
Der Hallesche FC hat den nächsten Neuzugang unter Dach und Fach. Wie die BSG Chemie Leipzig am Dienstag bekanntgab, hat sich Stanley Ratifo gegen ein Vertragsangebot beim Regionalligisten entschieden, um sich stattdessen dem HFC anzuschließen. Wenig später bestätigten die Hallenser den Wechsel.
Mit 17 Treffern war Ratifo in der abgelaufenen Saison der Leistungsträger schlechthin bei den Leipzigern. Entsprechend hätten sich die Chemiker intensivst um die Vertragsverlängerung des mosambikanischen Nationalspielers bemüht. "Um Stanley bei uns zu halten, sind wir an unsere Grenzen und darüber hinaus gegangen. Leider sind all unsere Bemühungen nicht erfolgreich gewesen", erklärt Alexander Schmidt, Trainer und Sportlicher Leiter der BSG.
"Wir haben Stanley ein Vertragspaket in einem bei der BSG Chemie noch nicht dagewesenen Umfang geschürt und ihm durch einen Anschlussvertrag eine Perspektive im Verein, auch nach seiner aktiven Spielerkarriere, aufgezeigt", schrieben die Leipziger. "Die Chemie-Elf sollte er künftig als Kapitän anführen. Dieses Bündel hat leider nicht gereicht, um Stanley Ratifo von einem Verbleib bei Chemie zu überzeugen." Zum Spielerprofil:
Stattdessen zieht es den 31-Jährigen heim in seine Geburtsstadt. Für den BSV Halle-Ammendorf lief der Angreifer einst in ganz jungen Jahren in der Verbandsliga auf, in der Saison 2014/15 trug er bereits das Trikot des Halleschen FC. Zu sei Ratifo "zurück in der Heimat, zurück in seiner Stadt, zurück beim HFC", heißt es in der Vorstellung der Saalestädter.
"Mit seiner Körpergröße, seiner Präsenz im Strafraum und seinen technischen Fähigkeiten vereint Ratifo Eigenschaften, die dem Offensivspiel des Halleschen FC zusätzliche Variabilität verleihen sollen", schreiben die Hallenser. "Stanley bringt genau das Profil mit, nach dem wir gesucht haben. Er verfügt über Erfahrung, Qualität und eine hohe Identifikation mit der Stadt", unterstreicht HFC-Sportdirektor Marian Unger.