Packende Zweikämpfe wie hier zwischen Daniel Akmadzic (Königstädten, rechts) und Serdar Anis (Trebur/Astheim) sahen die Zuschauer des A-Liga-Spitzenspiels – aber keine Tore.	Foto: Marc Schüler
Packende Zweikämpfe wie hier zwischen Daniel Akmadzic (Königstädten, rechts) und Serdar Anis (Trebur/Astheim) sahen die Zuschauer des A-Liga-Spitzenspiels – aber keine Tore. Foto: Marc Schüler

Spiel der Woche: Lorenz verpasst Siegtor für SG

Trebur/Astheim hat beim 0:0 in Königstädten etwas mehr vom Spiel +++ Beide Trainer zufrieden

KÖNIGSTÄDTEN. Ging man nach den jüngsten Spielen der beiden A-Ligisten SV Alemannia Königstädten und SG Trebur/Astheim, konnte man auf viele Tore hoffen. Doch jeder, der mit dem Gedanken eines Spektakels auf den Königstädter Sportplatz kam, wurde am Sonntag enttäuscht: Zwar zeigten beide Mannschaften eine ansprechende Leistung, am Ende hieß es aber 0:0.

Mit 24 Toren aus fünf Spielen stellen die Königstädter die gefährlichste Offensive der Kreisliga A. Zwar verzerrt das 15:0 gegen Türk Gücü Rüsselsheim II das Bild. Dennoch ist Alemannia-Trainer Ned Kostro glücklich mit seiner Offensive: „Wir spielen sehr modern und schalten schnell um, so versuchen wir, uns schnell Chancen zu verschaffen. Darauf muss sich jede Mannschaft einstellen.“

Beim Aufeinandertreffen am Sonntag sahen die rund 120 Zuschauer ein sehr kampfbetontes Spiel zweier gleichwertiger Mannschaften. Dabei hatten die Gastgeber vor allem im ersten Durchgang mehr von der Partie, doch wollte der Ball einfach nicht ins Netz der Gäste, die defensiv geschickt agierten und die Räume eng machten. Chancen gab es auch vor dem Tor der Gastgeber, die jedoch Torwart Steven Schmidt vereitelte.

Im zweiten Durchgang hatten die Gäste der SG Trebur-Astheim mehr von der Partie. Der Mannschaft von Trainer Dennis Verzay gelang es immer wieder, durch Pressing den Ball schnell zu erobern und dem Gegner die Laufwege zuzustellen. Entsprechend gering war die Chancenausbeute der Königstädter, meist war am Strafraum mit den Angriffsbemühungen der Alemannia Schluss.

Immer hitziger wurde das Geschehen auf dem Platz, eine gewisse Härte wurde auch durch die ständigen Zwischenrufe von Außen hineingetragen, weshalb Schiedsrichter Norbert Hartmann beide Trainer in der 75. Minute ermahnte. Kurz vor dem Ende hatte Trebur die größte Chance auf den Siegtreffer, als Philipp Lorenz alleine in den Strafraum kreuzte, dann aber den Schuss gegen die Laufrichtung über den Kasten setzte. Ein Ball zu dem allein aufs Tor laufenden Vincenzo Hauf entpuppte sich als zu lang. Auf der Gegenseite wurde Can Guerbuez noch in letzter Sekunde per Grätsche gestoppt, ein Alleingang sorgte schon für einen verfrühten Torjubel, doch strich der Ball knapp am Pfosten vorbei. So blieb am Ende ein torloses Remis und für die Gastgeber der Trost, weiterhin ungeschlagen in dieser Saison zu bleiben.

SVA-Trainer Ned Kostro war mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden „Manchmal ist so ein Unentschieden mehr Wert als drei Punkte. Trebur war ein starker Gegner, aber sie dachten, dass sie gegen meine junge Mannschaft mit Härte gewinnen können, während sie selbst bei kleinen Berührungen schon aufschrien. In der letzten Minute haben wir fast ein Tor kassiert, daher geht das Unentschieden in Ordnung. Meine junge Mannschaft hat gut gekämpft.“

Einverstanden mit dem „gerechten Ergebnis“war auch Treburs Trainer Dennis Verzay. „Königstädten war der erwartet schwere Gegner, hier werden noch andere Mannschaften verlieren. Wir haben gut dagegengehalten. Aber wir konnten unsere spielerischen Anlagen schlecht ausspielen.“

Alemannia Königstädten: Schmidt – Klug, Symmank, Doerries, Grewatsch, Akmandzic, Kiren, Weller, Guerbuez, Götz, Öner

SG Trebur-Astheim: Pommer – Hauf, Ljaschenko, Bronner, Albakri, Lukas, Traupel, Auth, Erguel, Anik, Behnke.

Schiedsrichter: Norbert Hartmann. Zuschauer: 120



Aufrufe: 020.9.2021, 08:30 Uhr
Marc SchülerAutor

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