Ein Verein im Umbruch
Die TSG Ehingen befindet sich mitten in einem strukturellen Neustart. Nach dem Landesliga-Abstieg entschied sich der Verein für einen Generationswechsel. Mario Sopic beschreibt den Kern der Vorbereitung klar: „Ein großer Schwerpunkt ist einfach unsere jungen Spieler weiterhin schnell bei den Herren zu etablieren und zudem auch die Weiterentwicklung von den jungen Spielern.“ Ziel sei es noch kompakter und auch noch besser als Mannschaft zu funktionieren. "Wir wollen auf jeden Fall weniger Gegentore kriegen als in der Vorrunde, aber auch mehr Tore schießen.“
Zufriedenheit trotz Lernphase
Die sportliche Zwischenbilanz fällt differenziert aus. „Hört sich zwar komisch an für einen Landesligaabsteiger“, sagt Sopic, „aber für diesen Umbruch den wir dieses Jahr gemacht haben und den Weg den wir mit den jungen talentierten Spielern aus Ehingen gehen - die wirklich langsam auszubilden und aber auch weiterzuentwickeln - bewerte ich das Abschneiden eigentlich zufriedenstellend bis auf ein paar Ausreißer.“ Zwei bis vier verlorene Punkte schmerzen, doch die junge Elf habe bewiesen, dass es mit den Mannschaften im oberen Drittel und mithalten könne. Spiele gegen Aufheim/Holzschwang, Öpfingen und Türkgücü Ulm seien Belege dafür.
Jüngste Mannschaft der Liga
Besonders stolz ist Sopic auf die Integration der Talente. „Wir sind aktuell mit Abstand die jüngste Mannschaft in der Liga.“ Der Altersdurchschnitt der Startelf lag meist bei rund 22 Jahren, teilweise auch darunter. Spieler wie Noah Stark, Jan Fischer, Leo Papak und Malik Nicevic hätten richtig gut funktioniert und sich teils zum Stammspieler entwickelt. Für den Trainer ist das der größte Erfolg der Vorrunde.
Offensive als Baustelle
Trotz ordentlicher Punktausbeute sieht Sopic klare Defizite: „Eindeutig war es der Offensivbereich.“ Die Chancenverwertung sei unzureichend gewesen. „Für die Möglichkeiten, die wir hatten haben wir einfach zu wenig Tore geschossen.“ Diese Erkenntnis führte direkt zu personellen Konsequenzen.
Zwei gezielte Verstärkungen
Ehingen reagierte im Winter offensiv. Axel Sime kommt vom Landesligisten FV Biberach zurück. „Eigentlich ein Ehinger“, erinnert Sopic, der ihn schon im Sommer holen wollte. Beim FV Biberach kam Sime „leider nicht zum Zug“. Zweiter Neuzugang ist Nikolaj Adlwarth vom FC Blaubeuren, „ein sehr talentierter athletischer, guter Spieler für den Offensivbereich mit ganz viel Landesligaerfahrung“. Abgänge gibt es keine.
Drei klare Saisonziele
Die Marschroute ist eindeutig: „Das größte Ziel ist es den Klassenerhalt so schnell wie möglich zu sichern.“ Zusätzlich sollen weniger Gegentore kassiert und mehr Treffer erzielt werden. Für Sopic hängen alle Ziele zusammen: „Wenn uns das gelingt, glaube ich dass dann Punkt eins auch relativ schnell gelingt.“
Blick auf die Liga
In einer engen Bezirksliga Donau/Iller steht Ehingen mit 20 Punkten aus 16 Spielen auf Rang zehn. Tabellenführer Westerheim und die SGM Aufheim/Holzschwang führen mit je 31 Punkten. Für Sopic ist der Titelkampf ein Zweikampf: „Ich glaube, dass es Westerheim macht, weil die einfach vom Verein, von der Mannschaft und von der Struktur aktuell ein bisschen weiter sind als Türkgücü Ulm. Ich dnke dass die zwei es unter sich ausmachen werden.
Geduld als Strategie
Der Tabellenstand spiegelt Ehingens Übergangsphase: 23:28 Tore, Platz zehn, aber Anschluss ans Mittelfeld. Für Sopic zählt nicht kurzfristige Euphorie, sondern nachhaltige Entwicklung. Die TSG setzt bewusst auf Geduld, Ausbildung und Identität. Der jüngste Kader der Liga soll nicht nur bestehen, sondern wachsen.