Der TSV Altfraunhofen (in weiß) hat sich aus dem Spielbetrieb zurückgezogen
Der TSV Altfraunhofen (in weiß) hat sich aus dem Spielbetrieb zurückgezogen – Foto: Alexander Wolf

Altfraunhofen zieht Mannschaft zurück

Landshuter Kreisklassist bekommt nach der Corona-Zwangspause keine Mannschaft mehr auf die Beine

Die Gerüchte um die Rückzugsgedanken des TSV Altfaunhofen gab es bereits länger. Bereits im Sommer 2019 wurde gemutmaßt, dass im Pfarrdorf, dass im Landkreis Landshut liegt, kein eigenständiger Spielbetrieb mehr möglich sein wird. Doch die Verantwortlichen stellten sich auf die Hinterbeine und schafften es, nochmal einen Kader auf die Beine zu stellen, der aber vom Start weg gnadenlos gegen den Abstieg kämpfte. Magere achte Punkte konnte das Team um Coach Rüdiger Aigner bis zur Winterpause sammeln. Eine Aufholjagd wird es in den verbleibenden zehn Partien nicht mehr geben, denn der Klub zieht seine Mannschaft mit sofortiger Wirkung aus dem Spielbetrieb zurück.

Ursprünglich war geplant, dass das Team um Kapitän Markus Aigner in diesem Jahr mit dem benachbarten Liga-Konkurrenten SV Kumhausen eine Spielgemeinschaft gründen wird. Doch die Corona-Pandemie hat beiden Vereinen einen Strich durch die Rechnung gemacht, denn die unterbrochene Spielzeit wird erst im Mai 2021 zu Ende sein. "Es war schon ein kleines Wunder, dass wir für diese Saison überhaupt noch eine Mannschaft stellen konnten. Ein paar Spieler haben uns aus Verbundenheit zum Verein noch unterstützt, nach der langen Pause jetzt aber ihre Schuhe an den Nagel gehängt", informiert TSV-Abteilungsleiter Stefan Strasser, der aber guter Dinge ist, dass die SG mit Kumhausen - beide Klubs machen bereits seit längerer Zeit im Jugendbereich gemeinsame Sache - dennoch mit einem Jahr Verzögerung klappen wird: "Ich gehe fest davon aus, dass wir das zur kommenden Saison hinbekommen werden."


Die 16 bisher ausgetragenen Matches der TSVler werden allesamt aus der Wertung genommen. Nutznießer davon ist vor allem der angedachte SG-Partner SV Kumhausen, der aus den beiden Partien gegen den TSV Altfraunhofen nur einen Zähler auf die Habenseite bringen konnte. Auch über personelle Verstärkung kann sich der neue Rangsechste freuen, denn einige Altfraunhofener Leistungsträger wie Torjäger Thomas Niedermeier und Vize-Spielführer Manuel Eckl werden nun zum Nachbarn wechseln. "Die Grundvoraussetzung für diese Transfers war, dass es im Sommer 2021 mit der Spielgemeinschaft klappen wird. Dann werden unsere Spieler auch ihre Pässe wieder umschreiben lassen", betont Strasser. Auch Kreisliga-Anwärter TSV Rapid Vilsheim profitiert von dem Rückzug, denn die Treimer-Truppe kam gegen das Kellerkind über ein Remis nicht hinaus. In der Kreisklasse Landshut wird es durch den Altfraunhofener Rückzug keinen Direktabsteiger geben. Die beiden Relegationsplätze scheinen an den FC Ergolding II und den FC Eberspoint vergeben zu sein, so dass im Liga-Abstiegskampf Langeweile droht.

Aufrufe: 16.8.2020, 07:37 Uhr
Thomas SeidlAutor

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