Jahrzehnte lang im Verein aktiv: (v. l.) Peter Colombo (BLSV 30 Jahre), Vorstandsmitglied Josef Held, Stephan Hagn (40 Jahre), Vorstandsmitglied Udo Winklhofer, Franz Eichinger (BLSV 70 Jahre), Anton Ettl (50 Jahre), Annemarie Dietz (BLSV 15 Jahre), Manfred Thienel (25 Jahre), Heidi Schuhbauer (40 Jahre), Philipp Jordan (BLSV 15 Jahre), Ursula Delgado (BLSV 20 Jahre), Vize-Vorsitzende Ottilie Dumsky-Sgoff und Bürgermeister Martin Vaas.
Jahrzehnte lang im Verein aktiv: (v. l.) Peter Colombo (BLSV 30 Jahre), Vorstandsmitglied Josef Held, Stephan Hagn (40 Jahre), Vorstandsmitglied Udo Winklhofer, Franz Eichinger (BLSV 70 Jahre), Anton Ettl (50 Jahre), Annemarie Dietz (BLSV 15 Jahre), Manfred Thienel (25 Jahre), Heidi Schuhbauer (40 Jahre), Philipp Jordan (BLSV 15 Jahre), Ursula Delgado (BLSV 20 Jahre), Vize-Vorsitzende Ottilie Dumsky-Sgoff und Bürgermeister Martin Vaas. – Foto: Fischer

TSV Allershausen: Vor allem im Nachwuchsbereich Mitgliederschwund

Aktivitäten für den Klimaschutz

Der TSV Allershausen zieht eine Zwischenbilanz zur Corona-Krise. Vor allem im Bereich Klimaschutz hat sich der Verein während der Pandemie besser aufgestellt.

Allershausen – Eigentlich ist man ganz gut durch die Corona-Krise gekommen. Der Zusammenhalt war groß, der Verein hat die Zeit in der Pandemie genutzt, um sich etwa im Bereich Klimaschutz besser aufzustellen, wie der Beauftragte Peter Colombo bei der Jahreshauptversammlung deutlich machte. Insgesamt hat man 200 000 Euro dafür in die Hand genommen. Etwa für die Sanierung der Duschen, für eine Solaranlage oder für die Umstellung der Bewässerung des Fußballplatzes auf Grundwasser. Maßnahmen, die absolut in die Zeit passen, wie Colombo fand.

TSV Allershausen: Die Schulden gehen zurück

Auch die Vizevorsitzende Ottilie Dumsky-Sgoff, die TSV-Chef Johann Spada vertrat, hatte Positives zu berichten. Demnach stehe der Verein finanziell so gut da, wie lange nicht. Die Investitionen in das Sportgelände tragen sich, die Schulden gehen kontinuierlich zurück. „Wir sind irgendwann bei 728 000 Euro gestartet, jetzt sind es nur noch 428 000 Euro“, sagte die Dumsky-Sgoff, die gleichzeitig „Finanzministerin“ des Vereins ist.

Erfreuliches kam auch von Josef Held, der im Verein für die Infrastruktur, sprich für den Platz und das gesamte Sportgelände zuständig ist. „Wir haben trotz Pandemie einiges in die Wege geleitet“, sagte Held vor gut 20 anwesenden Mitgliedern. Als Beispiel nannte er, dass man den gesamten Platz „gestopselt und gesandet“ habe. Außerdem habe man dem wild wuchernden Efeu an der Westseite der Tennishalle „endlich den Garaus gemacht“.

„Wir waren schon mal bei 1200 Mitgliedern, zuletzt waren es noch 1066.“

TSV-Urgestein Peter Colombo

Dass Corona den TSV dennoch getroffen hat, stand außer Frage. Denn, wie Vorstandsmitglied und TSV-Urgestein Peter Colombo bedauerte, habe man auch und gerade im Jugendbereich starke Einbußen hinnehmen müssen. Über 50 Prozent der aktiven Kinder und Jugendlichen sind Colombo zufolge im Zuge von Corona ausgetreten. Insgesamt bezifferte er den Mitgliederschwund im vergangenen Jahr auf sieben Prozent. „Wir waren schon einmal bei 1200 Mitgliedern, zuletzt waren es noch 1066,“ stellte Colombo fest. Da seien wohlgemerkt die 54 Austritte seit Jahresende noch gar nicht mitgerechnet. Colombo brachte deshalb die Hoffnung zum Ausdruck, dass es jetzt, da Sport wieder möglich ist, kontinuierlich aufwärts gehe.

Dumsky-Sgoff und Spada werden bei den kommenden Neuwahlen nicht mehr kanidieren

Damit befand er sich im Einklang mit Bürgermeister Martin Vaas. „Ich hoffe, dass wir den Sportbetrieb wieder vollständig aufnehmen und uns wieder uneingeschränkt treffen können“, sagte Vaas, der seit Mai 2020 im Amt ist und erklärtermaßen noch keine Jahreshauptversammlung des TSV als Rathauschef miterlebt hat. Obwohl es sich um seinen angestammten handelt, wie er betonte.

Das dicke Ende kam dann zum Schluss der Versammlung. Die Vize-Vorsitzende Ottilie Dumsky-Sgoff kündigte nämlich an, dass sie und auch der Vorsitzende Johann Spada bei den im kommenden Jahr anstehenden Neuwahlen nicht mehr kandieren. Die Verein solle sich deshalb schon einmal Gedanken um eine Nachfolge machen, schlug Dumsky-Sgoff vor.

Außerdem musste sie zu ihrem großen Bedauern noch feststellen, dass Peter Colombo, der auch Leiter der Geschäftsstelle des TSV ist, seinen Job in Bälde an den Nagel hängt. Auch hier bedürfe es dringend einer Nachfolgeregelung, machte Dumsky-Sgoff in der ersten Sitzung seit dem Corona-Lockdown deutlich. (VON ALEXANDER FISCHER)

Aufrufe: 026.7.2021, 12:14 Uhr
Alexander FischerAutor

Verlinkte Inhalte