
Die U19 des VfL Wolfsburg hat im DFB-Pokal der A-Junioren ein echtes Ausrufezeichen gesetzt. Die Mannschaft von Trainer Daniel Bauer drehte am Samstag im AOK Stadion einen Rückstand gegen die TSG 1899 Hoffenheim und gewann nach Verlängerung mit 5:1 (1:1, 0:1). Erst ein später Treffer von Innenverteidiger Till Neininger (80.) rettete die Jungwölfe überhaupt in die Verlängerung, ehe die Grün-Weißen in Überzahl regelrecht aufdrehten.
Die Partie begann für Wolfsburg zäh. Hoffenheim präsentierte sich aggressiv und störte früh, während der VfL im Aufbau immer wieder unter Druck geriet. Nach einer halben Stunde nutzten die Gäste einen Standard, um in Führung zu gehen: Nach einem Freistoß stand Tamay Dügdü goldrichtig und köpfte zum 0:1 ein. Der Rückstand zeigte Wirkung, doch mit zunehmender Spieldauer gewann Wolfsburg mehr Kontrolle und erhöhte das Tempo. Erst kurz vor Schluss fiel der verdiente Ausgleich, als Neininger nach einer Ecke am schnellsten reagierte.
In der Nachspielzeit der regulären Spielzeit kippte das Spiel endgültig zugunsten des VfL. Hoffenheims Tristan Spranger sah nach einem Foulspiel und anschließendem Reklamieren binnen weniger Sekunden zwei Gelbe Karten (90.+6). Die Überzahl nutzten die Gastgeber sofort. In der Verlängerung traf zunächst erneut Neininger per Kopf zur Führung (93.), dann sorgte Joker Carl-Anton Sticherling mit einem Doppelschlag (105., 115.) für die Vorentscheidung. Den Schlusspunkt setzte Marko Mandity in der 119. Minute nach Vorarbeit von Isaiah Seretis.
Trainer Daniel Bauer sprach von einem Sieg auf „außergewöhnlich hohem Niveau“. Seine Mannschaft habe „nach einem schwachen Start enorme Mentalität gezeigt und das Spiel mit großem Willen und spielerischer Klasse gedreht“. Mit dem Erfolg stehen die Jungwölfe im Viertelfinale und bleiben auch im 14. Pflichtspiel in Serie ungeschlagen.
VfL Wolfsburg U19: Zielinski – Bürger (94. Mandity), Boog (117. Greger), Neininger, Chebil (72. Furtado Brito) – Dittrich, Hensel (84. Licht), Soylu (106. Seretis) – Benedict, Simic (72. Sticherling), Katz
Tore: 0:1 Dügdü (31.), 1:1 Neininger (80.), 2:1 Neininger (93.), 3:1 Sticherling (105.), 4:1 Sticherling (115.), 5:1 Mandity (119.)
Besonderes Vorkommnis: Gelb-Rote Karte für Spranger (TSG, 90.+6)