2026-04-20T12:45:22.080Z

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TSG Balingen: "Wir freuen uns sehr auf die Partie"

Am 30. Spieltag der Regionalliga Südwest tritt die TSG Balingen am morgigen Dienstagabend bei den Stuttgarter Kickers an.

von red · Heute, 18:30 Uhr · 0 Leser
– Foto: Pressefoto-Bildredaktion Eibne

In der Regionalliga Südwest steht für die TSG Balingen eine der atmosphärischsten Aufgaben der Saison bevor. Im Rahmen einer englischen Woche gastiert der Aufsteiger am morgigen Dienstagabend bei den Stuttgarter Kickers. Nach dem emotionalen Punktgewinn gegen die Mainzer Reserve herrscht im Lager der Balinger eine Mischung aus Vorfreude und unbändigem Willen. Unter dem Flutlicht des GAZi-Stadions auf der Waldau will die Mannschaft von Trainer Murat Isik mutig agieren und gegen den Traditionsverein wichtige Zähler im Kampf um den Klassenerhalt einfahren.

Flutlichtzauber und die besondere Aura der Waldau

Für die TSG Balingen markiert der morgige Dienstag, 21.04.2026, einen besonderen Termin im Kalender der Regionalliga Südwest. Das Gastspiel bei den Stuttgarter Kickers im geschichtsträchtigen Stadion auf der Waldau weckt bei allen Beteiligten große Emotionen. Um 19 Uhr wird die Partie unter Flutlicht angepfiffen, was der Begegnung in der englischen Woche einen zusätzlichen Reiz verleiht. Es ist das Aufeinandertreffen eines leidenschaftlichen Außenseiters mit einem der klangvollsten Namen der Liga. Für die Mannschaft unter Trainer Murat Isik ist es die Gelegenheit, sich auf großer Bühne zu beweisen und die Atmosphäre eines echten Traditionsduells aufzusaugen.

Die mutige Marschroute des Trainergespanns

Trotz der prekären Tabellensituation ist bei der TSG von Ehrfurcht keine Spur zu finden. Vielmehr herrscht eine positive Anspannung vor, wie Balingens Co-Trainer Daniel Güney gegenüber FuPa betont: „Wir freuen uns sehr auf die Partie. Zum einen englische Woche, Flutlicht; zum anderen bei den Stuttgarter Kickers auf der Waldau. Mit den Fans und dem doch auch sehr attraktiven Gegner in der Liga freuen wir uns, dass wir mutig auftreten werden.“ Das Ziel des Trainerstabs ist klar definiert: Man will sich in Stuttgart nicht verstecken, sondern die eigene Identität auf den Rasen bringen. „Dass wir uns freuen, unser Spiel auch auf der Waldau spielen zu können. Und wir werden dementsprechend alles daran legen, uns positiv zu zeigen und bestenfalls Zählbares oder sogar drei Punkte mitzunehmen“, gibt Daniel Güney die kämpferische Richtung vor.

Moralischer Rückenwind durch den Last-Minute-Punkt

Das Selbstvertrauen für diese schwere Auswärtsaufgabe speist sich maßgeblich aus dem letzten Auftritt vor heimischer Kulisse. Am vergangenen Spieltag erkämpfte sich die TSG Balingen ein 1:1-Unentschieden gegen den FSV Mainz 05 II. Vor 612 Zuschauern bewiesen die Balinger eine enorme Moral, als sie nach dem Rückstand durch Fabio Moreno Y Fell (36.) nie aufsteckten. Erst in der 90. Minute erlöste Matthias Schmitz sein Team mit dem Ausgleichstreffer. Dieser späte Lohn für den hohen Aufwand hat gezeigt, dass die Mannschaft bis zur letzten Sekunde an ihre Chance glaubt. Dieser Punktgewinn soll nun als Initialzündung für das schwere Spiel in Stuttgart dienen.

Die Schwere der Aufgabe im Degerlocher Kessel

Ein Blick auf das Klassement verdeutlicht die Favoritenrolle der Gastgeber. Die Stuttgarter Kickers belegen mit 42 Punkten aus 29 Spielen den 11. Tabellenplatz. Mit 41 erzielten Toren stellen sie eine offensive Gefahr dar, der die Balinger Defensive mit höchster Konzentration begegnen muss. Während die Kickers im gesicherten Mittelfeld rangieren, kämpft die TSG als Tabellensechzehnter mit 21 Punkten gegen den drohenden Abstieg.

Erinnerungen an ein schmerzhaftes Hinspiel

Die TSG hat mit den Kickers zudem noch eine Rechnung offen. Das Hinspiel in Balingen endete vor 1746 Zuschauern mit einer 0:2-Niederlage. Damals war es vor allem ein Spieler, den die Balinger Hintermannschaft nicht in den Griff bekam: Marlon Faß erzielte in der 17. und 32. Minute beide Treffer für die Stuttgarter und sorgte so bereits früh für klare Verhältnisse. Aus diesen Fehlern der Vergangenheit will die TSG Balingen lernen. Die Marschroute für morgen Abend lautet, die Kreise der Stuttgarter Offensive früher zu stören und selbst durch mutige Nadelstiche zum Erfolg zu kommen.

Die Hoffnung auf den großen Coup in der Fremde

Wenn morgen um 19 Uhr die Flutlichtmasten im GAZi-Stadion erstrahlen, wird die TSG Balingen alles in die Waagschale werfen. Der Fokus liegt darauf, die positiven Ansätze aus dem Mainz-Spiel zu veredeln. Die Leidenschaft, mit der Matthias Schmitz in der Schlussminute den Ausgleich erzielte, muss von Beginn an spürbar sein. Es geht darum, sich „positiv zu zeigen“, wie Daniel Güney es fordert. Für den Aufsteiger ist die Reise nach Stuttgart mehr als nur ein Pflichtspiel – es ist die Chance, mit Mut und Herz die „theoretischen Restchancen“ und den Glauben an den Klassenerhalt mit Leben zu füllen.