2026-04-23T13:43:33.969Z

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Trotz Niederlage: SKC Barbaros sichert sich vorzeitig Titel

In der Fußball-Bezirksliga Rheinhessen feiert der SKC Barbaros vier Spieltage vor Saisonende die Meisterschaft +++ Im Tabellenkeller sammelt der TSV Zornheim Punkte im Abstiegskampf

von Michael Heinze · Heute, 21:09 Uhr · 0 Leser
Das Spiel ging zwar verloren, die Meisterschaft konnten die Spieler vom SKC Barbaros Mainz trotzdem bejubeln.
Das Spiel ging zwar verloren, die Meisterschaft konnten die Spieler vom SKC Barbaros Mainz trotzdem bejubeln. – Foto: Stephan Hahne

Rheinhessen. Trotz einer 1:2-Pleite in Nieder-Olm hat sich am 26. Spieltag der Fußball-Bezirksliga Rheinhessen der überlegene Primus SKC Barbaros die Meisterschaft gesichert. Denn Verfolger Marienborn II verlor 1:3 in Guntersblum. Damit hat Saulheim (2:1 in Nierstein) vier Spieltage vor Rundenende nur noch fünf Punkte Rückstand auf die Marienborner – und darf weiter von der Vizemeisterschaft träumen.

TuS Wörrstadt belohnt sich mit Heimsieg gegen Mommenheim

"Das war der Tag der Gastgeschenke", ärgerte sich TSG-Teammanager Volker Müller. "Die ersten beiden Tore für Finthen haben wir durch katastrophale Rückpässe eingeleitet. Der Sieg für die Gäste geht aber trotzdem in Ordnung, da wir nicht an die Leistung der letzten Spiele anknüpfen konnten." Rahul Saini, sportlicher Leiter der Fontana, sprach von einem "umkämpften Spiel, in dem Bretzenheim etwas mehr Spielanteile hatte und auch zu Chancen kam, um das zweite oder dritte Tor zu erzielen. Wir haben jedoch gut dagegengehalten. Auch in Unterzahl nach einer Zeitstrafe haben wir geschlossen verteidigt. Am Ende haben wir uns den Sieg durch eine gute Mannschaftsleistung verdient, denn jeder hat alles reingehauen."

"In der ersten Halbzeit bestimmt Saulheim das Spiel und wir haben zweimal Glück, auf der anderen Seite aber auch eine Großchance", so VfR-Coach Nico Augustin. "Die zweite Halbzeit ist ausgeglichener, mit den besseren Möglichkeiten für uns. Wir schaffen es aber nicht, zumindest das 1:1 über die Zeit zu bringen."

"Unfassbar wichtige Punkte im Kampf um den Abstieg", jubelte Zornheims Co-Trainer Marcel Baumgärtner. "Die Jungs haben alles investiert und sich auch endlich belohnt. Gegen gute Jungs aus Gau-Odernheim war das alles andere als einfach."

"Wir konnten uns endlich mal belohnen", freute sich Wörrstadts Spielertrainer Rene Novo. "Wir hätten das Spiel früher entscheiden müssen, aber in unserer Situation zählen nur drei Punkte. Hut ab vor der Willensleistung unserer Mannschaft." Auf die Frage, wie groß der Widerstand der Gäste war, antwortete Novo: "Mommenheim war ersatzgeschwächt. Aber die Spieler, die da waren, haben uns das Leben schwer gemacht."

"Ein ganz wichtiger und verdienter Dreier für die Moral und unser Selbstvertrauen", sagte SVH-Coach Marian Saar. "Die erste Halbzeit gestaltete sich sehr eklig und sah nach einem mauen Sommerkick aus, aber Marienborn war der Führung näher als wir. In der zweiten Hälfte haben wir das Heft in die Hand genommen."

"Kein unverdienter Sieg", so FSV-Boss Christoph Loré. Schon im ersten Durchgang besaß der FSV mit zwei Umschaltaktionen die klareren Möglichkeiten. "Barbaros hat sich mit dem großen Platz sehr schwergetan und hatte kaum klare Chancen", so Loré. "Trotzdem möchten wir Barbaros zur verdienten Meisterschaft gratulieren." Zuschauer: 60.

"Wir haben uns eigentlich gut verkauft", sagte Mombachs Abteilungsleiter Johann Grabowski. "Wir hatten vier gute Chancen, haben aber nichts daraus gemacht." Horchheim-Coach Sascha Löcher sprach von einer "Pflichtaufgabe, die wir ordentlich gelöst haben. Mombach ist unter seinem alten neuen Trainer Milan Pavlovic strukturiert und geordnet aufgetreten und hat auch versucht, Fußball zu spielen. Kurios war die Rote Karte für Mombach: Auf dem Weg in die Kabine sind zwei Mombacher Spieler aneinander geraten und der Schiri hat einem der beiden dann die Rote Karte gezeigt (Armin Telarevic, Red.) – das hat es für uns leichter gemacht."

"Mit so einer desolaten Leistung müssen wir unumwunden zugeben, dass wir nichts in der Bezirksliga zu suchen haben", klagte der Gundersheimer Co-Trainer Martin Ritter. "Leider haben wir es nicht geschafft, so aufzutreten wie zuletzt. Selbst die zwischenzeitliche Zwei-Tore-Führung hat uns keine Stabilität verliehen. Am Ende war es ein Schlagabtausch mit offenem Visier, bei dem beide Mannschaften nochmal Chancen hatten." Bitteres Fazit des restlos enttäuschten Co-Trainers: "Insgesamt können wir uns mit dem Punkt noch glücklich schätzen."