2026-05-29T11:52:36.002Z

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TSV Altenstadt droht Relegation: Trainer schaltet Handy aus

Kreisliga-Finale

von Christian Heinrich · Heute, 17:30 Uhr · 0 Leser
Fotos Fussball: Altenstadt - Geretsried2 Teil 1
Fotos Fussball: Altenstadt - Geretsried2 Teil 1 – Foto: Holger Wieland
Der TSV Altenstadt muss gegen den ASV Habach punkten, um die Relegation zu vermeiden. Der Trainer verbietet jeglichen Kontakt zu den anderen Plätzen – sogar sein eigenes Handy bleibt aus.

Damit am letzten Spieltag wirklich nichts schief geht, hat Christoph Wagner einige Verbote erteilt. Eine dieser Maßnahmen richtet sich gegen den Trainer des TSV Altenstadt höchstpersönlich. „Ich werde mein Handy ausmachen“, räumt er ein. Schließlich ist er schon genug damit beschäftigt, wie sich seine Mannschaft am Samstag (15 Uhr) gegen den ASV Habach verkauft. Verliert sie gegen den Tabellendritten der Kreisliga, könnte es ein recht ungemütlicher Nachmittag für der Coach und seine Kicker werden. Vorausgesetzt, die Reserve des TSV Murnau gewinnt beim MTV Berg und die Spielgemeinschaft Aying/Helfendorf zu Hause gegen den TSV Burggen/Bernbeuren. Dann hätten die Altenstadter in den nächsten Wochen ein bisschen Stress, denn sie müssten in die Relegation.

Trainer Christoph Wagner will keine Zwischenstände von der Konkurrenz

Damit sich die Belastung für seine Spieler in Grenzen hält, hat Wagner verfügt, dass weder auf der Bank noch in ihrem direkten Umfeld Kontakt zu den gegnerischen Plätzen besteht. „Ich will nichts hören“, stellt der Übungsleiter klar. Die Zwischenresultate aus Berg oder Aying könnten seine Elf entweder in falscher Sicherheit wiegen oder gewaltig einschüchtern. Und das möchte Wagner vermeiden. „Ich bin der, bei dem die größte Nervosität da ist“, ist er überzeugt. Da braucht er keinen, der ihm während der 90 Minuten gegen Habach noch den Rang abläuft.

Mit dem Thema „Relegation“ hat sich die Mannschaft nie auseinandersetzen müssen

Dass die Nerven des Trainers ziemlich weichgebohnert sind, liegt auch daran, dass ihm wahrscheinlich als einzigem richtig bewusst ist, dass sein Team bis über beide Ohren im Abstiegssumpf steckt. Zwar gestaltete sich die Saison des TSV alles andere als glorreich, doch irgendwie herrschte in Altenstadt das Gefühl vor, dass es mit dem Klassenerhalt schon werden wird. „Das ist gar nicht so präsent gewesen“, gibt der Coach zu. Wie das werden könnte, wenn er mit einer Mannschaft auf einmal in die Relegation gehen müsste, die sich die vergangenen zehn Monate nie mit dem Thema auseinandergesetzt hat, daran will Wagner gar nicht denken. Vor allem, wenn sie auf einen Gegner trifft, der den Kampf um den Ligaverbleib schon verinnerlicht hat.

Einige Spieler des TSV Altenstadt haben vorsichtshalber Urlaub verschoben

Immerhin hat sich in dieser Woche ein dumpfes Gefühl innerhalb der Mannschaft breitgemacht, dass diese Saison ein übles Ende nehmen könnte. Die Spieler haben deshalb vorsichtshalber ihren geplanten Urlaub verschoben und auch sonstige persönliche Termine abgesagt, die mit der Relegation kollidieren könnten. „Es weiß jeder, was die Aufgabe ist“, betont Wagner, dass bei seinen Akteuren zwar spät, aber besser als überhaupt nicht, die richtige Einstellung Einzug gehalten hat. Deshalb sind auch alle an Bord, bis auf Stürmer Dustin Barlag (Urlaub) und Franz Demmler, der sich im Training einen Kieferbruch zugezogen hat.

Wunsch von Altenstadts Trainer: Hinten soll die Null stehen

Die Devise für die Partie gegen Habach ist klar: „Wir dürfen kein Tor kassieren.“ Gegen den ASV Habach, der in dieser Runde die viertmeisten Treffer in der Liga erzielt hat, muss dieser Plan nicht unbedingt ein Selbstläufer sein. Mut machen die Ergebnisse der beiden jüngsten Spiele gegen Waldram (2:0) und in Münsing (1:1), bei denen die Defensive des TSV einen stabilen Eindruck hinterlassen hat. „Wir haben da einen guten Job gemacht“, lobt Wagner seine Verteidiger. Doch dieses Mal sollte die Null stehen, damit Wagner an seinem handyfreien Samstag am Ende keine unangenehmen Nachrichten in Empfang nehmen muss.