2026-01-20T07:14:11.657Z

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Markus Hauptkorn (im Bild) hat beim TSV Bleidenstadt Wurzeln geschlagen.
Markus Hauptkorn (im Bild) hat beim TSV Bleidenstadt Wurzeln geschlagen. – Foto: Peter Henrich - Archiv

TSV Bleidenstadt: Hauptkorn setzt Akzente

Der neue Trainer des TSV Bleidenstadt steht in der Gruppenliga aber auch vor großen Aufgaben

Taunusstein. Drei Wochen ist Markus Hauptkorn erst im Amt – und doch hat der neue Trainer des Gruppenligisten TSV Bleidenstadt bereits erste Akzente gesetzt. Nach zwei Niederlagen zum Einstand gelang dem 34-Jährigen am vergangenen Sonntag beim 4:3-Heimsieg gegen Alemannia Nied der erste Dreier. „Ich versuche, hier zu helfen. Man hat’s am Sonntag mit dem Sieg gesehen, dass es gefruchtet hat“, sagt Hauptkorn.

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Der B+-Lizenz-Inhaber arbeitete zuvor im Nachwuchsbereich des 1. FC-TSG Königstein (A-Jugend-Hessenliga, U15-Regionalliga), war zeitweise auch bei der ersten Mannschaft aktiv. In Bleidenstadt geht der 34-Jährige nun in seine 17. Trainersaison – und steht vor der Aufgabe, Stabilität in eine Mannschaft zu bringen, die in den vergangenen Wochen einige Rückschläge hinnehmen musste. „Menschlich sehr angenehm, sportlich aufgrund von einigen Verletzungen und Kranken extrem schwierig“, beschreibt Hauptkorn seine ersten Tage beim TSV. Umso wichtiger war der Sieg gegen Nied, der dem Aufsteiger neues Selbstvertrauen geben dürfte.

Hauptkorn sagte noch am selben Tag des Gesprächs zu

Der Weg des neuen Trainers zum TSV war kein langer Auswahlprozess. Nachdem sein Vorgänger Michael Drogi nach der 0:7-Pleite in Unterliederbach zurückgetreten war, suchte man einen Nachfolger. Hauptkorn besuchte das folgende Heimspiel gegen Diedenbergen, um sich ein Bild zu machen. „Da habe ich nicht so sehr auf die sportliche Perspektive geschaut, sondern auf die charakterliche Einstellung“, erzählt er. „Ich habe mich im ersten Gespräch direkt so wohlgefühlt, dass ich noch am gleichen Tag zugesagt habe, was ich in dieser Art noch nie gemacht habe.“

Das Zwischenmenschliche war für Hauptkorn entscheidend

Den TSV Bleidenstadt, so Hauptkorn, nehme er als „sehr familiären, entspannten Verein“ wahr, „der weiß, wo er hingehört, und sehr bodenständig ist“. Besonders das Zwischenmenschliche war für ihn entscheidend: „Ich bin jetzt 16 Jahre Trainer, habe mit 18 angefangen. Daher war mir in der aktuellen Phase wichtig, dass es menschlich passt. Natürlich habe ich auch geschaut, ob ich aus dem Talent, das da ist, eine sportliche Vorstellung kreieren kann.“

An dieser arbeitet Hauptkorn seit seiner Ankunft intensiv. „Das Wichtigste für mich war, dass alle Spieler den gleichen Gedanken haben, um einer klaren Spielidee zu folgen“, betont er. Kommunikation und der enge Kontakt zu den Spielern spielen dabei eine zentrale Rolle. Die Mannschaft „mental, körperlich und fußballerisch“ zu stabilisieren, um in der Winterpause gezielt an Inhalten arbeiten zu können – das ist Hauptkorns Ziel.

Mit Blick auf das weitere Programm trifft der TSV bis zur Winterpause auf direkte Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt. Mit der Spvgg. Eltville und dem SV Wallrabenstein stehen gleich zwei weitere Rheingau-Taunus-Clubs derzeit auf einem Abstiegsrang.

Am Sonntag (15.15 Uhr) gastiert der TSV beim FC Dorndorf. Personell bleibt die Lage angespannt: Hinter Jannik Golle (Mittelfuß) steht noch ein Fragezeichen. Alessandro Eberhard, Luca Wilhelm (beide Knie), Hendric Ott (Ellenbogen) und Max Schönleber, der sich jüngst verletzte, werden weiterhin fehlen.



Aufrufe: 025.10.2025, 06:00 Uhr
Lauris OmmertAutor