ein Torverhältnis von 6:1 bedeuteten Platz eins. Deckenpfronn sicherte sich mit dem 2:1 gegen Aidlingen Rang zwei, während Aidlingen ohne Punkt ausschied. Altingen/Entringen präsentierte sich stabil, strukturiert und effizient – Eigenschaften, die sich später noch als entscheidend erweisen sollten.
Gruppe F: Ehningen behauptet sich unter Druck
Die Gruppe F entwickelte sich ausgeglichener. Der TSV Ehningen startete mit einem 1:1 gegen den SV Nufringen, setzte sich anschließend aber deutlich mit 5:1 gegen den VfL Herrenberg durch. Damit kam Ehningen auf vier Punkte und Platz eins. Nufringen folgte mit ebenfalls vier Punkten nach dem 3:0 gegen Herrenberg. Herrenberg blieb punktlos. Die Gruppe zeigte früh, dass Ehningen auch enge Situationen kontrollieren kann.
Gruppe G: Nagold bestätigt seine Rolle
Der VfL Nagold bestätigte in Gruppe G die Eindrücke der Vortage. Nach dem 2:2 gegen die Sportfreunde Gechingen folgte ein klares 5:0 gegen den VfL Oberjettingen. Vier Punkte reichten für Platz eins, Gechingen zog mit ebenfalls vier Punkten dank des 1:0 gegen Oberjettingen als Zweiter weiter. Oberjettingen blieb ohne Zähler. Nagold blieb souverän, ohne seine Grenze ausreizen zu müssen.
Gruppe H: Dreikampf ohne Trennung
In Gruppe H herrschte maximale Enge. Der TV Darmsheim, der Türkische SV Herrenberg und der FC Unterjettingen kamen jeweils auf drei Punkte. Darmsheim setzte sich durch das bessere Torverhältnis an die Spitze, gefolgt vom Türkischen SV Herrenberg. Unterjettingen schied trotz eines 2:1 gegen den Türkischen SV aus. Die Gruppe verdeutlichte, wie klein die Abstände in dieser Turnierphase waren.
Viertelfinals: Nerven, Neunmeter, klare Kanten
Die K.-o.-Phase begann mit hohem Puls. Altingen/Entringen setzte sich nach einem 6:5 im Neunmeterschießen gegen den SV Nufringen durch. Der VfL Nagold gewann 2:1 gegen den Türkischen SV Herrenberg. Der TSV Ehningen behauptete sich mit 3:2 gegen den SV Deckenpfronn, während die Sportfreunde Gechingen den TV Darmsheim mit 3:2 ausschalteten. Vier Spiele, vier unterschiedliche Geschichten – doch alle mit derselben Konsequenz.
Halbfinals: Ehningen und Altingen bleiben stabil
Im ersten Halbfinale setzte sich die SGM Altingen/Entringen mit 4:3 gegen den VfL Nagold durch. Das Spiel war offen, intensiv und von schnellen Umschaltmomenten geprägt. Ehningen ließ im zweiten Halbfinale nichts anbrennen und gewann 2:0 gegen die Sportfreunde Gechingen. Beide Finalisten bestätigten damit ihre Stabilität über den gesamten Turniertag hinweg.
Spiel um Platz drei: Nagold bleibt oben
Im kleinen Finale setzte sich der VfL Nagold erneut mit 2:0 gegen die Sportfreunde Gechingen durch. Damit schloss Nagold ein starkes Turnier mit Platz drei ab und bestätigte seine konstante Präsenz über alle Turniertage hinweg.
Finale: Ehningen nutzt den Moment
Das Finale zwischen dem TSV Ehningen und der SGM Altingen/Entringen hielt, was der Turnierverlauf versprach. Beide Teams agierten auf Augenhöhe, die Intensität war hoch, Fehler hatten sofort Gewicht. Ehningen behielt in den entscheidenden Szenen die Ruhe und gewann mit 2:1. Ein knapper Erfolg nach einem langen Turnierweg.
Ein Gäubote-Cup mit klarer Handschrift
Der Gäubote-Cup 2025 hat gezeigt, warum dieses Turnier einen festen Platz im Hallenwinter hat. Seitenbande, kurze Spielzeit und ein dichter Modus erzeugten durchgehend Tempo und Dramatik. Mit dem TSV Ehningen steht ein Sieger fest, der Konstanz, Nervenstärke und Effizienz vereinte. Altingen/Entringen, Nagold und Gechingen prägten das Turnier ebenso – und sorgten dafür, dass der Abschlusstag nicht nur eine Entscheidung brachte, sondern ein sportliches Ausrufezeichen.