
Nach drei sieglosen Partien hat Fußball-Landesligist TSV Grünwald mit dem 5:3 (2:3) gegen den TSV Eintracht Karlsfeld „in der zweiten Halbzeit mit starker Mentalität den Bock umgestoßen“, so Trainer Sebastian Koch. Der Erfolg, mit dem die Grün-Weißen Rang vier festigten, wurde allerdings durch Sprunggelenksverletzungen von Nick Starke und Leon Sammer getrübt. Damit sind die nächsten Ausfälle im ohnehin schon sehr ausgedünnten Kader zu befürchten.

Die Grünwalder gingen früh durch David Halbich nach Vorarbeit von Yannick Frey in Führung (4.), sie steckten auch den schnellen Ausgleich durch Roman Gertsmann (10.) gut weg. Nach einem Foul an Sammer verwandelte Frey den fälligen Strafstoß zum 2:1 (26.). „Die ersten 30 Minuten waren gut, wir hatten das nötige Tempo im Spiel, waren konsequent“, lobte Koch. „In den letzten 15 Minuten vor der Pause haben wir aber nachgelassen.“ Prompt kassierten die Grün-Weißen noch zwei Treffer durch Gertsmann (39.) und Fabian Barth (41.). Zu diesem Zeitpunkt war Innenverteidiger Starke schon aus dem Spiel.
Auch nach dem Wechsel wirkten die Platzherren zunächst noch unsortiert, was womöglich auch daran lag, dass mit Sammer der nächste verletzte Akteur das Feld verlassen hatte. „Karlsfeld hatte Anfang der zweiten Halbzeit ein, zwei Großchancen, da war auch das nötige Glück auf unserer Seite“, gab Koch zu. Doch seine Mannschaft fing sich wieder. „Nach zehn Minuten hatten wir alles im Griff.“ Der 3:3-Ausgleich, erneut durch Halbich (59.), diesmal nach einer feinen Einzelleistung, verlieh den Grünwaldern zusätzlichen Rückenwind. „Man hat einfach gemerkt, dass die Jungs wollten, sie haben sich gegenseitig gepusht“, so Koch.
Sein Team belohnte sich in Form der entscheidenden Tore. Daniel Leugner spielte mit einem Zuckerpass durch die Karlsfelder Abwehrkette (Koch: „Ein überragender Assist“) Marcel Kosuch frei, der zum 4:3 abschloss (70.). Das 5:3 folgte einem in dieser Saison mehrfach bewährten Muster: Gabriel Wanzeck köpfte eine Frey-Ecke ein (74.). Anschließend überstanden die Grün-Weißen noch eine zehnminütige Unterzahl, weil Marco Bornhauser nach einer Auseinandersetzung mit einem Gegenspieler eine Zeitstrafe erhielt (75.). Nach Rot für Karlsfelds Fabian Schaeffer (86.) war der Sieg dann aber abgehakt. „Die drei Punkte waren wichtig für den Kopf“, atmete Koch auf, er beklagte aber auch: „Es sind zu viele Gegentore.“ Gerade deshalb blickt er bang auf die dicken Knöchel von Sammer und Starke: „Mal schauen, wie es bei ihnen wird.“ (um)