Adelshofen (weiß-blau) muss am Sonntag nach Untergimpern.
Adelshofen (weiß-blau) muss am Sonntag nach Untergimpern. – Foto: Holger Hettler

Kann Untergimpern dem Spitzenreiter ein Bein stellen?

Kreisklasse A Sinsheim +++ Schweres Auswärtsspiel für Adelshofen +++ Abstiegskampf verspricht Spannung

Der Kreisklasse A drohte inzwischen ähnliche Langeweile, wie der Bundesliga. Da der SVA Woche für Woche seine Leistungen abruft und sich keine Blöße gibt, wird der Vorsprung zu den uninteressanten Rängen immer größer. Doch zumindest der FC Weiler kann Schritt halten. Durch den 3:0-Sieg am Donnerstag Abend schmolz der Abstand auf vier Punkte.

In der untersten Tabellenregion ist an den letzen Spieltagen der SV Babstadt der Gewinner. Gegen die direkten Konkurrenten aus Daisbach und Bad Rappenau konnte man klare Siege einfahren.

SV Daisbach
0:4
FVS Sulzfeld

Eigentlich kam der SV Daisbach ganz gut ins Jahr 2022. Aus den ersten beiden Spielen holte man vier Punkte. Seitdem musste man jedoch drei Niederlagen (Torverhältnis 0:10) einstecken. Gerade das Spiel gegen den Tabellennachbarn Babstadt steckt dabei noch im Kopf von Trainer Klingmann. Man verlor nicht nur dieses Spiel sang- und klanglos mit 0:4 sondern auch den dribbelstarke Hamza Kassem und Kapitän Binder durch Platzverweise. Während Binder am Sonntag wieder am Start sein wird, fällt Kassem länger aus.

Das wird den FV Sulzfeld jedoch wenig interessieren. Denn man gewann nicht nur die letzten drei Spiele souverän, sondern erzielte dabei auch noch 13 Tore. Nun hat die Zakel-Elf wieder Lunte gerochen und probiert zumindest noch den Relegationsplatz zu ergattern. Um dieses Ziel zu erreichen, muss man am Sonntag den SV Daisbach aus dem Weg räumen.

Bad Rappenau II
2:4
Tiefenbach

Für die Kurstädter wird die Saison immer härter. Spieler, wie Afanasev, Feierabend, Pamuk oder Luyanov, die zu Beginn der Saison noch Leistungsträger waren, helfen inzwischen längst in der 1. Mannschaft mit, die Klasse zu erhalten. Dass man an diesem Wochenende sowohl freitags, als auch sonntag antreten muss, macht die Ausgangslage für das Spiel gegen den SV Tiefenbach auch nicht einfacher.

Der SVT und seine Trainer trennten sich zwischenzeitlich in gegenseitigem Einvernehmen, obwohl kurz zuvor die Vertrgsverlängerung und die Planungen für die neue Saison bekannt gegeben wurden. Zumindest hatte der Wechsel sportlich keine negativen Auswirkungen. Verlor man unter Brim die ersten drei Partien in der Rückrunde, so gelang mit den neuen Männern am Ruder gleich ein 4:0-Kantersieg. Auch in Bad Rappenau gilt der SVT unter den genannten Umständen als Favorit.

Angelbachtal
5:1
SV Babstadt

Der TSV Angelbachtal steht im Jahr 2022 für schnellen und dynamischen Fußball. Von zehn durchgeführten Spielen wurden neun siegreich gestaltet. Darunter waren auch Testsiege gegen höherklassige Mannschaften. Dass der Fusionsverein so klar in Weiler verlor, war dann etwas überraschend. Doch dass diese Niederlage die Weiser-Elf nicht umhaut, zeigte sich bereits am Mittwoch, als man das Nachholspiel beim SV Rohrbach II souverän gewann.

Der SV Babstadt konnte in den ersten vier Spielen der Rückrunde bereits genauso viele Punkte erspielen, wie in der kompletten Vorrunde. Da inzwischen auch wieder der ein oder andere ältere Spieler zur Verfügung steht, sind die jungen Spieler nicht mehr so sehr auf sich alleine gestellt. Bleibt zu hoffen, dass der wiedererstarkte Routenier Daniel Böhmann bis Sonntag wieder fit wird. Aber egal wie die Aufstellung auch aussehen mag. Der TSV geht in Eichtersheim als klarer Favorit ins Spiel.

SV Rohrbach II
0:4
FC Weiler

Nach der Winterpause trat der SVR inzwischen fünfmal an und musste fünf Niederlagen einstecken. Zudem kassierte man 22 Gegentore. Wenn man den drohenden Abstieg noch verhindern möchte, dann müssen die Mannen von Trainer Frank langsam Punkte einfahren. Eine alles andere als leicht Aufgabe kommt aber am Sonntag auf die Reservemannschaft zu. Kein geringerer als der Tabellenzweite Weilerist am Sonntag zum Duell der Sinsheimer Vororte zu Gast.

