Sebastian Thalhammer: Der 26-jährige Mittelfeldspieler will nach der Winterpause wieder aktiv eingreifen.
Sebastian Thalhammer: Der 26-jährige Mittelfeldspieler will nach der Winterpause wieder aktiv eingreifen. – Foto: michalek

SE Freising: Sebastian Thalhammer vor Rückkehr ins Training - Am Sonntag wartet Brunnthal

Zuletzt Ersatzkeeper

Der SE Freising muss in der Landesliga erneut auswärts ran, es geht zum Aufsteiger TSSV Brunnthal. Verzichten muss der SEF noch auf Sebastian Thalhammer.

Freising – Manchmal kommen die Dinge anders, als man sich das vorstellt, und manchmal muss man auch ungewöhnliche Wege gehen. Diese Erfahrung hat Sebastian Thalhammer, 26, in den letzten Wochen gemacht. Weil den Fußballern des SE Freising in der Vorbereitung auf die neue Saison nämlich sämtliche Torhüter abhanden gekommen waren – Patrick Negele, die gesetzte Nummer eins zwischen den Pfosten, war verletzt, und Ersatzmann Boris Hrvacanin musste zeitlich passen – fand sich Sebastian Thalhammer, eigentlich Freisings Fachmann fürs defensive Mittelfeld, irgendwann zwischen den Pfosten wieder.

Brunnthal
2:2
SE Freising

Weil er sich womöglich am langsamsten weggeduckt hatte, als Trainer Alex Plabst eine Notlösung für die Testspiele suchte, vor allem aber auch, weil der 26-Jährige vielleicht die nahe liegende Lösung war. Wegen eines Knorpelschadens im Knie war Thalhammer operiert worden, an einen Einsatz im gehobenen Amateurfußball jedoch noch nicht zu denken. „Ich bin aber recht gern bei der Mannschaft“, erklärt Sebastian Thalhammer in der Frühzeit der laufenden Saison und vor dem nächsten Auswärtsspiel beim TSV Brunnthal (So., 14 Uhr). Und deswegen stand es für den gebürtigen Freisinger außer Frage, als Ersatz-Ersatz-Torwart auszuhelfen. Drei Partien, immerhin, stand Thalhammer zwischen den Pfosten, kassierte gegen Eching, Deisenhofen und Moosinning lediglich vier Gegentreffer. „Es war eine gute Gelegenheit, mal wieder auf dem Rasen zu stehen“, erinnert sich der Eintracht-Mann an die Zeit Anfang Juli.

Sebastian Thalhammer nimmt auf der Ersatzbank Platz und wird auf dem Feld schmerzlich vermisst

Ein klein wenig muss der 26-Jährige, der 2018 vom BC Attaching aus der Kreisliga in die Savoyer Au gewechselt war und sofort zum Stammpersonal gehörte, aber schon schmunzeln. Denn nicht im Traum hätte er sich bisher ausmalen können, mal als Keeper aufs Feld zu laufen. Weil das lädierte Knie, das mittlerweile aber ausgeheilt ist und demnächst wieder ein leichtes Training zulassen wird, noch sein Veto für den Einsatz auf dem Feld einlegt, war das die einzige Möglichkeit, ein wenig zumindest mitzuwirken. Und, auch da muss Thalhammer lachen, hinterher sei Trainer Alex Plabst recht zufrieden gewesen mit seinem Aushilfs-Torsteher. Viel habe er zwar nicht aufs Tor bekommen in den drei Partien, „trotzdem war’s eine neue Erfahrung, ich hab schon dazu gelernt, was ein Torwart leisten muss, beim Mitspielen und Bälle richtig einzuschätzen.“

Trotzdem: Auf Dauer wäre das aber nichts für Freisings robusten Mittelfeldstrategen, der den Gelb-Schwarzen aktuell arg fehlt im zentralen Mittelfeld. Youngster Felix Fischer gibt zwar einen guten Stellvertreter, Thalhammers Ruhe am Ball, seine Übersicht in der Spieleröffnung und die Erfahrung hätten vor allem bei den beiden Niederlagen zum Auftakt gutgetan. Umso erfreulicher ist, dass sich Thalhammer irgendwann wieder zurückmelden könnte. So klar war das nämlich nicht nach dem bösen Knorpelschaden im Knie, der den Freisinger beinahe zwei Jahre ausgebremst hat. Es stand zur Debatte, ob er überhaupt wider auf gehobenem Amateurniveau mitkicken würde können. „Äußerlich sieht’s aber bereits gut aus“, gibt der 26-Jährige einen Einblick in seine Krankenakte, „in absehbarer Zeit kann ich wieder ins Training einsteigen.“

Spätestens nach der Winterpause sollen erste Pflichtspiele wieder möglich sein, „alles andere“, so Thalhammer, „ist Bonus“. Bis dahin wird der 26-Jährige da aushelfen, wo er gebraucht wird. Wie etwa beim 3:0 zu Hause gegen Unterföhring, als kein Ersatzkeeper zur Verfügung stand und Thalhammer im grellgrünen Torwarttrikot auf der Bank saß. „Ein bisserl“, erinnert er sich, „hab ich schon gehofft, dass sich der Patrick Negele nicht verletzt.“

Aufrufe: 014.8.2021, 05:24 Uhr
Matthias SpanradAutor

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