2026-03-13T07:45:35.464Z

Spielbericht

Trotz Überzahl: Bittere Eddersheimer Heimniederlage gegen Marburg

Kraftakt des FC Eddersheim in der zweiten Halbzeit wird nicht belohnt +++ Imeks Ausgleichstreffer hat nur kurz Bestand +++ Außenverteidiger Schmitt muss nach der Pause als Neuner ran

von Philipp Durillo · Heute, 17:40 Uhr · 0 Leser
Der Treffer von Demyan Imek reichte am Ende nicht zum Punktgewinn für den FC Eddersheim.
Der Treffer von Demyan Imek reichte am Ende nicht zum Punktgewinn für den FC Eddersheim. – Foto: Marcel Lorenz (Archiv)

Eddersheim. Die erste Niederlage des Jahres für den FC Eddersheim tat besonders weh - denn sie war extrem vermeidbar. Gegen den VfB Marburg raffte sich die Staustufen-Elf nach schwacher erster Halbzeit auf, glich in Überzahl aus. Um dann kurz vor Ende den Tiefschlag zu bekommen.

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Eddersheims Trainer Carsten Weber musste die Defensive mal wieder umbauen. Kapitän Jörg Finger fehlt derzeit aus privaten Gründen, Maxi Thomasberger fiel mit muskulären Problemen aus. So begannen Patrick Schorr und Benedict Klimmek in der Innenverteidigung. Doch während die Marburger einen Konter durch Hendrik Mittelstädt zur Führung veredelten, war vor allem das Offensivspiel im ersten Abschnitt das Problem beim FCE: "Wir waren zu träge, zu passiv. Mit dem 0:1 zur Pause waren wir eigentlich gut bedient", resümierte FCE-Coach Weber.

Der anschließend umstellte und unter anderem Marco Speck links hinten einwechselte, Demyan Imek nach rechts zog und Rechtsverteidiger Noah Schmitt auf der Mittelstürmer-Position postierte. "Das hat er wahrscheinlich letztmals 2018 in der A-Jugend gespielt. Aber wir brauchten Geschwindigkeit und Aggressivität ganz vorne", erklärt Weber. Nun ging ein Ruck durch die Mannschaft, die nun kollektiv mit anderem Energielevel zu Werke ging. Nach zwei Eckbällen von Patrick Schorr, dessen Einsatz nach Wadenproblemen auf der Kippe stand, erzitterte bei Versuchen von Klimmek und Jonas Kummer die Latte. Schmitts Versuch aus 16 Metern wurde von der Linie geklärt. Der einschussbereite Kummer per Grätsche im letzten Moment geblockt.

Jubel über Imeks Ausgleich währt nur kurz

Der FCE war nun am Drücker, erst Recht, als Gäste-Spieler Kristian Gaudermann nach einem "brutalen Foul" (Weber) auf Höhe der Mittellinie mit glatt Rot vom Feld musste (70.). Und nun klingelte es: Niklas Voit flankte auf den Kopf von Imek, der zum Ausgleich traf. "Dann wollten die Jungs natürlich mehr", sagte Weber. Doch stattdessen schlug es nochmal im FCE-Kasten ein. Jonas Pfalz kam über links durch, flankte in die Mitte, wo diverse Spieler hochsprangen. Am Ende dotzte der Ball von Philipp Velosas Kopf ins eigene Netz. Das extrem unglückliche Ende einer kräfteraubeneden, letztlich vergeblichen Aufholjagd. "Die Jungs machen dennoch einen super Job, wir hatten oft schon Spiele, die wir gewonnen haben und der Sieg für uns auch nicht zwingend in der Luft lag", schätzt Weber die Lage ein. Zumal die Konkurrenz, außer Eintrachts U21, auch wenig konstant punktet. Acht Punkte sind es auf die ärgsten Verfolger, Gießen und Baunatal.