"Bei Sacir tut es weh, 'Elle' hat mich gezwungen!"

Meine "Top 11": Simon Luther vom TSV Mengsberg stellt sein persönliches Dreamteam zusammen

Simon Luther spielt Fußball, seit er denken kann. Der 23-Jährige ist vor zwei Jahren nach Mengsberg gezogen, wo er nun für den TSV kickt. Der Bundeswehr-Soldat hat für FuPa seine persönliche "Top 11" zusammengestellt.

Simons Fußball-Karriere in aller Kürze:
Angefangen hat es alles bei den Bambinis bei JSG Willingshausen, wo ich bis zur E-Jugend gespielt habe. Meine zweite Station war dann der SC Neukirchen, dort spielte ich bis zur B-Jugend. Daraufhin hat es mich nach Schwalmstadt gezogen, wo ich die restliche Jugendzeit und zwei Seniorenjahre spielen durfte. Meine nächste Station war der TSV Schwarzenborn, wo sehr viele gute Freunde von mir Fußball spielen, was ausschlaggebend für diesen Wechsel war. Direkt im ersten Jahr mit Schwarzenborn und das erste Jahr überhaupt in der KOL Schwalm-Eder haben wir es geschafft, die Aufstiegsrelegation zur Gruppenliga Kassel zu spielen, die wir am Ende ziemlich deutlich verpasst haben. In der folgenden Saison wurden leider nur 15 Spiele bestritten wegen der aktuellen Corona-Lage. Aufgrund der dann doch relativ weiten Strecke nach Schwarzenborn habe ich voriges Jahr entschieden, mich dem TSV Mengsberg anzuschließen.


Und hier ist seine "Top 11":




Sacir Nikocevic (TSV 1926 Mengsberg)
Mit Sacir habe ich schon damals in Schwalmstadt zusammengespielt, in den ganzen Trainingseinheiten auch jetzt bei Mengsberg tauche ich nicht gerne vor seinem Tor auf, weil dies meistens ziemlich weh tut bzw. weh tun kann. Vor allem, weil ich so gut wie immer bei ihm einnetze, was er absolut nicht mag, besonders wenn man sich dann sehr darüber freut 😁 Das macht Sacir aber auch aus. Ich finde, ein Torwart muss eine gewisse Aggressivität ausstrahlen. Sacir gibt seinen Vorderleuten aber auch eine extreme Sicherheit, weil jeder in der Mannschaft weiß, dass wenn mal ein Ball durchkommt, man noch einen sehr guten Torwart hat, auf den immer Verlass ist. Privat ist er auch ein super Typ, immer lustig mit ihm und seinen „dummen“ Sprüchen!

Pascal Gies
(TSV Schwarzenborn)
Pascal ist gelernter Torwart, hat früher sogar Hessenauswahl im Tor gespielt, bis er dann irgendwann - warum auch immer - ins Feld gewechselt ist. Der Kerl kann gefühlt alles spielen, hat sogar bei Schwarzenborn in der Kreisliga B in elf spielen 24 Tore geschossen, davon alleine zehn in einem Spiel gegen FSG Efze II, was man auch erstmal schaffen muss. Ich habe mit ihm in Schwarzenborn zusammen in der Innenverteidigung gespielt, Pascal ist definitiv ein Leistungsträger in dieser Mannschaft, nur leider hapert es dort das eine oder andere mal an der Disziplin. Ich denke, wenn er richtig am Ball geblieben wäre, eine ordentliche Einstellung gehabt hätte und vor allem die nötige Disziplin, wäre da fußballerisch deutlich mehr drin gewesen. Trotzdem ist „Golle“ privat auch eine super Kerl, mit dem man vor allem nach dem Spiel das ein oder andere Bier vernichten kann.

Dennis Huber
(TSV 1926 Mengsberg)
Dennis kenne ich schon aus meiner Zeit bei Schwalmstadt, schon damals auf und neben dem Platz ein überragender Typ, mit dem bereits einige wilde Feiern gefeiert wurden. Fußballerisch ohne frage auch ein Leistungsträger in der Mannschaft, bis auf seine Schnelligkeit, die manchmal einer Schildkröte ähnelt. Das macht er aber zum Glück mit seiner Erfahrung alles wieder weg. Freue mich auch schon auf deine Kiste Weizen im nächsten Training, was hoffentlich bald wieder stattfinden wird.

André Petersohn (1. FC Schwalmstadt)
Soweit ich mich daran erinnern kann, habe ich meinen Spitznamen „Big Mike“ ihm zu verdanken. Bei einem Testspiel mit Schwalmstadt hat er mich einfach mal so genannt, was dann alle so gut fanden, dass ich selbst heute noch bei Mengsberg so genannt werde. Das sorgt bei den Gegenspielern auf dem Feld das eine oder andere mal für ziemliche Verwirrung, wenn mich mal wieder irgendjemand so ruft. 😁 André ist einfach nur vorbildlich, er haut sich überall rein und ist mit voller Leidenschaft beim Fußball. Ich hoffe, dass wir bald mal wieder einen trinken gehen können, weil das war auch immer absolut lustig.

