2026-02-20T12:29:42.904Z

Allgemeines

Trotz höherklassiger Anfragen: Messerer bleibt Ulbering treu

Der Kreisligist hält sein Trainerteam und holt zwei Talente vom TSV Triftern für die neue Saison.

von Andreas Santner · Heute, 10:00 Uhr · 0 Leser
Sichtlicht erfreut ist Andreas Surner (re.) über die Verlängerung von Co-Trainer Julian Börndorfer (li.) und Chef-Coach Dominik Messerer (mitte).
Sichtlicht erfreut ist Andreas Surner (re.) über die Verlängerung von Co-Trainer Julian Börndorfer (li.) und Chef-Coach Dominik Messerer (mitte). – Foto: TSV Ulbering

Trotz interessanter Anfragen anderer Klubs bleibt Trainer Dominik Messerer dem TSV Ulbering erhalten. Auch sein Co-Trainer Julian Borndörfer hat verlängert. Zudem präsentierte der Verein bereits die ersten Neuzugänge für den Sommer.

Aktuell rangiert der TSV Ulbering mit 22 Punkten auf dem achten Tabellenplatz der Kreisliga Isar-Rott – exakt jene Position, auf der man auch die vergangene Spielzeit abschloss. Für die Verantwortlichen in Ulbering herrscht damit Kontinuität auf hohem Niveau, besonders nach den Veränderungen im vergangenen Sommer.

„Ein absoluter Glücksgriff“

Andreas Surner, sportlicher Leiter des TSV, macht keinen Hehl daraus, wie wichtig der Verbleib des Trainerdos für den Verein ist. "Wir sind mit der Arbeit von Dominik und Julian sehr zufrieden. Für uns waren die beiden nach der Ära von Sebastian Niklas ein absoluter Glücksgriff. Wir stehen auch im zweiten Kreisliga-Jahr wieder super da und haben auch dank des Netzwerkes von Dominik eine schlagkräftige Truppe beisammen."



Dass die Verlängerung kein Selbstläufer war, unterstreicht der sportliche Leiter deutlich: "Das war ein harter Kampf, da Dominik auch andere Angebote von höherklassigen Klubs vorgelegen haben. Wir haben uns richtig ins Zeug gelegt und sind total happy, dass beide auch in der kommenden Saison an der Seitenlinie stehen.“

Messerer: "Möchte eine Mannschaft entwickeln"

Dominik Messerer (35), der vor der Saison vom SV Mehring kam, blickt auf ein intensives erstes Halbjahr zurück. "Das erste Halbjahr war für mich sehr lehrreich. Ich habe viele Dinge mitgenommen und viel gelernt. Ich denke, wir brauchten eine gewisse Eingewöhnungsphase – sowohl die Mannschaft an meine Art Fußball zu spielen als auch an meine Art als Trainer“, so der Coach. Mit der bisherigen Punkteausbeute ist er weitestgehend zufrieden, sieht aber noch Luft nach oben: "Mit 22 Punkten liegen wir im Soll, auch wenn ich der Meinung bin, dass wir vier oder fünf Punkte mehr hätten holen können.“

Für seinen Verbleib waren vor allem zwei Faktoren entscheidend: Die familiäre Situation und die sportliche Perspektive. "Ausschlaggebend für meine Vertragsverlängerung war zum einen, dass ich neben Familie und Beruf relativ ortsnah in der Kreisliga trainieren kann. Zum anderen möchte ich über einen längeren Zeitraum eine Mannschaft entwickeln und sehen, ob meine Spielidee auch Früchte trägt. Diese Möglichkeit bekomme ich in Ulbering“, erklärt Messerer, der selbst aus Triftern kommt und in Simbach wohnt. Ein weiterer Knackpunkt war die Personalie seines Co-Trainers: "Dass mein Co-Trainer Julian Borndörfer für ein weiteres Jahr zugesagt hat, war für mich ein entscheidender Punkt.“

Tragen in der neuen Saison das Trikot des TSV Ulbering: Fabian Schiller (2.v.l.) und Luis Tomandl (mitte).
Tragen in der neuen Saison das Trikot des TSV Ulbering: Fabian Schiller (2.v.l.) und Luis Tomandl (mitte). – Foto: TSV Ulbering

Zwei Neuzugänge aus Triftern bereits fix

Auch am Kader für die Spielzeit 2026/27 wird im Hintergrund bereits fleißig geschraubt. Mit Fabian Schiller (23) und Luis Tomandl wechseln zwei junge Offensivkräfte vom TSV Triftern nach Ulbering. Surner freut sich über die Zusage der beiden Talente: "Beide sind junge, hungrige Spieler und hatten ebenfalls Angebote von anderen Vereinen. Umso mehr freut es uns, dass sie sich für uns entschieden haben und wir als kleiner Verein mit unserem Plan überzeugen konnten.“ Schiller (neun Tore) und Tomandl (sieben Tore) erzielten über die Hälfte der Tore des Kreisklassen-Elften.

Kreisliga für den TSV die „Champions League“

Für die restliche Rückrunde steht die Marschroute: Der Klassenerhalt soll so schnell wie möglich eingetütet werden. Messerer fordert von seinen Jungs "Intensität und Emotionalität“. Der Blick geht jedoch bereits über die nächsten Wochen hinaus. "Gleichzeitig wollen wir die Basis für die kommende Kreisliga-Saison legen, im Idealfall eingespielt in die neue Spielzeit gehen und eine Mannschaft formen, die mit Qualität und Spaß auftritt“, so der 35-Jährige. "Für Ulbering ist die Kreisliga die ‚Champions League‘, und genau so wollen wir sie auch angehen. Was am Ende tabellarisch dabei herauskommt, ist zweitrangig. Das Wichtigste bleibt der Klassenerhalt.“