
Der FC Forstern gewinnt 1:0 gegen Regensburg. Doch Trainer Jan Strehlow kritisiert die fehlende Emotionalität seiner Spielerinnen deutlich.
Mit dem 1:0-Erfolg gegen den SC Regensburg haben die Fußballerinnen des FC Forstern den zweiten Tabellenplatz in der Bayernliga gefestigt. Trainer Jan Strehlow war jedoch trotz des Erfolgs nicht wirklich zufrieden: „Wir haben das Spiel wie ein Meisterschaftskandidat gewonnen, aber uns bei Weitem nicht so benommen. Es war wenig bis gar nichts von der Emotionalität und der Leidenschaft zu merken, die wir im Spiel gegen Nürnberg gezeigt haben.“
Es gebe immer wieder Spiele, die – auch wegen der Platzverhältnisse – nicht so gut liefen. Aber zumindest „kämpfen, beißen, siegen“ müsse immer drin sein. „Und das habe ich heute und auch schon häufiger in der Saison von einigen Einzelakteuren komplett vermisst“, so Strehlow. Daher nehme er nun einfach die drei Punkte mit, sagte er und verwies auf die Gesamtsituation: „Dass es trotzdem eine sehr leidenschaftliche Saison ist, die wir spielen, angesichts der Kadersituation und vieler Verletzter.“
Auch gegen Regensburg habe er nur 13 Spielerinnen aus dem Bayernliga-Kader zur Verfügung gehabt und das Team mit Spielerinnen aus der Zweiten und der U17 aufgefüllt. Die Partie sei geprägt gewesen von vielen Fehlpässen, wenigen Abschlusssituationen und schlechten Individualentscheidungen.
Spannend wurde es erst kurz vor Schluss, als Torhüterin Lily Koch einen Schuss einer Gästestürmerin aus acht Metern glänzend parierte. „Damit hat sie uns im Spiel gehalten. Sie spielt eine klasse Saison, und ohne diesen Rückhalt stünden wir auch nicht da oben.“
Das Tor des Tages fiel dann in der 88. Minute: Julia Obermaier chippte einen Freistoß tief in den Strafraum. Aus dem Gewühl heraus vollstreckte Lisa Dimpflmaier zum 1:0. Es klang glücklich, „aber wir haben jeweils in der ersten und zweiten Halbzeit noch einen Lattentreffer nach Halbfeldflanken gehabt“, berichtet Strehlow und erwähnte auch noch die beiden sehenswerten Volleyabnahmen von Franziska Stimmer. „Da hätten wir schon vorher ein oder zwei Tore machen können.“