
Trainer Michel Schmid äußert sich im FuPa-Teamcheck ausführlich zur bisherigen Saison des TSuGV Großbettlingen in der Kreisliga B4 Neckar/Fils. Er spricht über Vorbereitung, Teamgeist, sportliche Ziele, personelle Weichenstellungen und den Blick auf Meisterschaft und Abstieg.
Wie lange macht ihr Pause und wie sieht eure Vorbereitung aus? Gibt es besondere Highlights oder Teambuilding-Maßnahmen?
„Wir haben ca. 6,5 Wochen Pause gemacht. Das Training nehmen wir wieder am Samstag, den 24.1., auf. Dies wird mehr eine Veranstaltung als eine klassische Trainingseinheit. Wir treffen uns zum Kicken und gehen anschließend gemeinsam Bowling spielen. Besonders ist hier, dass wir den Tag nicht nur mit den Spielern der ersten Mannschaft gestalten, sondern neben allen aktiven Spielern sind auch Spieler aus der A und B Jugend dabei. Es ist uns wichtig, alle dabei zu haben. Jeder ist wichtig, um die Ziele des Vereins zu erreichen.
Anschließend ziehen wir knackige 5 Wochen die Wintervorbereitung durch. Uns ist es klar, dass das ca. eine Woche weniger ist als es die meisten anderen Teams tun. Ich als Trainer bin aber davon überzeugt, dass diese Zeit, gerade im Winter, völlig ausreichend ist. Wir werden auf den Punkt fit sein!
Ansonsten hatten wir noch in der Pause ein besonderes Highlight, von welchem ich berichten will. Am Samstag den 10.1 haben wir beim Hallenturnier unserer Freunde des SV Heubachs aus dem Kreis Coburg/Kronach/Lichtenfels teilgenommen. Neben sehr viel Erfahrung und neuer Freunde haben wir auch das dortige Turnier gewonnen! Gemeinsam wurde diese Triumph (bereits schon am Vortag) in Bamberg gefeiert. Auch dieses erfolgreiche Wochenende wird uns durch die Rückrunde tragen!“
Wie bewertest du das bisherige Abschneiden deiner Mannschaft im bisherigen Saisonverlauf?
„Ich bin insgesamt sehr zufrieden mit der Hinrunde. Wie kann es auch anders sein, wenn man vom ersten Tabellenplatz grüßt? Allerdings ist mir der sportliche Erfolg gar nicht so wichtig. Wichtig ist es, dass wir eine eingeschworene Gemeinschaft haben, die sich auch nach dem bitteren Abstieg nicht unterkriegen lassen haben. Nicht nur der Abstieg, sondern auch einige unglückliche und beinahe unfaire Aktionen in den Topspielen würde die eine oder andere Mannschaft ins wanken bringen. So aber nicht unsere Truppe, worauf ich als Trainer sehr stolz bin.
Eventuell steigen wir auf, eventuell auch nicht. Wenn die Mannschaft so bleibt wie sie ist, dann wird die Rückrunde eine große Freude. Auf welchem Tabellenplatz wir dann stehen, haben wir meistens selber in der Hand. Die Hinrunde lehrte uns aber, dass man nicht immer alles selber beeinflussen kann. Das gute ist, wir bleiben beisammen egal was passiert. Ein Verein in ruhigen Fahrwassern ist das wichtigste, das einem im Kreisligasport passieren kann!“
Was hat gut oder sogar besser geklappt als vielleicht zu Beginn erhofft?
„Wie oben schon erwähnt. Wir sind eine junge Truppe, die zusammenhält. Jeder steht für den anderen ein. Wenn wir mal weniger als 15 Spieler im Training sind, dann ist das die Ausnahme. Alle haben Freude an ihrem Hobby und das ist das wichtigste. Ich als Trainer kann nur bei tunlichstes dazugeben, dass dieses Feuer weiterbrennt.
Es ist auch für mich die erste Saison als Trainer einer Herrenmannschaft. Ob es nun besser ist als erhofft oder genauso ist nicht definierbar. Diese großbettlinger Einheit ist nicht so einfach einzunehmen.
Was jedoch hervorzuheben ist, dass sich unsere zweite Mannschaft durch die Verpflichtung des Trainers Franco Pellegrino stabilisiert hat und auch mein Austausch mit ihm sehr positiv ist. Das ist eine positive Entwicklung die im Sommer noch nicht abzusehen war.“
In welchen Bereichen haben sich in deiner Mannschaft Probleme aufgetan?
„Rein sportlich darin, dass uns oftmals die Killermentaltiät fehlt. Uns fehlt in der einen oder anderen Situation noch ‚dieser eine Knipser‘ der aus einer halben Chance zwei Tore schießen kann. Es ist zwar von Vorteil, dass wir dadurch nicht ausrechenbar sind. Allerding würde uns so ein 15 Tor Mann schon guttun.“
Welches Ziel nimmt sich deine Mannschaft für den Rest der Saison vor?
„Wir wollen aus unseren Möglichkeiten das beste raus holen. Schön wäre es, wenn wir bis zum Ende ganz oben stehen würden. Viel wichtiger ist es aber, dass wir den Bettlinger Jungs eine Perspektive im eigene Verein schaffen können. Diese kommt nicht ausschließlich durch Erfolge in den Pflichtspielen, sondern vor allem durch Spaß und Freude in den Trainingseinheiten. Fußball in der Kreisliga ist mehr als weniger eine Hobbyveranstaltung.
Ich als Trainer bin dafür zuständig, dass die Spieler dieses Hobby möglichst lange ausüben wollen. Ich bin davon überzeugt, dass sportlicher Erfolg dann eine logische Konsequenz ist. Wer aktuell erster ist, will diesen Platz natürlich nicht wieder hergeben!“
Gibt es personelle Veränderungen in deinem Team, die man bereits nennen kann?
„Ähnlich wie im Sommer haben wir keine Neuzugänge zu verzeichnen (Stand 19.1). Ob sich noch was tut, ist noch nicht sicher. Lediglich 2 Akteure wechseln ihre Rolle innerhalb des Vereins. Justin Walter (bisher Co-Trainer nun aktiver Spieler). Carlos Peranau (bisher und auch nach wie vor A Jugendspieler, welcher durch seinen 18. Geburtstag auch spielberechtigt für die aktiven Mannschaften ist).“
Wer wird Meister eurer Liga? Wer muss gegen den Abstieg kämpfen?
„3 Meisterschaftskandidaten: SGM Aichtal, SPV 05 Nürtingen, FV 09 Nürtingen II. Abstieg: SV Aich 07, SGM Raidwangen/Oberensingen, TV Bempflingen II, TSV Neckartailfingen II, TSV Grafenberg II, TSV Neckartenzlingen und die SGM Höllbach II.“