2026-03-13T07:45:35.464Z

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TSG Balingen: "Dementsprechend sollte die Marschroute klar sein"

In der Regionalliga Südwest tritt die TSG Balingen beim direkten Tabellennachbarn Bayern Alzenau an.

von red · Gestern, 22:15 Uhr · 0 Leser
– Foto: Pressefoto-Bildredaktion Eibne

Nach der knappen und schmerzhaften Niederlage gegen den SV Sandhausen richtet die TSG Balingen den Blick nach vorne. Am kommenden Samstag gastiert der Aufsteiger am 25. Spieltag der Regionalliga Südwest beim FC Bayern Alzenau. In diesem richtungsweisenden Kellerduell geht es für die Mannschaft von Trainer Murat Isik um mehr als nur drei Punkte: Ein Erfolg könnte den Anschluss herstellen und den Druck auf die Konkurrenz massiv erhöhen. Mit der Rückkehr wichtiger Akteure und dem Selbstvertrauen aus dem Hinspielsieg reist das Team entschlossen nach Unterfranken.

Der bittere Rückschlag gegen den Drittliga-Absteiger

Die Enttäuschung nach dem letzten Heimspiel in der Regionalliga Südwest saß tief. Vor 512 Zuschauern lieferte die TSG Balingen dem Favoriten SV Sandhausen einen heroischen Kampf, stand am Ende jedoch mit leeren Händen da. Trainer Murat Isik hatte seine Elf perfekt eingestellt. Trotz des frühen Rückstands durch Luca Ramon de Meester de Tilbourg (26.) gab sich die TSG nie auf. Als Halim Eroglu in der 74. Minute per Foulelfmeter den Ausgleich erzielte, schien der verdiente Punktgewinn greifbar. Doch ein später Treffer von Robin Krauße (88.) besiegelte die 1:2-Niederlage gegen das Team von Trainer Olaf Janßen. Auch die Einwechslungen von Simun Birkic, Zeki Görkem Koca, Marko Pilic und Matthias Schmitz konnten den späten K.o. nicht mehr verhindern.

Daniel Güney beschwört den Fokus auf Alzenau

Trotz des Rückschlags gegen Sandhausen bleibt keine Zeit für Selbstmitleid. Co-Trainer Daniel Güney macht deutlich, dass die Konzentration bereits unmittelbar nach dem Abpfiff dem nächsten Schicksalsspiel galt: „Nach der bitteren Niederlage ist der Fokus auf den kommenden Gegner und mit Bayern Alzenau einer der Gegner, die auch direkt in unserem Umfeld der Tabelle sich befinden.“ Für die Balinger ist das Gastspiel in Alzenau eine der wichtigsten Partien der Rückrunde. Die emotionale Belastung ist hoch, doch Güney fordert Professionalität und Zielstrebigkeit. Es gilt, die defensiven Unachtsamkeiten der Schlussphase abzustellen und die offensive Leidenschaft, die das Team auszeichnet, über die vollen 90 Minuten auf den Platz zu bringen.

Die Marschroute für das Sechs-Punkte-Spiel

Die tabellarische Konstellation verleiht der Begegnung am Samstag, 21.03.2026, um 14 Uhr eine enorme Brisanz. Die TSG Balingen rangiert derzeit mit 19 Punkten auf dem 16. Tabellenplatz bei einem Torverhältnis von 27:63. Der kommende Gegner, der ebenfalls als Aufsteiger in die Saison gestartet war, belegt mit 22 Punkten den 15. Rang. Daniel Güney gibt daher eine unmissverständliche Richtung vor: „Dementsprechend sollte die Marschroute klar sein, dass wir uns mit einem Dreier in Alzenau ganz nah wieder an sie rankommen, und mit diesem Anspruch und mit diesem Fokus gehen wir nach Alzenau.“

Rückkehrer stärken das Balinger Aufgebot

Ein wichtiger Faktor für die Hoffnung auf den Auswärtssieg ist die verbesserte personelle Situation. Besonders die Rückkehr eines Schlüsselspielers im Mittelfeld sorgt für Erleichterung im Balinger Lager. „Vom Kader her sind alle wieder mit dabei, auch die Gelb-Rot-Sperre von Ivo Colic ist abgesessen. Er tut uns natürlich dann wieder gut“, betont Daniel Güney. Das Fehlen von Ivo Colic gegen Sandhausen war spürbar, nun kann Trainer Murat Isik wieder auf seine Qualitäten zurückgreifen. Dass der Kader ansonsten weitgehend komplett zur Verfügung steht, erhöht den Konkurrenzkampf und bietet dem Trainerteam mehr taktische Optionen, um gegen die Alzenauer Defensive Lösungen zu finden.

Hoffnungsvolle Erinnerungen an den Hinspielsieg

Ein Blick in die Vergangenheit dient der TSG als zusätzlicher Mutmacher. Im Hinspiel zeigten die Balinger vor 526 Zuschauern eine ihrer besten Saisonleistungen und besiegten Bayern Alzenau mit 3:1. Damals legten Amney Moutassime und Matthias Schmitz mit einem Doppelschlag kurz vor der Pause (45. und 45.+2) den Grundstein für den Erfolg. Zwar konnte Filip Pandza für die Gäste in der 75. Minute verkürzen, doch Zeki Görkem Koca machte in der Nachspielzeit (90.+5) alles klar. Diese Erinnerung an die eigene Stärke soll die Spieler beflügeln, wenn sie in Alzenau antreten. Die Qualität, Alzenau zu schlagen, ist zweifellos vorhanden – nun muss sie unter dem enormen Druck des Abstiegskampfes erneut abgerufen werden.