Patrick Herpe (TSV 1900 Wabern)
Über sein fußballerisches Können braucht man glaube ich nicht viel sagen, in der B-Jugend zusammen mit Marc-André Ter Stegen bei Gladbach gespielt und auch seine Fußballstationen danach waren alles größere Vereine. In Schwalmstadt noch mit ihm zusammen auf dem Platz gestanden, heute ist er leider mein Gegenspieler.

Marcel Ellenberger (TSV Schwarzenborn)
„Elle“ hat mich gezwungen, ihn hier aufzustellen, normalerweise hätte ich ihn irgendwo auf die Bank gesetzt, denn sein fußballerisches Können lässt echt zu wünschen übrig, dennoch ist er einer meiner besten Freunde, mit dem ich wirklich schon so einiges durchgemacht habe. Besonders die ganzen Nächte, die man feiern war, werden vermutlich für immer in Erinnerung bleiben, weil es dort so einige lustige Geschichten gibt.




Peter Liebermann (SG Barockstadt Fulda Lehnerz)
Peter habe ich einiges zu verdanken, hat mich damals als ich aus der Jugend kam komplett unterstützt aber auch uns noch jungen Spielern gezeigt wo es langgeht. Leider hatte er immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen weshalb wir nicht ganz so oft zusammen auf dem Platz stehen konnten.

Daniel Schwalm (VfB 1921 Schrecksbach)
Ebenfalls ein sehr guter Freund von mir, hat einen sehr guten linken Fuß, aber dafür seinen rechten nur zum Stehen. Kann mich noch sehr gut an das Spiel gegen Felsberg erinnern, wo er einen Fehlpass gespielt hat, der dann zum Gegentor führte und er schon während des Verteidigens schon „och Scheiße“ gerufen hat. War aber zum Glück nur eine Ausnahme, alle anderen spiele mit ihm waren top. Hätte mir kaum einen anderen Spieler besser an meiner Seite vorstellen können.

Leon Lindenthal (TSV Eintracht Stadtallendorf)
Leon, auch „Aal“ genannt, spielt mittlerweile in Stadtallendorf. Sein Platz hier in meiner „Top 11“ war von Anfang klar und sicher. Er ist ein großer und vor allem sehr, sehr schneller Stürmer - gegen meine Schnelligkeit kommt er aber natürlich nicht an. Ich würde es mir sehr wünschen, irgendwann nochmal zusammen mit ihm auf dem Platz zu stehen.

Joshua Piel (TSV Schwarzenborn)
Zu Joshua kann man eigentlich genau dasselbe sagen wie zu Marcel Ellenberger, den ich hier auch in meiner Top 11 habe. Bei jeder dummen Geschichte, die es über uns zu erzählen gibt, war auch er immer ein Teil davon. Ich kenne ihn gefühlt schon immer. Fußballerisch beweist er jedes Jahr aufs Neue, was er so drauf hat, allerdings darf ich ihn nicht zu viel loben, weil er sonst 'nen kleinen Höhenflug bekommt.

Brian Mitchell (SV Hattendorf 79)
Ein langjähriger sehr guter Freund, dessen Platz in meiner Top 11 auch von Anfang an klar war. Körperlich ein sehr robuster Spieler der auch eine ordentliche Schnelligkeit hat. Damals, als wir noch zusammen bei Schwalmstadt spielten, gab es kaum ein Tag an dem wir nichts zusammen gemacht haben.

Trainer:
Martin Friedrich und Horst Brandner
Definitiv Horst Brandner und Martin Friedrich. Horst kenne ich schon seit der B-Jugend, er war auch damals mein Trainer beim DFB-Stützpunkt. Den beiden habe ich einiges zu verdanken, egal ob privat oder sportlich, das waren immer Trainer, die einen immer unterstützt haben. Selbst für die Spieler, die Spätschicht haben, wird sich morgens die Zeit genommen, um mit ihnen einzeln zu trainieren, was unglaublich ist. Und ich denke, das würde kaum ein anderer so machen. Zusammengefasst: Einfach überragende Trainer und auch menschlich gesehen absolute Vorbilder.

+++ Mach mit und zeige uns deine "Top 11" +++

Ihr habt auch schon einiges erlebt in eurem Fußballer-Leben und wollt eure Top 11 vorstellen? Kein Problem! Schickt uns einfach eine Mail an nordhessen@fupa.net mit dem Betreff "Meine Top 11". Schreibt uns euren Namen, aktuellen Klub und einen Link zu eurem FuPa-Profil, dann schicken wir euch umgehend alle Infos zu.

1150 Aufrufe2.2.2021, 06:21 Uhr
redAutor

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