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TSG Balingen: "Wir freuen uns natürlich auf das Spiel in Offenbach"

In der Regionalliga Südwest muss die TSG Balingen bei Kickers Offenbach punkten.

von red · 08.04.2026, 22:45 Uhr · 0 Leser
– Foto: Pressefoto-Bildredaktion Eibne

Für die TSG Balingen steht am kommenden Samstag eine Herkulesaufgabe auf dem Programm. Am 28. Spieltag der Regionalliga Südwest trifft der Aufsteiger auf den Traditionsverein Kickers Offenbach. Trotz der prekären tabellarischen Lage und der jüngsten Niederlage gegen Freiburg ist die Vorfreude im Balinger Lager ungebrochen. Co-Trainer Daniel Güney betont gegenüber FuPa die Bedeutung dieses Duells gegen einen der „ganz großen Gegner“ der Liga, während die Mannschaft alles daransetzen wird, ihre theoretischen Chancen auf den Klassenerhalt am Leben zu erhalten.

Die Sehnsucht nach den großen Duellen der Regionalliga

Wenn am Samstag um 14 Uhr der Anpfiff ertönt, geht für viele im Verein ein kleiner Traum in Erfüllung, der bereits am Tag des Aufstiegs seinen Anfang nahm. Das Gastspiel bei einem ehemaligen Bundesligisten markiert einen emotionalen Höhepunkt in der Geschichte der TSG Balingen. Die Bedeutung dieses Austragungsortes schwingt in jedem Wort mit, wenn man sich auf den Weg nach Hessen macht.

Co-Trainer Daniel Güney bringt die allgemeine Stimmungslage auf den Punkt: „Wir freuen uns natürlich auf das Spiel in Offenbach. Ich denke, seit dem Tag des Aufstiegs fiebert man natürlich auf die Spiele bei den ganz großen Gegnern hin, und zu diesen zählt man einfach die Kickers Offenbach. Deswegen freuen wir uns sehr auf dieses Spiel.“

Der unbedingte Wille zur positiven Gestaltung

Trotz der emotionalen Komponente darf der sportliche Ernst der Lage nicht in den Hintergrund rücken. Für die Mannschaft von Trainer Murat Isik ist die Zeit der bloßen Komplimente vorbei; es müssen zählbare Erfolge her, um das Wunder Klassenerhalt noch möglich zu machen. Die Marschroute für das Wochenende ist daher klar definiert. Daniel Güney lässt keinen Zweifel daran, dass die TSG nicht als Tourist anreist: „Nichtsdestotrotz müssen wir auch für uns einfach jede Möglichkeit nutzen, noch zu punkten, um eventuell theoretische Restchancen zu haben. Und dementsprechend wollen wir alles dran setzen, das Spiel positiv zu gestalten.“ Es ist die Mischung aus dem Respekt vor der Größe des Gegners und dem unbändigen Drang, die eigene Haut so teuer wie möglich zu verkaufen, die das Team antreibt.

Lehren aus dem dramatischen Freiburg-Spiel

Dass die TSG Balingen durchaus in der Lage ist, mit spielstarken Gegnern mitzuhalten, zeigte das letzte Heimspiel. Gegen den SC Freiburg II lieferte sich die Elf vor 558 Zuschauern einen Schlagabtausch, der jedoch mit einer bitteren 2:3-Niederlage endete. Besonders der frühe Führungstreffer durch Amney Moutassime in der 8. Minute und der spätere Ausgleich durch Marko Pilic in der 49. Minute zeigten die moralische Stärke des Teams. Dass die Partie durch einen Doppelschlag von Krish Raweri und einen späten Elfmeter von Oscar Wiklöf noch verloren ging, war ein schwerer Schlag, doch die gezeigte Leistung dient nun als Fundament für den Auftritt in Offenbach.

Erinnerungen an den Punktgewinn im Hinspiel

Ein weiterer Mutmacher für die Reise nach Hessen ist das erste Aufeinandertreffen in dieser Saison. Im Hinspiel bewies die TSG Balingen vor 850 Zuschauern, dass sie gegen die Kickers bestehen kann. Nach einem Rückstand durch einen Foulelfmeter von Ron Berlinski in der 67. Minute gab sich die Mannschaft nie auf. In einer dramatischen Schlussphase war es Simon Klostermann, der in der Nachspielzeit (90.+4) den umjubelten 1:1-Ausgleich markierte. Dieses Erlebnis hat sich tief in das kollektive Gedächtnis der Mannschaft eingebrannt. Es ist der Beweis dafür, dass man auch gegen einen Favoriten bis zur allerletzten Sekunde an den Erfolg glauben muss. Die Erinnerung an diesen späten Punktgewinn soll am Samstag die nötige Energie freisetzen, um erneut für eine Überraschung zu sorgen.

Die gnadenlose Realität des Tabellenkellers

Ein Blick auf die Tabelle verdeutlicht jedoch die Schwere der Mission. Während an der Spitze der SGV Freiberg mit 58 Punkten vor der SG Sonnenhof Großaspach (55 Punkte) thront, kämpft Balingen um den Anschluss. Mit 20 Punkten belegt die TSG den 16. Tabellenplatz. Der Rückstand auf Kickers Offenbach, die mit 32 Punkten auf Rang 14 liegen, ist bereits auf zwölf Zähler angewachsen. Um Mannschaften wie Bayern Alzenau, die mit 23 Punkten den 15. Platz belegen, noch abfangen zu können, ist ein Sieg am Bieberer Berg fast schon Pflicht.

Personelle Optionen für das Duell in Hessen

Für das Spiel in Offenbach kann Trainer Murat Isik auf die Erkenntnisse der letzten Wochen bauen. Die mannschaftliche Geschlossenheit wird gegen die Kickers, die ebenfalls unter Druck stehen, das entscheidende Plus sein müssen. Wenn die Defensive stabil steht und die Offensive ihre Nadelstiche setzt, wie es gegen Freiburg bereits phasenweise gelang, ist der Glaube an einen Erfolg nicht unberechtigt. Die theoretische Chance ist da, und die TSG Balingen ist bereit, sie mit Leidenschaft zu verfolgen.