Saban Firat ist nun Trainer in Bechtheim. Frühestens im Januar könnte er selbst wieder auf dem Platz stehen.                                  F: Claus-Walter Dinger
Saban Firat ist nun Trainer in Bechtheim. Frühestens im Januar könnte er selbst wieder auf dem Platz stehen. F: Claus-Walter Dinger

Bei Absteiger Bechtheim folgt Firat auf Hinkel

Die Meldung für die C-Klasse steht noch aus / Ist der Kader groß genug?

BECHTHEIM (mim). Saban Firat ist der neue Trainer bei B-Klassen-Absteiger TSG Bechtheim. Oder zumindest fast. Noch ist nämlich nicht hundertprozentig sicher, ob die TSG tatsächlich eine Mannschaft für die kommende Saison in der C-Klasse melden wird. Firat: „Wir müssen uns nochmal zusammensetzen und schauen, ob der Kader groß genug ist. Ich bin aber optimistisch, dass wir eine Mannschaft melden.“

Das es in Sachen Fußball in Bechtheim weitergeht, ist Firat eine Herzensangelegenheit. „Sonst gibt es in hier für Jugendliche nicht viel. Ich will nicht, dass in Bechtheim nur noch auf der Playstation Fußball gespielt wird“, sagt der 36jährige, der seine Laufbahn einst in der A-Jugend der TSG begann. Es folgten Stationen beim TuS Heßloch (zweimal), in Gundersheim, wieder Bechtheim und zuletzt ganz kurz bei Germania Eich. Dort verletzte sich Firat aber schon im zweiten Spiel, der Kreuzbandriss zwingt ihn bis heute zur Pause – vielleicht sogar zum Laufbahnende als aktiver Kicker. Warum Eich? „Bernd Hinkel und ich hatten unterschiedliche Vorstellungen, wie wir bei der TSG spielen sollten. Deshalb bin ich Winter nach Eich.“ Um nun als Nachfolger von Hinkel, der in seinen drei Jahren den stetigen Niedergang seit dem Aufstieg 2010/2011 nicht verhindern konnte, wieder zu seinem Stammverein zurückzukehren. Gemeinsam mit Abteilungsleiter Vakkas Firat, seinem Bruder, steht er vor einer „sehr schweren Aufgabe“. In der C-Klasse soll die Mannschaft den Spaß am Fußball wieder entdecken und ohne Druck das neue System, welches eine deutliche defensivere Grundausrichtung beinhaltet, annehmen. Noch aber weiß Firat nicht so recht, mit welchem Personal er planen kann. Lukas Becker, Emre Yalamz und Eyupy Aytas haben sich anderen Vereinen angeschlossen, weitere Abgänge stehen im Raum. „Neue Spieler nach Bechtheim zu holen ist dagegen schwierig“, weiß Firat. Bernd Hinkel kann das bestätigen. Stattdessen versucht Firat ehemalige TSGler zur Rückkehr zu bewegen, kann aber „noch nichts Konkretes“ vermelden. Immerhin: Drei Spieler im A-Jugend-Alter, die zuletzt mit der Mannschaft mittrainierten, sorgen für eine Verjüngung der neuen Mannschaft. Sofern sie denn gemeldet wird..

Aufrufe: 8.6.2016, 19:00 Uhr
Michael MayerAutor

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