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TSV 1860 II zeigt Reaktion „nach schlechter Leistung“ – Türkgücü München lebt noch

Porta und Leone treffen

von Robert M. Frank · 24.11.2025, 09:49 Uhr · 0 Leser
Abschlussstark zeigten sich die Junglöwen beim 2:0 gegen Heimstetten.
Abschlussstark zeigten sich die Junglöwen beim 2:0 gegen Heimstetten. – Foto: TSV 1860

Während der TSV 1860 II die Bayernliga-Spitze verteidigt, sendet Regionalliga-Absteiger Türkgücü München ein Lebenszeichen im Abstiegskampf.

Vier witterungsbedingte Absagen, darunter die Partien des TuS Geretsried, FC Pipinsried und FC Ismaning, sorgten in der Bayernliga Süd für ein etwas verschobenes Tabellenbild. Der TSV 1860 II nützte die Gunst der Stunde und verteidigte seine Spitzenposition. Bei eisigen Temperaturen auf dem glatten Trainingsgelände gewannen die Junglöwen das Lokalderby gegen den SV Heimstetten mit 2:0.

Ex-Hachinger schießt 1860 München II gegen Heimstetten auf die Siegerstraße

Nach einem grandiosen Siegeszug hatte der Löwen-Express in den letzten Wochen an Fahrt verloren und patzte in der Vorwoche in Geretsried. Jetzt machte Trainer Alper Kayabunar den Laden dicht und die beste Defensive der Liga (nur 16 Gegentore in 19 Spielen) zeigte eine starke Leistung.

„Es war die richtige Reaktion nach der schlechten Leistung zuletzt. Ich glaube, wir haben wirklich ein anderes Gesicht gezeigt“, sagte Kayabunar. Trotzdem verbuchte Heimstetten einige gute Tormöglichkeiten, aber es fehlte am Durchsetzungsvermögen gepaart mit Schusspech. Da bewiesen die Junglöwen ihre Cleverness und individuelle Klasse. Bereits nach 20 Minuten sorgte der Ex-Hachinger Sandro Porta für das 1:0.

Cris Leone sorgt für Entscheidung bei Flutlichtspiel des TSV 1860 München II

Anschließend begegneten sich die Rivalen fast auf Augenhöhe – bis Cris Leone mit seinem achten Saisontreffer nach 75 Minuten den Deckel drauf machte. Unter der Woche hatte Kayabunar zusammen mit seinem Assistenten Vincent Saller das Pokalspiel zwischen den Regionalligisten SpVgg Unterhaching und Wacker Burghausen besucht. Der TSV 1860 nimmt dabei immer wieder Talente als mögliche Verstärkungen unter die Lupe, obwohl der Aufstieg nur gelingen kann, wenn die „Erste“ den Sprung in die zweite Liga schaffen würde.

Sportlich den Sprung in die Regionalliga hat der SV Erlbach schon zweimal geschafft, einmal verzichtete der Club aber aus finanziellen und organisatorischen Gründen auf den Aufstieg. Mittlerweile würde der sympathische „Dorfclub“ aus dem Raum Altötting endlich den Sprung wagen und unterstrich seine Ambitionen mit dem 4:0-Heimsieg gegen Türkspor Augsburg. Der Aufsteiger FC Sportfreunde Schwaig holte ein achtbares 2:2 beim TSV Nördlingen.

Türkgücü München will sich in der Bayernliga in Relegation retten

Unter den Torschützen war wieder einmal Raffael Ascher, mit 13 Treffern die Nummer zwei in der Bayernliga-Schützenliste. Der 29-Jährige ist seit Jahren so etwas wie eine „Lebensversicherung“ für den Verein am Rande des Flughafens. Trotz bester Angebote (auch aus der Regionalliga) hat der Torjäger, aus privaten und beruflichen Gründen, den Sportfreunden aus Schwaig die Treue gehalten.

Überraschend holte Türkgücü München beim Auswärtsspiel gegen den ambitionierten SV Kirchanschöring einen Punkt. Das Schlusslicht zeigte gegen den heimstarken Kontrahenten eine starke Leistung, obwohl Matija Radonjic nach 64 Minuten wegen übertriebener Härte die rote Karte kassierte. Manuel Omelanowsky hatte die Gastgeber vor 500 Zuschauern bereits in der ersten Minute in Führung gebracht.

Die „türkische Kraft“ zeigte sich nach dem frühen Rückstand aber nicht geschockt und Tunahan Reis gelang nach einer halben Stunde der Ausgleich. Für den neuen Trainer Rainer Elfinger aber kein Grund zur Euphorie, sondern eher ein kleiner Hoffnungsschimmer: „Es wird schwer, den direkten Klassenerhalt zu schaffen, aber über die Relegationsrunde könnten wir es schaffen.“