
Der TSV Ebersberg tat sich schwer mit der Härte des Gegners. In Unterzahl retteten die Eber einen Punkt über die Zeit.
Michael Hieber hatte vor dem Gastspiel beim SV Saaldorf prognostiziert, dass es ein hartes Spiel für den TSV Ebersberg werden würde, das mit den zurückliegenden Begegnungen auf Kunstrasen gar nichts zu tun haben würde. Jeder, der sich in Saaldorf schon einmal auf dem Nebenplatz warmmachen musste, würde diese These unterschreiben. So kam es zunächst, wie es kommen musste: „Wir haben uns schwergetan, mit der körperlichen Härte und der Robustheit des Gegners umzugehen. Der Schiedsrichter hat sehr viel laufen lassen, wodurch sie es immer wieder geschafft haben, unseren Rhythmus zu brechen“, analysierte der Eber-Coach. „Wir sind gar nicht richtig ins Spiel gekommen.“
Aus dieser Nicht-Teilnahme resultierte die frühe Führung für die Gastgeber, als Maximilian Huber einen Abstimmungsfehler der Ebersberger zwischen Torwart und Innenverteidiger nutzte (18.). Wie erwartet, suchte der SV Saaldorf sein Heil in weiten Bällen und Standardsituationen – angesichts des Saisonverlaufs sind beides probate Mittel, um dem TSV Ebersberg Probleme zu bereiten. Kurioserweise erzielten jedoch die Gäste das einzige Standardtor des Tages: Kurz vor der Halbzeit rutschte ein Freistoß von Maximilian Volk vorbei an Freund und Feind ins lange Eck (41.).
„Nach der Pause konnten wir mit der Härte besser umgehen“, resümierte Hieber, der sah, dass seine Mannschaft sogar selbst einen Wirkungstreffer landete und durch Nikita Posmashnyi in der 51. Minute mit 2:1 in Führung ging. „In meinen Augen müssen wir einen glasklaren Elfmeter bekommen“, haderte Hieber auch diese Woche mit dem Unparteiischen. „So hätten wir zumindest die Chance auf das 3:1 gehabt.“
Diese Gelegenheit war mit dem 2:2 (69.) durch Robert Deyl endgültig passé. Ein abgewehrter Ball fiel Deyl vor die Füße und dessen abgefälschter Schuss fand unhaltbar für Marinus Pohl seinen Weg ins Tor. Zuvor hatte es nach einem Zusammenstoß eine lange Verletzungsunterbrechung gegeben, die dem Ebersberger Vorwärtsdrang den Schwung nahm.
Die Schlussphase inklusive der elfminütigen Nachspielzeit bestritt Ebersberg nach einer gelb-roten Karte für Moritz Eglseder in Unterzahl (84.). „Am Ende war es eine Wahnsinnsleistung meiner Jungs“, lobte TSV-Coach Hieber. „Mit 2:2 bleibt alles offen und eng beieinander.“