
Die Junglöwen starten erfolgreich in die Rückrunde. Türkgücü München droht dagegen der Abstieg aus der Bayernliga.
Das Aufstiegsrennen in der Bayernliga dünnt sich weiter aus. So erklärte nun Thomas Werth, der Sportchef des FC Deisenhofen, den Verzicht seines Clubs. Denn: „Die wirtschaftlichen und strukturellen Voraussetzungen sind für uns in der Bayernliga einfach besser.“
Der TSV 1860 II hätte mit der Regionalliga wohl weniger Probleme, aber dafür müsste die Erste der Löwen in die zweite Bundesliga stürmen. Die U21 lässt sich bislang von dieser Ungewissheit nicht bremsen und bleibt ein heißer Titelanwärter. Der Start nach der Winterpause hätte kaum besser ausfallen können als mit einem 3:0 gegen den FC Sportfreunde Schwaig.
Auf dem Kunstrasenplatz am 1860-Trainingsgelände gelang dem lange verletzten Kapitän Xaver Kiefersauer ein Doppelpack (11. und 62.), Torjäger Cristian Leone (56.) legte Tor Nummer drei drauf. Trainer Alper Kayabunar konnte auf einige Akteure zurückgreifen, die zuletzt bei den Profis mitmischten, wie Stürmer Noah Klose, der allerdings per Elfmeter an Schwaigs Torwart-Winterneuzugang Felix Thiel scheiterte (22.). Der Löwen-Coach nahm es locker: „Ich bin zufrieden mit dem Auftakt, so kann es weitergehen.“
Zu den größten Titelrivalen der Junglöwen gehört der TSV Landsberg. In der „Ära Mölders“ haben die Lechstädter den Aufstieg knapp verpasst. Das soll nun anders werden, das zeigten auch die Verstärkungen in der Winterpause. Im Spitzenspiel des 22. Spieltages setzten sich die Landsberger mit 4:2 gegen den FC Deisenhofen durch. Die 400 Zuschauer sahen eine lebhafte Partie, mit ständig wechselnder Führung und einem furiosen Finale. In der 85. Minute hatte Florian Weber noch den Ausgleich zum 2:2 für Deisenhofen erzielt, doch dabei sollte es nicht bleiben: In der 89. Minute brachte Luca Dollinger die Gastgeber erneut in Führung und in der Nachspielzeit machte Maxi Berwein mit dem vierten Treffer den Erfolg des Aufstiegsaspiranten perfekt.
Chancen auf Platz zwei besitzt auch weiterhin der FC Pipinsried, dessen Auswärtsspiel beim TSV 1861 Nördlingen jedoch kurzfristig abgesagt wurde.
Mit dem 3:0-Heimsieg gegen den TSV Kottern setzte sich derweil der SV Heimstetten endlich ins obere Tabellendrittel ab: Wieder einmal konnte sich Trainerin Sarah Romert auf eine SVH-Legende verlassen: So sorgte Lukas Riglewski, der auch noch als Co-Trainer fungiert, mit seinem 15. Saisontreffer zum 1:0 (37.) für einen erfolgreichen Start des ehemaligen Regionalligisten.
Raus aus der Abstiegszone, das war die Devise des FC Ismaning vor dem Heimspiel gegen den SV Schalding-Heining. Und am Ende konnte Trainer Jacky Murici tatsächlich jubeln, denn der Plan ging mit dem 4:1-Heimsieg völlig auf. Für die Tore der Gastgeber sorgten Ilkan Atak (22. und 71.), Dimitrios Vourtsis (13.) und Allessandro Cazorla (34.).
Auch Daniel Dittmann, der Coach des TuS Geretsried, konnte mit dem 2:1 gegen den FC Gundelfingen und dem damit positiven Start nach der Winterpause zufrieden sein. Die TuS-Treffer erzielten Christian Wiedenhofer (2.) und Thomas Puscher (18.).
Nach dem erneut erheblichen personellen Umbruch während der Winterpause geht das Drama des früheren Drittligisten Türkgücü München nahtlos weiter. Das Team von Trainer Rainer Elfinger verlor bei Sturm Hauzenberg mit 0:1 und ziert mit nur acht Punkten aus 20 Partien das Tabellenende. „Unsere einzige Chance besteht darin, dass wir über die Relegation den Klassenerhalt schaffen“, hatte der erfahrene Türkgücü-Coach schon mehrfach betont.