2026-05-06T12:44:31.715Z

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TSGV Waldstetten: "Ob nun berechtigt oder nicht"

Zu zehnt und mit drei B-Liga-Spielern: Der TSGV Waldstetten erkämpft sich in der Landesliga ein Remis in Eislingen

von tsgv · Heute, 15:15 Uhr · 0 Leser
– Foto: Pressefoto-Bildredaktion Eibne

In der Fußball-Landesliga ist es ob der spannenden Tabellenkonstellation abermals zu einem Topspiel gekommen. Abermals vertreten war auch der TSGV Waldstetten, der sich beim 1. FC Eislingen am Ende ein 2:2 (1:1) erkämpfte, mit dem man am Ende, den Umständen entsprechend, aus Waldstetter Sicht zufrieden sein musste.

Die Waldstetter waren auf einem sehr stumpfen Geläuf direkt drin in der Partie. Nach einem schönen Diagonalball von Joshua Szenk verarbeitete Max Dudium das Leder stark, zog nach innen, scheiterte aber am Eislinger Schlussmann Dominik Kuhn (6. Minute). Zwei Minuten später machte es der FCE fast genauso: Ein langer Diagonalball landete bei Salih Egrlic, der abzog, doch in Max Helmli seinen Meister fand (8.).

Ein flotter Beginn, dem gleich ein Treffer folgen sollte. Can-Luca Groiß spekulierte bei einem Abwehrfehler der Eislinger richtig, zog Richtung Tor und wurde fast schon zu weit nach außen gedrängt, doch zog mit links noch wuchtig ab, sodass der Ball zum 1:0 für die Gäste einschlug (12.). Auch danach waren die Gäste optisch die bessere Mannschaft, nutzten im Mittelfeld die gewährten Freiräume, doch immer wieder sollte der letzte Pass nicht richtig ankommen. Eislingen probierte es auch immer wieder, doch die abermals neuformierte Viererkette der Waldstetter stand häufig sehr gut. Jannik Kurfess, Liam Eisele und Eric Taxis warfen in dieser Partie wirklich alles rein, machten allesamt ein starkes Spiel.

Dennoch erzielten die Eislinger den Ausgleich, ein wenig aus dem Nichts. Einen wuchtigen Schuss parierte Max Helmli noch stark, doch in der Mitte reagierte schließlich Kevin Gromer am schnellsten und staubte ab (35.). Nach diesem Treffer dann waren die Gastgeber besser im Spiel, die sich bedanken durften, dass Waldstetten in der Offensive zuvor nicht zwingend genug gewesen ist. Max Dudium (26.) und Dominik Pfeifer (41.) probierten es zwischendurch mit Distanzschüssen, verfehlten jedoch jeweils das Tor um ein gutes Stück.

In die zweite Hälfte kamen die Eislinger zunächst besser, dazu musste Niels Waldraff kurz nach dem Wiederanpfiff raus, für ihn kam Lennart Schoell aus der U23 des TSGV. Kurz darauf dann hatte Dominik Pfeifer einen Geistesblitz, chippte den Ball zu Patrick Nagler, der diesen stark festmachte, sich um seinen Gegenspieler drehte und ins rechte Eck zur neuerlichen Führung traf (53.).

Dann aber folgte eine Szene, die diese Partie änderte. Bei der Ausführung eines Freistoßes in der eigenen Hälfte diskutierte Tim Schraml, die Worte waren nicht zu verstehen. Der Unparteiische, Anis Ramic, zeigte dem bereits verwarnten Schraml in dieser Situation die Gelb-Rote Karte (60.). Noch eine halbe Stunde war zu gehen für die Gäste, die sich zunächst nach hinten fallen ließen. „Ob nun berechtigt oder nicht. Wenn ich schon Gelb habe, sollte ich vielleicht etwas bedachter in dieser Situation sein und einfach gar nichts sagen“, ärgerte sich Krätschmer. Noch schlimmer findet er, dass Schraml am Mittwoch, im Nachholspiel in Köngen, dem nächsten Topspiel, fehlen wird: „Das tut uns weh.“

Nach einem Eckball rettete zunächst die Latte für den TSGV (65.). Waldstetten stemmte sich mit allem dagegen, was es hatte, kämpferisch konnte man der Mannschaft überhaupt nichts vorwerfen. Personell hatte TSGV-Trainer Patrick Krätschmer kaum mehr Möglichkeiten, wechselte mit Louis Itzelberger (77.) und Max Beyerle (81.) zwei weitere U23-Spieler ein. Davor jedoch war es Aykut Durna, der die Waldstetter doch noch einmal überwinden sollte – 2:2 (77.). Itzelberger musste kurz nach seiner Einwechslung jedoch schon wieder mit einer Zerrung vom Platz, es lief wirklich viel gegen den TSGV.

Nach dem Ausgleich aber beschränkten sich die Waldstetter dennoch nicht nur aufs Verteidigen. Eric Taxis stürmte nach vorne und schloss ab, sein Versuch war aber zu schwach (82.), Szenk verfehlte knapp (83.). Diese Aktionen brachten den Gästen die nötige Entlastung. Als dann nach einem Freistoß noch einmal Helmli stark zur Stelle war, konnten sich die Gäste zumindest über diesen einen Zähler freuen, den sie sich verdient hatten.

Krätschmer lobte am Ende vor allem die ersten 25 Minuten seiner Mannschaft, bemängelte lediglich, dass sie nicht mehr als einen Treffer erzielt hatte. „Nach dem 1:1 wurde es schließlich ausgeglichener. Respekt an meine Mannschaft, Respekt vor allem an die Spieler der U23, die sich alle reingehangen haben“, lobte Krätschmer hinterher seine komplette Mannschaft. Jetzt gilt es, sich zu sammeln, Regeneration heißt das Zauberwort, um einigermaßen fit in die Mittwochspartie (19 Uhr) gehen zu können.