
Die TSG Wittershausen hat ihren Titel im Frauen-Bezirkspokal Nordschwarzwald erfolgreich verteidigt. Im Endspiel gegen den SV Eutingen II setzte sich die Mannschaft in Neubulach mit 2:0 durch. Die Treffer von Sina Geißinger und Sarah Weigand in der ersten Halbzeit ebneten den Weg für eine Jubelnacht, die erst in den frühen Morgenstunden enden soll.
Die geglückte Mission Titelverteidigung
Nach dem Erfolg im Vorjahr war die Erwartungshaltung bei der TSG hoch, aber auch von Respekt geprägt. Die Trainer Markus Müller und Stefan Schulz hatten ihr Team akribisch auf das Finale vorbereitet. „Natürlich wollten wir den Pokalerfolg aus dem letzten Jahr bestätigen, was uns auch verdient gelungen ist“, bilanzierte Markus Müller gegenüber FuPa nach dem Schlusspfiff. Die größte Ungewissheit lag im Vorfeld in der Aufstellung des Gegners begründet, da der SV Eutingen II auf einen großen Pool aus drei Frauenmannschaften und einer Oberliga-B-Jugend zurückgreifen kann.
Mannschaftsgeist als Schlüssel zum Erfolg
Trotz personeller Rückschläge unmittelbar vor dem Endspiel bewies die TSG eine beeindruckende Moral. „Ausschlaggebend war bei uns ganz klar die mannschaftliche Geschlossenheit, die uns die komplette Runde auszeichnet“, erklärte der Trainer. Auch der kurzfristige Ausfall von zwei Stammspielerinnen konnte das Gefüge nicht erschüttern. Im Gegenteil: „Wir mussten noch enger zusammenrücken. Ich denke, dieser Spirit hat ganz klar den Unterschied ausgemacht.“ Dieser Zusammenhalt war auf dem Platz in jeder Phase der Partie greifbar.

Souveräne Spielkontrolle in Neubulach
Sportlich ließ die TSG Wittershausen von Beginn an wenig Zweifel an ihrem Sieg aufkommen. Bereits in der 20. Minute erzielte Sina Geißinger die 1:0-Führung. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte legte Sarah Weigand mit dem 2:0 nach (45.+3). „Es war ein absolut verdienter Sieg. Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen und hatten neben den beiden Toren in der ersten Halbzeit weitere Chancen, sodass wir zur Halbzeitpause noch höher hätten gewinnen können“, analysierte Markus Müller. Auch nach dem Seitenwechsel kontrollierte sein Team das Geschehen weitestgehend und blieb gefährlich: „In Halbzeit zwei hatten wir gegen Ende eher die Möglichkeit aufs dritte Tor als Eutingen auf den Anschlusstreffer.“
Rückhalt durch eine starke Fankulisse
Ein entscheidender Faktor für die emotionale Atmosphäre war die Unterstützung von den Zuschauern. Ein voll besetzter Fanbus war aus Wittershausen nach Neubulach gereist, um die Frauen anzufeuern. Für Markus Müller ist dies ein Zeichen für die tiefe Verwurzelung des Teams innerhalb der Gemeinschaft: „Hier im Verein hat der Frauenfußball einen hohen Stellenwert, was unsere zahlreichen Fans beim Endspiel auch gezeigt haben.“ Diese Wertschätzung verwandelte das Finale in ein echtes Heimspiel in der Fremde.
Feierlichkeiten bis zum Morgengrauen
Nach der Pokalübergabe brachen alle Dämme. Die Freude über den erneuten Triumph entlud sich in ausgelassenen Feierszenen. „Wir hatten eine tolle Unterstützung durch einen voll besetzten Fanbus und haben sowohl vor Ort in Neubulach nach dem Spiel mega gefeiert als auch jetzt im heimischen Sportheim“, berichtete der Trainer. Da viele Beteiligte den folgenden Tag arbeitsfrei haben werden, gibt es kein Halten mehr: „Die meisten haben morgen frei, sodass hier einige bis morgen früh am Feiern sein werden.“ Der Pokal hat seinen Platz in Wittershausen damit erfolgreich verteidigt.