Die Martaler-Elf hatte es nach der Winterpause mit drei Teams zu tun, die um den Klassenerhalt kämpfen. In diesen Spielen konnte der FCW noch nicht an seine Vorrundenklasse anknüpfen. Trotzdem holte man nach der überraschenden Auftaktpleite gegen den FV Elsenz nur noch Siege. Vor allen Dingen seit dieser Woche, als man sowohl die Mannschaft der Stunde aus dem Angelbachtal mit 3:0 abservierte, als auch die SG Eschelbach, scheinen die Weilerer Bären wieder nahe ihrem High-Level zu sein.

Türkspor Ep.
1:4
SG Stebbach/Richen

Türkspor verkaufte sich bei Tabellenführer Adelshofen sehr teuer. Allerdings gibt es auch bei knappen Niederlagne - trotz guter Leistungen - keine Punkte. Deshalb wird das Berg-Team versuchen an die Leistung vom Sonntag anzuknüpfen und dieses Mal als Sieger den Platz zu verlassen. Durch die hohe 1:4-Hinspielniederlage haben die Eppinger noch eine Rechnung offen.

Die SG Stebbach/Richen ist aktuell eine Wundertüte und schwer einzuschätzen. Hinzu kommt, dass der Fusionsverein bereits 45 Stunden nach der Begegnung gegen Bad Rappenau schon wieder antreten muss. Es bleibt abzuwarten, wie Trainer Wegmann seine Mannschaft einstellt, um aus diesem Mammut-Wochenende das Maximum rauszuholen.

Untergimpern
1:1
Adelshofen

Das Spiel des Tages findet an diesem Wochenende in Untergimpern statt. Mal ganz davon abgesehen,, dass die SGU eine der positiven Überraschungen ist, beherrscht sie besonders gut die Spitzenteams zu ärgern. Eines der drei Spiele, die Adelshofen nicht gewinnen konnte, war das Hinspiel. Darüber hinaus erzielte Untergimpern drei Punkte gegen Zaisenhausen und einen Punkt gegen Weiler.

Wenn die Konkurrenz gehofft hatte, dass der SVA durch die Niederlage in Eschelbronn aus der Spur geraten könnte, dann sind diese Hoffnungen inzwischen schon wieder verraucht. Mit den Siegen beim Tabellendritten Zaisenhausen und gegen TS zeigte man anschließend sofort wieder Stärke und Dominanz. Das Rückspiel in Untergimpern dürfte erneut kein Selbstläufer werden. Die anwesenden Zuschauer dürfen sich auf einen kampfbetonten Fight freuen.

FV Elsenz
0:2
Zaisenhausen

Trainer Härzer hatte in einem Interview Ende 2021 verlauten lassen, dass er mit seiner Truppe in der Rückrunde mehr Punkte holen möchte. Bisher ist der FVE auf einem guten Weg. Denn in den bisherigen vier Partien konnten sieben Punkte erzielt werden. Dabei waren die Gegner keinesfalls Fallobst. Mit den inzwischen 22 erreichten Punkten sollte das Abstiegsgespenst in weiter Ferne gerückt sein. Somit kann man ohne Druck in die sonntägliche Begegnung gehen.

Den Start ins Jahr 2022 hat sich der Tabellendritte aus dem südlichen Fußballkreis Sinsheim sicherlich anders erwünscht. In den fünf schwierigen Begegnungen ging der TSV drei mal als Verlierer vom Platz. Eine Situation, die das Trainertrio aus Zaisenhausen so noch nicht erleben musste. Nun gilt es in Elsenz den Bock umzustoßen, so dass man zumindest den Relegationsplatz nicht aus den Augen verliert.

Eschelbach
0:4
Eschelbronn

Sehr unterschiedlich sind die Gefühlslagen bei den beiden "Eschel"-Tems.
Eschelbronn spielt bisher eine tolle Saison, stellt mit Paul Reischel den Torjäger und ist das einzige Team, das bisher Tabellenführer Adelshofen besiegte. Der FCE konnte in der Rückrunde zwar erst dreimal spielen, holte dabei aber gegen hochkarätige Gegner sieben Punkte.

Die SG Eschelbach konnte nach dem Rückrundenstart Anfang März anschließend vier Wochen nicht mehr antreten. Der Grund war, dass man schwer von Corona betroffen war. Die Folge für das Bauer-Team ist, dass man nun in fünf Wochen zehn Spiele bestreiten muss. Da die SGE noch nicht gesichert ist, kann das Mammut-Programm noch negative Folgen haben. Denn welche Mannschaft der Kreisklasse A hat einen Kader, mit dem man dieses Programm vernünftig absolvieren kann. Es bleibt zu wünschen, dass die Eschelbacher möglichst lange von Verletzungen verschont bleiben.

Aufrufe: 07.4.2022, 16:04 Uhr
Volker KillusAutor