
In der vergangenen Woche hat Fußball-Landesligist TSGV Waldstetten einen Rückschlag hinnehmen, sich dem TV Echterdingen mit 1:3 geschlagen geben müssen. Eine in Summe verdiente Pleite, die die Mannschaft von Patrick Krätschmer aber nicht sonderlich zurückwerfen dürfte. „Das ist abgehakt“, sagt der TSGV-Trainer. Für Trübsal blasen bleibt allerdings auch keine Zeit, denn bereits an diesem Sonntag (15 Uhr) empfängt der TSGV, der immer noch Dritter ist, den neuen Tabellenzweiten, den TSV Ehningen.
Punktgleich (35) sind die beiden Mannschaften, hinter dem Spitzenreiter Köngen (39). „Ich habe es erst kürzlich gegenüber einer Zeitung gesagt: für mich zählt Ehningen ganz klar zu den Favoriten auf die Meisterschaft. Das ist eine spannende Mannschaft mit viel Qualität, die völlig zurecht dort oben steht“, sagt Krätschmer. Er freue sich vor allem auf ein persönliches Treffen mit TSV-Trainer Johannes Pfeifer, mit dem er einen guten Kontakt pflege, sagt Waldstettens Trainer.
Das Meisterschaftsrennen ist ein spannendes, denn nicht nur die Waldstetter und Ehninger schielen noch berechtigterweise nach oben. Waldhausen (35), Eislingen (33) Bernhausen (31) und selbst Bad Boll (30) dürfen sich ebenfalls noch berechtigte Hoffnungen machen, ganz oben reinzudrängen. Lange war die Landesliga nicht mehr so spannend, durch diese enge Konstellation finden fast in jeder Woche Topspiele statt – in dieser Woche ist der TSGV teil eines solchen. Tabellenführer Köngen empfängt Bad Boll, ein Duell zwischen Erstem und Siebten, punktetechnisch aber durchaus auch als Topspiel zu werten.
Die Langzeitverletzten Max Dudium, Jonas Kurz und Marc Heinzmann fallen natürlich weiterhin aus und die Einsätze von Dominik Pfeifer (Gehirnerschütterung) und Niels Waldraff (Schlag auf die Wade) sind stark gefährdet. Beide hatten sich in Echterdingen verletzt und mussten deswegen ausgewechselt werden. Luka Vodopija und Eric Taxis konnten unter der Woche bereits wieder mit der Mannschaft trainieren, für Taxis allerdings käme ein Einsatz noch zu früh, sagt Krätschmer. Bei Vodopija wolle man letzte Tests abwarten, bei ihm zwickt es hin und wieder noch. Eine Parallele gibt es zwischen den beiden Mannschaften: für beide war Echterdingen eine nicht lösbare Aufgabe.
Die Ehninger haben zu Hause gegen den TVE mit 1:2 verloren. Mit einem Remis gegen Waldhausen und einem spektakulären 5:3-Erfolg gegen Bernhausen hat der kommende Waldstetter Gegner bereits Erfahrung aus zwei Topspielen sammeln dürfen in diesem Jahr. Aufpassen müssen Tim Schraml & Co. in der Defensive: Mit 47 Treffern verfügt Ehningen über die stärkste Offensive der Liga, mit 25 Gegentreffern dazu über die stabilste Defensive, gemeinsam mit Waldstetten. „Ich habe es ja schon häufig gesagt: Die Defensive ist der Schlüssel zu Siegen. Vorne treffen wir immer. Wenn wir also hinten die Null halten, haben wir gute Chancen auf einen Sieg“, rechnet Krätschmer schmunzelnd vor. Das werden die Löwen auch an diesem Sonntag wieder versuchen. So machen selbst die nackten Zahlen Lust auf diese Partie, die wirklich viel Spannung verspricht.