
Es bleibt bei den alten Schwächen: Im Gastspiel beim FC 1927 Oberau fanden die Bezirksoberliga-Fußballerinnen des TSV Eching zum wiederholten Mal in dieser Saison nicht in die Partie und mussten selbst nach einem laut Trainer Marvin Frehe „kuriosen“ Ausgleichstreffer ohne Zähler abreisen. Letztlich durfte die Heimelf einen 2:1 (1:0)-Sieg bejubeln.
Dabei war der FC Oberau in spielerischer Hinsicht nicht unbedingt die überlegene Mannschaft. Vielmehr profitierten die Gastgeberinnen vom hektischen Auftreten der Zebras, die daher weniger Spielanteile vorzuweisen hatten. Mit Blick auf die klaren Torchancen mischte das Echinger Team jedoch gut mit: Nach einem Steckpass scheiterte Isabell Gmelch erst im Eins-gegen-eins und verfehlte später mit einer Hereingabe ebenfalls knapp die mitgelaufene Melissa Fladung. Schlussendlich habe man Oberau nach einer unnötigen Ecke aber regelrecht zum Führungstreffer „eingeladen“, sagte Frehe. Michaela Schrenker musste gegen die zu passiven Echingerinnen den Ball nur noch zum 1:0 einschieben (25.).
Erst nach der Halbzeitpause kam durch die Einwechslung von Sandra Mederl frischer Wind auf. „Da war der Gegner plötzlich am Schwimmen“, betonte Frehe, für den der Ausgleich dennoch überraschend fiel. Immerhin sei dem Ganzen eine kuriose Situation vorausgegangen. So berichtete er von einem Rückpass zur Oberauer Torhüterin, die den Ball unter Bedrängnis in die Hand nahm. Daraufhin entschied der Unparteiische jedoch nicht auf einen indirekten Freistoß, sondern sprach dem TSV eine Ecke zu. „Und genau diese führte dann zum 1:1.“ Nach dem Treffer von Magdalena Merkl (55.) plätscherte das Match allerdings zusehends vor sich hin. So entstand das 2:1 – Rebecca Schelling staubte im Anschluss an einen Distanzschuss, der von der Latte abprallte, ab (60.) – nicht aus einem wirklichen Angriff.
Vermutlich hätte seine Elf deshalb einen Punkt verdient gehabt, mutmaßt Frehe. „Aber zum Fußball gehören halt zwei Halbzeiten.“ Umso wichtiger ist es für die abstiegsbedrohten Echingerinnen, im Heimderby am kommenden Sonntag (15 Uhr) gegen den drittplatzierten FC Langengeisling von Beginn an präsent zu sein. Er ist sich sicher: „Wenn meine Mädels so spielen wie in der zweiten Hälfte, ist auch dort was möglich.“