
Der TuS Holzkirchen hat den Vertrag mit Trainer Orhan Akkurt vorzeitig verlängert. In der nächsten Saison will Akkurt mehr als den dritten Platz in der Bezirksliga erreichen.
Schon vor dem Ende der aktuellen Saison hat der TuS Holzkirchen seinen Vertrag mit Trainer Orhan Akkurt verlängert (wir berichteten). Wie er den TuS seit seiner Übernahme im Sommer erlebt und welche Ziele der Trainer in der Bezirksliga noch hat, erzählt der 40-Jährige im Interview.
Herr Akkurt, Sie haben vorzeitig um ein Jahr verlängert. Wie lange haben die Verhandlungen gedauert?
Das ging eigentlich sehr flott. Das erste Gespräch hatten wir bereits im Dezember. Damals hatte ich eine kurze Bedenkzeit erbeten, weil ich das noch mit meiner Frau besprechen wollte. Aber dann ging es sehr schnell. Für mich gab es nicht viel zu überlegen.
Sie haben den TuS 2025 unmittelbar vor dem Start der Sommervorbereitung übernommen, denn Rainer Elfinger sagte kurzfristig ab. Wie haben Sie die Situation erlebt? Wie ging es Ihnen damit, die zweite Wahl zu sein?
Ich sehe mich ganz und gar nicht als zweite Wahl. Es war die Entscheidung von Rainer Elfinger, nicht weiterzumachen, und dann musste der Verein auf jemand anderen zurückgreifen. Bei mir war es eine reine Bauchentscheidung. Es war ein sehr gutes Gespräch. Dass das keine einfache Situation war, war mir bewusst. So sind wir aber an die Sache herangegangen. Wir haben uns gesagt, dass wir keinen Druck machen und nicht zu spinnen anfangen, egal ob es nun gut oder schlecht läuft. Das halten wir die ganze Saison schon so. Ich kenne schwierige Situationen nur zu gut. Das ist nichts Dramatisches für mich.
Der TuS befand sich nach dem Abstieg aus der Landesliga im Umbruch. Was braucht die Mannschaft?
Die Jungs sind alle gut. Sie brauchen nur eine klare Struktur, und die kriegen sie von uns. Ich lasse den Jungs schon ihre Freiheiten, das sind keine Marionetten. Doch es gibt ein paar Grundprinzipien, an die sie sich halten, und deswegen sind wir gut unterwegs.
Wie soll es in der kommenden Saison weitergehen?
Ehrlich gesagt: Zufrieden bin ich nicht. Wir sind Dritter, aber das bringt uns nicht weiter. Es ist okay, und wir haben uns entwickelt. Dennoch möchten wir den nächsten Schritt gehen. Wir spielen eine mächtige Rolle und wollen das nächstes Jahr wieder umsetzen.