Vollkommen entspannt: Beim Kirchheimer SC wollen sie den Ligapokal als Vorbereitung unter Wettbewerbsbedingungen nutzen.
Vollkommen entspannt: Beim Kirchheimer SC wollen sie den Ligapokal als Vorbereitung unter Wettbewerbsbedingungen nutzen. – Foto: Christian Riedel

Ligapokal: Verband streicht Zwischenrunde wegen Corona

Ein Überblick zur Landes, Bayern- und Bezirksliga

Man sollte glauben, dass der Ligapokal auf negative Resonanz trifft. Doch ganz so ist es nicht. Er hält die Hintertür zum Aufstieg offen und das trotz Corona.

Landkreis – Corona bestimmt weiter den Spielbetrieb der Fußballer und damit bekommt der Ligapokal in den höheren Ligen eine Verkürzung. Die Zwischenrunden wurden gestrichen und damit haben die Spielpläne bis Mai die Luft für Verlegungen.

Der Ligapokal in der Bayernliga Süd besteht aktuell aus sechs Dreiergruppen, nach denen dann eine zweite Gruppenphase folgen sollte. Zur Straffung des Spielplanes wurde die Zwischenrunde gestrichen und nach den ersten Gruppenspielen bleiben acht Mannschaften übrig. Die sechs Gruppensieger sowie die beiden besten Zweiten kommen weiter. Dann wird direkt das Viertelfinale gespielt. Die beiden Ligapokalsieger der Bayernligen Süd und Nord spielen in einer Partie mit ausgelostem Heimrecht am Ende einen Aufsteiger in die Regionalliga aus.

In Bayernliga ist noch kein einziges Spiel gespielt

In der Bayernliga hagelte es vor dem Corona-Lockdown Absagen, weil es immer wieder Corona-Fälle in den Vereinen gab. Das hat zur Folge, dass in den sechs Gruppen noch nicht eine einzige Partie absolviert wurde. Der FC Ismaning hat eine von den Gegnern her sehr attraktive, aber eben auch schwere Gruppe mit dem Tabellenzweiten FC Deisenhofen sowie dem Sechsten TSV 1860 München II.



Ligapokal die Hintertür zum Aufstieg

Den gleichen Modus bekam der Ligapokal der Landesliga Südost, in der auch die sechs Gruppensieger und die zwei besten Zweiten ins Viertelfinale kommen. Der FC Unterföhring musste in den letzten Wochen bis zur Winterpause einige Spiele absagen, sodass in der Gruppe mit Tabellenführer Eintracht Karlsfeld und dem ASV Dachau noch nicht gekickt wurde. Für den FC Unterföhring könnte der Ligapokal zum spannendsten Wettbewerb der kommenden Monate werden. In der Liga befindet man sich im gesicherten Mittelfeld und da könnte der Ligapokal ein Hintertürchen sein, um vielleicht doch noch um den Aufstieg spielen zu können.

„Wir sind Tabellenführer“, witzelt der Kirchheimer Trainer Steven Toy, denn er hat im ersten Spiel gegen den Zweiten Hallbergmoos mit einem 2:2 überrascht. Angesichts der schweren Gegner Freising (6.) und Hallbergmoos (2.) rechnet er sich kaum Chancen aus und würde den Ligapokal als Vorbereitungsspiele unter Wettbewerbsbedingungen nutzen.

Im Ligapokal der Bezirksliga gibt es derzeit noch keine Änderungen des Modus, aber die werden ziemlich sicher kommen. Derzeit gibt es neun Gruppen mit je fünf Mannschaften, die dann nach einer weiteren Gruppenphase in das Achtelfinale übergehen sollten. Der SV Dornach hat einen Sieg und der FC Aschheim eine Niederlage in der Gruppe mit dem TSV Eching, dem FC Moosinning und dem FC Finsing. „Unser Fokus liegt auf dem Ligapokal“, sagt der Dornacher Trainer Anton Plattner. Angesichts von neun Punkten Rückstand zum Zweiten Schwaig müsste einiges passieren, damit Dornach noch vorne angreifen kann. Der Ligapokal ist für Plattner die bessere Option, um den Landesliga-Aufstieg mitspielen zu können. Deshalb hat sein Team im Ligapokal gegen Bezirksliga-Tabellenführer TSV Eching mit einem 4:2 schon alles rausgehauen, was es drauf hat.

(Nico Bauer)

Aufrufe: 11.12.2020, 07:41 Uhr
Münchner Merkur (Nord) / Nico BauerAutor

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