
Denn Vincent Schubert sah nach einem Foul im Strafraum die Rote Karte – und die Gastgeber standen plötzlich eine Stunde lang in Unterzahl auf dem Feld.
Das Spiel startete rasant. In der 13. Minute hatte Louis Göhring die Chance auf die Führung, doch Keeper Steffen Möhring reagierte glänzend. Kurz darauf brachte Kevin Thau eine Ecke herein, die Hannes Schreck per Kopf zum 1:0 verwertete. Weitere Chancen, vor allem durch Göhring, blieben ungenutzt – sehr zur Frustration von Trainer Benn.
Die erste Möglichkeit für Walldorf folgte nach einem Eckball von Alexander Kost, doch Philipp Jobst köpfte knapp vorbei. Entscheidend für den Spielverlauf waren dann zwei Szenen gegen Vincent Schubert: Zuerst verursachte er ein Foul im Strafraum, was einen Elfmeter für die Gäste nach sich zog. Jobst trat an, scheiterte jedoch an Lukas Heß, der den Strafstoß großartig parierte. Nur wenige Minuten später sah Schubert wegen Notbremse Rot. Sonneberg war nun gezwungen, über eine Stunde in Unterzahl zu spielen. Julian Held rückte in die Abwehr, ein Freistoß von Emilio Friedel landete in der Mauer, und vor der Pause hatten die Gäste noch zwei gefährliche Chancen durch Kost und Luis Richter, die aber ebenfalls keinen Erfolg brachten.
Nach der Pause drängte Walldorf auf den Ausgleich. Sonneberg kämpfte unermüdlich und hielt mit hohem Laufaufwand dagegen. Ein zentraler Freistoß der Gäste ging völlig daneben, da Marvin Wosniza bei der Ausführung gestört wurde. Doch in der 76. Minute war es soweit: Einwechsler Tristan Hahnemann umkurvte den Keeper, legte quer, und Alex Kost traf ins leere Tor – 1:1. Die Schlussphase entwickelte sich zu einem offenen Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten. Die Torhüter verhinderten weitere Treffer, und ein taktisches Foul von Robin Maier in der Nachspielzeit rettete beinahe einen letzten Konter der Gäste. Am Ende blieb es beim gerechten Unentschieden. FC-Trainer Benn lobte seine Mannschaft: „Jeder hat für den anderen gekämpft. Die Jungs haben alles gegeben.“ Trotz Unterzahl zeigte Sonneberg enormen Einsatz und viel Kampfgeist – ein Punkt, auf den sie stolz sein können.