Heute Abend geht's los: Die Vorfreude ist riesig bei Timo Pitter und Co.
Heute Abend geht's los: Die Vorfreude ist riesig bei Timo Pitter und Co. – Foto: Michael Hilpert

»Ein Stück Lebensqualität zurück«: Aubstadts Ligapokal-Re-Start

Grabfelds Vollblutfußballer heiß aufs Pilotprojekt Regionalliga-Ligapokal +++ "Trostrunde" oder doch ein komplett neuer Spielplan

Das lange Warten hat ein Ende. Auch der TSV Aubstadt steigt am heutigen Montagabend wieder ins Mannschaftstraining ein. Nach der erteilten Sondergenehmigung durch das Bayerische Innenministerium für alle Regionalligisten starten die "Abschter" unter Einhaltung der durch den BFV auferlegten Hygieneregeln ins "Pilotprojekt" Ligapokal Regionalliga Bayern. Und auch wenn die finale Entscheidung im Trainerstab noch geklärt werden muss, Coach Victor Kleinhenz sendet deutliche Signale aus: der TSV Aubstadt wird am Ligapokal teilnehmen.

"Es wäre sonst auch schwierig in den 11 bis 12 Wochen bis zum Saisonstart 2021/22 die Spannung hochzuhalten. Daher geht unsere klare Tendenz zur Teilnahme am Ligapokal-Wettbewerb", so Kleinhenz, der sich mit seinen Jungs schon mächtig auf den Trainingsstart am heutigen Montagabend freut. "In meiner Mannschaft sind lauter Vollblutfußballer, denen wir mit dem Training sicher auch ein Stück Lebensqualität zurückgeben. Aber uns ist schon klar: Das ist jetzt eine Ausnahmesituation. Die Mannschaften aus den unteren Ligen werden sehr aufmerksam auf unser Pilotprojekt Ligapokal Regionalliga Bayern schauen. Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst. Sind aber auch sehr dankbar, dass wir dieses Projekt jetzt angehen dürfen."

Keine Torschüsse, nur Laufeinheiten: "Das könnte ich meinen Jungs nicht antun."


Und selbstverständlich werde man auch die Hygieneauflagen erfüllen und sich an sämtliche Vorgaben halten. "Wir werden jetzt aber auch nicht zwei Wochen nur Laufeinheiten abhalten. Das könnte ich meinen Jungs nicht antun", lacht Kleinhenz. Und während beim SV Wacker Burghausen zunächst - um die Verletzungsgefahr zum Trainingsstart zu minimieren - auf Torschussübungen verzichtet werden soll, achtet man natürlich auch beim TSV Aubstadt auf eine sinnvolle Trainingssteuerung. Aber vor allem auf den nötigen Spaß am Spiel, so Kleinhenz: "Wir wollen nicht auf Biegen und Brechen auf das verzichten, was den Fußball ausmacht. Aber wir haben immer unseren Vorbildcharakter im Hinterkopf. Unser Projekt kann - wenn's gut klappt - ein Türöffner für alle anderen Amateurfußballer werden."

Auf wenn die "Abschter" treffen, ist derweil noch offen. Als Vorrunden-Letzter müsste man gemäß den bisherigen Regularien in einer Trostrunde mit dem VfR Garching, dem TSV Rain und den beiden Zweitliga-Reserveteams des 1. FC Nürnberg und der SpVgg Greuther Fürth ran, wo um den Einzug ins Totopokal-Viertelfinale gekämpft würde. Allerdings hängt der weitere Spielplan von der Anzahl der "gewillten" Teilnehmer in Ligapokal und Totopokal ab. Gut möglich, dass der Ligapokal-Spielplan noch einmal komplett auf links gedreht und womöglich regionaler eingeteilt wird. Bis zum Freitag haben die Regionalligisten noch Zeit ihre Teilnahme zu bekunden. Im Totopokal läuft die Frist bis zum kommenden Montag, den 10. Mai. Aber eins ist jetzt schon klar: der TSV Aubstadt ist mit von der Partie.

1344 Aufrufe3.5.2021, 09:42 Uhr
Sebastian ZiegertAutor

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