Dieses Foul von Samuel Kaltenhauser (l.) führt zur Roten Karte – und zum Elfmeter für Brunnthal bei der 0:3-Heimniederlage des Kirchheimer SC.
Dieses Foul von Samuel Kaltenhauser (l.) führt zur Roten Karte – und zum Elfmeter für Brunnthal bei der 0:3-Heimniederlage des Kirchheimer SC. – Foto: Dieter Michalek

Selbstvertrauen beim Kirchheimer SC am absoluten Nullpunkt

Schlusslicht kassiert beim 0:3 gegen den TSV Brunnthal zwei Platzverweise

Nächster Frust-Tag für den Kirchheimer SC: Das Schlusslicht verliert sein Landesliga-Heimspiel gegen Brunnthal - und zwei Spieler durch Platzverweise.

Kirchheim – Der Fußball-Albtraum von Kirchheim nimmt kein Ende. Mit dem 0:3 (0:2) gegen den TSV Brunnthal hatte der Landesliga-Letzte wieder einen Frust-Tag, und diesmal wurde der Kirchheimer SC von einem alles andere als übermächtigen Gegner abgewatscht.

Bei den Kirchheimern kommt derzeit alles zusammen. Neben Urlaubern und Verletzten hat der noch spielbereite Rest nun ein Selbstvertrauen am absoluten Nullpunkt. Punkt vier sind die Roten Karten, mit denen sich der letzte sein schweres Leben noch viel schwerer macht.

Zuvor in Unterföhring war es beim historischen 1:10 mit einer Roten Karte böse dahingegangen. Und diesmal ging schon in Minute elf alles den Bach runter. Samuel Kaltenhauser vertändelte als letzter Mann den Ball und riss seinen Gegner um. Das bedeutet laut Regelwerk Rot plus Elfmeter. Hätte er mit dem Fuß gefoult, wären es wohl Gelb und Elfmeter gewesen. So aber lag man hinten und hatte Unterzahl.

Auch TSV Brunnthal für den Kirchheimer SC eine Nummer zu groß

Brunnthal war nicht der übermächtige Gegner, gegen den Kirchheim mit Zehn gegen Elf auch etwas reißen können. Das Heimteam ließ ein paar gute Chancen liegen. Die beste Möglichkeit hatte Manuel Bittlmayer, dessen Abschluss ein Brunnthaler gerade noch von der Linie kratzen konnte. Auch nach dem bitteren Start und dem 0:2 (33.) hätte etwas gehen können. In der 76. Minute kassierte Manuel Flohrs dann noch eine Ampelkarte, und ab da musste Brunnthal den Sieg nur noch verwalten.

„Dieser zweite Platzverweis war der Knackpunkt“, sagte später Trainer Steven Toy. Normalerweise ist Brunnthal ein machbarer Gegner, aber in der aktuellen Krise war auch dieser für Kirchheim eine Nummer zu groß. Deshalb sagt Toy, dass seine Mannschaft nur auf sich selbst schauen müsse. Nur wenn man endlich Platzverweise vermeidet und auch mal Großchancen verwertet, kann man die rote Laterne anderen Vereinen übergeben. Der Trainer weiß genau, dass der KSC mit dem 0:3 noch gut bedient war. Gegen absolute Spitzenmannschaften hätte das Heimspiel noch viel drastischer enden können.

Kirchheimer SC – TSV Brunnthal 0:3 (0:2).

KSC: Babic, Kaltenhauser, Zielke, Wils, Geier (46. Toy), Bittlmayer (46. Pfeiffer), Zabolotnyi (84. Furthmaier), Younan (46. Schmöller), Flohrs, Özdemir (67. Bindner), Jacobi.

Tore: 0:1 Klaß (111., Foulelfmeter), 0:2 Klaß (33.), 0:3 Betzler (90.+3).

Rote Karte: Kaltenhauser (11., Notbremse).

Gelb-Rote Karte: Flohrs (76., wiederholtes Foulspiel).

Schiedsrichter: Maximilian Baier (Regensburg).

Zuschauer: 100.

Aufrufe: 022.8.2021, 13:17 Uhr
Nico BauerAutor

Verlinkte Inhalte