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TSV 1860 vor Cottbus-Kracher: „Natürlich fehlt uns die Sicherheit“

Schifferl fehlt bis Jahresende

von Marco Blanco Ucles · 30.10.2025, 06:00 Uhr · 0 Leser
Hat viel Arbeit vor sich: Löwencoach Kauczinski (re.) , dessen bester Torjäger Haugen (li.) rechtzeitig fit für Cottbus ist.
Hat viel Arbeit vor sich: Löwencoach Kauczinski (re.) , dessen bester Torjäger Haugen (li.) rechtzeitig fit für Cottbus ist. – Foto: sampics

Auf den TSV 1860 wartet die nächste schwere Aufgabe: 3. Liga-Tabellenführer Energie Cottbus kommt nach Giesing. Kauczinski gibt sich dennoch optimistisch.

München – Bei den Löwen helfen alle mit – auch die Fans. Trainer Markus Kauczinski staunte nicht schlecht, als ihn ein Anhänger nach dem Training am Mittwoch bat, Eckstöße trainieren zu lassen, da diese „in den letzten fünf Jahren sehr schlecht“ gewesen seien. Kauczinskis schlagfertige Antwort: „Ich bin doch erst zwei Wochen hier. Aber seien Sie unbesorgt, wir trainieren Eckbälle.“ Mindestens ein Fan wird bei den Standards für den TSV 1860 im Spitzenspiel gegen Energie Cottbus (Samstag, 14.03 Uhr, wir berichten im Live-Ticker) also genau hinschauen.

Doch nicht nur die fehlende Gefahr bei Standardsituationen dürften dem Coach der Sechzger aktuell Kopfschmerzen bereiten. Neben dem langfristigen Ausfall von Innenverteidiger Raphael Schifferl – fehlt bis Jahresende – plagen den 55-Jährigen vor allem noch die Gedanken rund um die 1:3-Pleite bei Waldhof Mannheim.

1860-Coach Markus Kauczinski gibt zu: „Natürlich fehlt uns die Sicherheit“

Vor allem die fehlende Gegenwehr nach dem dritten Gegentreffer wirft die Frage auf: Fehlt den Löwen schon früh in der Saison der Glaube an sich selbst? Kauczinski gibt zu: „Natürlich fehlt uns die Sicherheit. Moral und Glauben? Wo soll das denn herkommen?“ Heißt im Klartext: 1860 fehlt derzeit das Selbstvertrauen, nach Rückschlägen wieder zurückzukommen.

Ein Dilemma, aus dem sich Sechzig schnell wieder befreien muss. Gerade in einer ausgeglichenen Spielklasse wie der 3. Liga wird es noch häufiger vorkommen, dass die Löwen ins Hintertreffen geraten. Ergibt man sich jedes Mal so wie in Mannheim, wird es für den Tabellen-14. schwierig, noch einmal in die oberen Tabellenregionen zu klettern. Dessen ist sich auch Kauczinski bewusst, der deshalb in die mentale Trickkiste greifen möchte: „Wir müssen viel mit den Spielern reden. Deswegen haben wir sie an die Szenen zu Saisonbeginn erinnert, als häufiger Spiele in der Nachspielzeit gewonnen wurden. So etwas müssen wir im Kopf haben, die Gedanken in eine positive Richtung lenken.“

Schwere Aufgabe für die Löwen: Erneut kommt der Tabellenführer nach Giesing

Das Gegenteil von Verunsicherung kommt am Samstag auf 1860 zu: Energie Cottbus zaubert sich durch die Liga, kommt – genauso wie der MSV Duisburg (3:1-Sieg für Sechzig) vor zwei Wochen – als Tabellenführer nach Giesing. „Sie sind sehr sicher in ihren Abläufen, haben eine gute Mannschaft. Aber dennoch schauen wir nur auf uns. Wir müssen unsere Stärken einfach auf den Platz bekommen, dann können wir jeden Gegner schlagen.“

Kaum Gegenwehr: Die Löwen nach dem Tor zum 1:3 in Mannheim.
Kaum Gegenwehr: Die Löwen nach dem Tor zum 1:3 in Mannheim. – Foto: sampics

Ein Mann, der weiß, wie man den Tabellenführer stürzen kann, meldete sich am Mittwoch nach kurzer Trainingspause wegen gesundheitlicher Probleme wieder zurück auf dem Trainingsplatz: Sigurd Haugen. Sechzigs Top-Torjäger traf doppelt gegen Duisburg, kommt bislang auf fünf Saisontore. Die Cottbuser Defensive – 18 Gegentreffer – stand zuletzt nicht immer sattelfest. Haugen und Co. werden ihre Möglichkeiten bekommen – vielleicht klappt’s ja sogar nach einem Eckball.