Die Schiedsrichter entschieden zweimal richtig auf Spielabbruch.
Die Schiedsrichter entschieden zweimal richtig auf Spielabbruch. – Foto: Thomas Rinke

Angriff mit Stativ! Polizei-Einsatz und Abbrüche in der Bezirksliga

Am Sonntag kam es bei zwei Spielen der Bezirksliga Westfalen Staffel 6 zu Abbrüchen. Bei einem Spiel war sogar die Polizei vor Ort.

Am 20. Spieltag der Bezirksliga Westfalen 6 haben sich am Wochenende gleich zweimal zwei hässliche Szenen abgespielt. In den Spielen der TuS Neuenrade gegen die Sportfreunde Hüingsen und dem Sinopsor Iserlohn gegen den TSK Hohenlimburg musste der Schiedsrichter jeweils die Partie frühzeitig beenden.

Beim Spiel zwischen Iserlohn und Hohenlimburg kam es zu nicht nur zu einem Spielabbruch, es musste sogar die Polizei gerufen werden. Nach Angaben der Beamten sah ein 19-Jähriger Spieler der Gastgeber die rote Karte und soll daraufhin von zwei Fans der Gästemannschaft beleidigt und bedroht worden sein. Aus diesem Grund verlor der Spieler die Nerven und griff nach einem Kamera-Stativ um mit diesem auf die beiden Zuschauer einzuschlagen.

Die Mitspieler griffen ein und beruhigten die Situation zumindest soweit, dass beim Eintreffen der Polizei die Beteiligten "nur" noch mit Worten aufeinander losgingen. Ein Zuschauer wurde vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht.

Die Polizei ermittelt nun wegen gefährlicher Körperverletzung gegen den 19-Jährigen und dessen Schwager, sowie gegen die beiden Zuschauer aufgrund von Beleidigung.

Im Gegensatz dazu war der zweite Spielabbruch zumindest ein wenig unaufgeregter. Das Spiel der TuS Neuenrade wurde in der 87. Minute vorzeitig beendet. Zu diesem Zeitpunkt führte die Gastmannschaft aus Hüingsen mit 5:1. Grund für den Abbruch war, dass ein Neuenrader-Spieler den Platz partout nicht verlassen wollte, obwohl dieser die Gelb-Rote Karte gesehen hatte. Der Unparteiische entschied daraufhin, dass Spiel abzubrechen.

Aufrufe: 022.3.2022, 11:24 Uhr
redAutor